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Totenkronen - Denkmäler der Liebe Stralsund

Die Ausstellungseröffnung Totenkronen - Denkmäler der Liebe wird am Freitag den 16. März um 18:00 Uhr im Museumsspeicher Stralsund stattfinden. Die Ausstellung selbst wird dann in der Zeit vom 17. März zum 24. Juni zu sehen sein. Ab dem 30. März lohnt sich dann ein Kombinationsticket zu kaufen, denn an diesem Tag wird die Sonderausstellung Ansichten - Neuerwerbungen seit 1990 im Katharinenkloster eröffnet, in welcher den Museumsbesuchern die in den letzten zwei Jahrzehnten vom Kulturhistorischen Museum Stralsund erworbenen Ausstellungsstücke präsentiert werden.

Zusammengestellt von Dr. Phil. Sylvia Müller, führt uns die Exposition bis ins 16. Jahrhundert zurück, in eine Zeit, wo die Totenkrone bei der Bestattung von sehr früh Verstorbenen zur Begräbniskultur dazugehörte. Diese besondere Ehrung wurde Kindern und unverheirateten jungen Frauen und Männern bis etwa zum 30. Lebensjahr gewährt.

Nach den damaligen Glaubens- und Lebensvorstellungen gehörte die Hochzeit zum Lebenskreis eines jeden Menschen und so wurde dem Verstorbenen mit der „Vermählung nach dem Tode“ das „Anrecht auf eine ordentliche Hochzeitszeremonie“ auf diese Weise zugestanden. Zeugnisse sind neben den eigentlichen Totenkronen auch die Kronenbretter. Denn wurden die Kronen anfangs noch mit in den Sarg gelegt, ging man später dazu über, diese auf entsprechenden kleinen Konsolen in den Kirchen anzubringen, um so an die Verstorbenen zu erinnern.

Natürlich waren die Kronen zu ihrer Zeit auch Statussymbole. Je wohlhabender die Familie der oder des Dahingeschiedenen, umso prunkvoller fiel das „Denkmal der Liebe“ aus.

Quelle: stralsund.de; MV-trip.de

Mehr zum Thema Totenkronen: Totenkronen.de und wikipedia

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