Hilmar KrügerMein Name ist Hilmar Krüger. In Greifswald geboren, habe ich seit viereinhalb Jahrzehnten in und bei Berlin meinen Lebensmittelpunkt.

An der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften in Potsdam-Babelsberg studierte ich Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Interna-tionale Beziehungen, Völkerrecht, Vereinte Nationen und Sicherheitspolitik und schloss mein Studium mit Diplom an der Universität Potsdam ab. Danach promovierte ich extern am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin zur Menschenrechtspolitik der DDR.

Für das Erforschen meiner Familiengeschichte interessierte mich vor etwa zehn Jahren ein Arbeitskollege. Väterlicherseits sind meine Vorfahren ausschließlich in Pommern und nach derzeitigem Stand im Umkreis von Stralsund bis Pasewalk ansässig gewesen. Mütterlicherseits ist die väterliche Linie aus dem Schlesischen (Breslau, Trebnitz) und die mütterliche Linie ebenfalls aus Pommern.

Mehr zur „Schlesischen“ Linie zu erfahren, gestaltet sich dadurch schwierig, weil viele Unterlagen in den Wirren des Zweiten Weltkriegs verloren gingen. Sehr viel Interesse rief bei mir allerdings das Schicksal meines Urgroßvaters, Albert Friedrich Carl Will, mütterlicherseits hervor.

Er wurde nur 27 Jahre jung und fiel am 7.11.1914 in Wytschaete (Belgien) im Kampf um den Park von Wytschaete. Er war Füsilier des II. Bataillon, 5. Kompagnie des Füsilier-Regiment Königin Viktoria von Schweden Nr. 34. Genaueres konnte ich bislang leider nicht ermitteln.

Sein Name ist auf der Stele im Schlosspark zu Wrangelsburg (Landkreis Vorpommern-Greifswald) mit weiteren Gefallenen im Ersten Weltkrieg verewigt. Seine dortige Namensnennung gab mir wiederum Rätsel auf. Denn als erster Vorname (und nur der steht auf der Stele) ist Hermann statt Albert eingraviert. Dass es sich doch um meinen Urgroßvater handelt, ergab ein Abgleich seiner Eltern zwischen standesamtlichen Dokumenten und dem Taufregister.

Da die meisten meiner Vorfahren aus Pommern sind und um in meiner Ahnenforschung besser voranzukommen, entschloss ich mich 2021 Mitglied im Pommerschen Greif e. V. zu werden. Vielleicht kann ich auch mit meinem bescheidenen Beitrag anderen Familienforschern behilflich sein.

Mit Beginn des Jahres 2024 bin ich im neu gegründete Redaktionsteam für die Quartalszeitschrift des Pommerschen Greif e. V. – das SEDINA-Archiv – der verantwortliche Redakteur.