Familienforschung in Dänemark

von Margret Ott

Ein Blick auf die vorhandenen Online-Quellen

Der Blick über den Tellerrand geht in das Nachbarland Dänemark. Unser dänisches Mitglied Inger Buchard hat dabei kräftig mitgeholfen.
Von ihr stammt auch die Einführungsseite für Deutsche zur Forschung in Dänemark
Diese Seite verrät schon, wie kompliziert die Geschichte dieses Staates war, aber es gibt viele Quellen und vieles davon ist im Gegensatz zu Deutschland auch online. Beachten Sie auch die Sammlungen zu verschiedenen Berufsgruppen.
Dänemark
Unsere Pommern sind früher über See- oder Landweg nach Dänemark gekommen und nach dem zweiten Weltkrieg sind etliche als Flüchtlinge dort gelandet. Es gibt also vielfältige Verflechtungen auch zu unserer Forschungsregion.

Arkivalieronline  ist die Einstiegsseite der dänischen Staatsarchive zu den Kirchenbüchern – in Dänemark hat die Kirche quasi die Funktion des Meldeamtes. Alle dänischen Kirchenbücher vor ca. 1960 liegen digitalisiert vor. Auf dieser Seite muss man aber gezielt nach einem Ort suchen und sich vor Ansicht der Seiten jeweils ein Java-skript herunterladen.

Einfacher ist da die Suche mit Danishfamilysearch . Diese Seite ist einfach zu bedienen und hat auch eine englische Benutzeroberfläche.
Hier kann man mit einem Familiennamen suchen und neben den Kirchenbüchern werden auch die zahlreichen Volkszählungslisten und die Einberufungslisten durchsucht.

Zu den Flüchtlingen in Dänemark entsteht im Moment ein Museum im ehem. Lager Oxbüll. Eine schöne, leider meist nur dänische Webseite  gibt Auskünfte dazu. Auf dieser Seite sprechen in kurzen dänisch untertitelten Videos ehemalige Lagerbewohner über ihre Erlebnisse. Auch ein deutscher Flyer(pdf) informiert über das Lager. 

Eine Suche in der Datenbank Daisy  mit dem Suchwort „Flygtning“ und Begrenzung der Zeit auf 1945-1949 zeigt, welche Mengen an noch nicht digitalisierten Unterlagen es gibt. Manche Kirchenbücher sind schon in der anfangs erwähnten Datenbank Arkivalieronline enthalten.

Bei all diesen Seiten erweist sich das kleine Zusatzprogramm (Addon) IM.translator  für die browser Firefox oder Chrome als sehr hilfreich.

Hans Jürgen Wolf arbeitet an einer Datenbank über deutsche Flüchtlinge in Dänemark und hat inzwischen fast 50 000 Personenstandsfälle erfasst.  Die Datenbank wird laufend erweitert. 
Auch auf dänischer Seite wird an einer Zusammenstellung der Quellen zu dieser speziellen Personengruppe gearbeitet.

Wer Hilfe in Englisch oder Deutsch sucht kann sich an das Forum wenden.



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