Aus der Pommerschen Zeitung, vom 3.2.2001
Vernetzung der Orts- und Familienforscher kommt voran
Im September des vorigen Jahres wurde von den sehr engagierten
Forschern ‚Stolper Lande’ der ‚pommersche Greif e.V.’ aus der
Wiege gehoben. Man hatte erkannt, dass die Aufgabe der Forschung sich
nicht weiter nur auf Kreisgebiete beschränken lässt. Die Arbeit greift
über diese Grenzen heute weit hinaus.
In fast allen ehemaligen Kreisen sind ‚Einzelkämpfer’‚ an der
Arbeit , um etwas über Ihre Vorfahren und die Geschichte Ihrer Dörfer
zusammenzutragen. Sie stecken viel zeit und auch Geld in diese
lobenswerte Arbeit und geben selbstlos ihr Wissen helfend an andere
weiter.
Die ahnen- und Heimatforschung über unsere alte Heimat hat für
viele heute einen hohen Stellenwert erlangt. Wie man auf Treffen und
Seminaren sehen kann, wächst ihre Zahl ständig. Es ist erfreulich,
dass auch Jüngere, die nicht mehr in Pommern geboren sind, heute nach
Ihren wurzeln und dem Land Ihrer Väter forschen möchten. Dabei sind
sie auf das Können und Wissen der ‚alten Hasen’ oft angewiesen.
Anläßlich des Treffend der Familienforscher des ‚Pommerschen
Greif e.V.’ Mitte Januar mit über 100 Teilnehmern in Travemünde
wurde die erste Jahresversammlung abgehalten . Man hatte es in nur drei
Monaten schon auf 75 aktiv mitarbeitende Mitglieder gebracht, die aus
fast allen Kreisen angereist waren. Als erster Vorsitzender konnte Herr
Elmar Bruhn, ein in langen Jahren erfahrener Forscher und Herausgeber
des ‚Sedina -Archiv’ gewonnen werden. Als eine Hauptaufgabe sieht es
der Verein an, die einzeln arbeitenden Forscher zusammenzuführen und
eine Verknüpfung der einzelnen pommerschen Kreise zu erreichen. In
jedem Kreis möchte man einen Ansprechpartner haben, um Suchenden
Hinweise geben zu können.
Diese Vernetzung ist in fast allen Kreisen gelungen. Nur der Kreis
Greifenberg ist noch ein weißer Fleck auf dieser Karte. Es ist bekannt,
dass es hier Forscher gibt, die großes Wissen haben und seit jeher
bereitwillig Auskünfte erteilen. So wäre es wünschenswert, dass diese
Arbeit im Kreis Greifenberg mit dem ‚Pommerschen Greif e.V.’ in
Verbindung gebracht würde. Denn das eigene Wissen und das Wissen
anderer zusammengeführt kann der gemeinsamen Familienforschung nur
dienlich sein.
So bitten wir alle, die in der Forschung tätig sind, sich zu melden.
Ansprechpartner: Fritz Baatz, Münster ; Klaus Bode, Uelze