Freester Fischerteppiche: Aus der Not wird Kunst

Im Jahr 1928 wurde in der südlichen Ostsee ein dreijähriges Fischfangverbot verhängt, damit sich die dezimierten Fischbestände erholen konnten. Um die Fischer vor drohender Arbeitslosigkeit und anschließender Armut zu bewahren, kam der damalige Greifswalder Landrat Werner Kogge auf die Idee, die Fischer Teppiche knüpfen zu lassen. Er ließ sich dabei von dem Gedanken leiten, dass die Fischer durch das Knüpfen und Flicken ihrer Fangnetze und Reusen über das hierzu nötige Geschick verfügten. Auf eine überregionale Zeitungsanzeige, in der ein erfahrener Anleiter für die künftigen Teppichknüpfer gesucht wurde, meldete sich der österreichische Textilfachmann Rudolf Stundl.
Wikipedia
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/Freester-Fischerteppiche-Aus-der-Not-wird-Kunst,nordmagazin38112.html

Deutscher Archivtag in Koblenz 2016

Ein Kurzbericht mit Eindrücken vom Deutschen Archivtag in Koblenz von Thekla Kluttig
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Die neue sehr begrüßenswerte „Hinwendung “ der Archive zum Nutzer zeigt sich z.B. beim Bundesarchiv, das das selbständige Fotografieren / Scannen von Archivgut nicht mehr grundsätzlich verbietet. Auch das Hessische Landesarchiv will dies in Zukunft erlauben und auch WLAN-Zugänge in den Lesesälen einrichten. In den polnischen Staatsarchiven ist das eigenständige Fotografieren ja schon länger erlaubt, es wäre wirklich schön wenn die deutschen Archive da endlich nachziehen würden 🙂

Kalenderreform in Pommern

Google Doodle zur Einführung des gregorianischen Kalenders
Google Doodle zur Einführung des gregorianischen Kalenders

Heute feiert Google mit einem Doodle,  dass vor genau 434 Jahren der Gregorianische Kalender eingeführt wurde und damit den bis dahin bestehenden julianischen Kalender ablöste.

Dieser Termin der Kalenderreform galt allerdings erst nur für die katholischen Länder, eines der ersten evangelischen Länder, dass den gregorianischen Kalender 1612 einführte, war das Herzogthum Preussen . Zu diesem Zeitpunkt war Pommern aber noch ein eigenständiges Herzogthum. Im übrigen protestantischen Teil Deutschlands und den schwedischen Provinzen wurde der gregorianische Kalender erst 1700 eingeführt (http://kalendersysteme.de/deutsch/kalender/systeme/systeme/kalender_19.html), auf den 18.Februar julianischer Zeitrechnung folgte also der 1. März 1700 nach neuer Zeitrechnung.

Ein hilfreiches Werkzeug für die Umrechnung ist das frei herunterladbare Programm GenTools6.

Genealogentag in Bregenz

Der 68. deutsche Genealogentag fand in Bregenz in Vorarlberg/Österreich statt. Der Ort ist wirklich eine Reise wert, der Veranstaltungsort war mit der „Werkstattbühne“ sehr gut gewählt, direkt am Bodensee und die Organisation war tadellos. Besonders das „Genealogencafe“ mitten im Ausstellungsraum war sehr gut besucht und zeigt, wie wichtig so ein Ort zum Austausch ist. Die Vorträge waren weitestgehend auf süddeutsche oder österreichische Themen ausgerichtet, so dass ich für Pommern davon nichts mitbringen konnte.

Der Genealogentag 2017 wird in Dresden stattfinden.

Mehr auch im Storify von Timo Kracke
https://storify.com/genkracke/68-deutscher-genealogentag

Ein paar Impressionen: (mehr …)

Telefonbücher

„Als die Telefonnummern unserer Gross- oder Urgrosseltern noch drei- oder vierstellig waren!“ hieß ein netter Blogartikel, auf den ich letztens aufmerksam wurde. https://ahnennamenwappenundmehr.wordpress.com/2016/09/27/als-die-telefonnummern-unserer-gros-oder-urgroseltern-noch-drei-oder-vierstellig-waren-as-the-telephone-numbers-of-our-grandparents-or-great-grandparents-were-still-three-or-four-digits/

Wie war das eigentlich in Pommern? Gibt es da noch alte Telefonbücher? Bei Ancestry habe ich das „Telephon-Adressbuch für das Deutsche Reich 1907“ entdeckt, und siehe da, die Telefonnummern in Pommern waren z.B. in Stolpmünde durchaus auch nur zweistellig 🙂

Man könnte vermuten, dass die Nummern nach der Reihenfolge des Anschließens vergeben wurden. Kennt jemand noch andere, vielleicht sogar frei zugängliche Telefonbücher?

Ausschnitt Telefonbuch Deutsches Reich 1907
Ausschnitt Telefonbuch Deutsches Reich 1907
Ausschnitt Telefonbuch Deutsches Reich 1907
Ausschnitt Telefonbuch Deutsches Reich 1907

Arbeitskreis Familiengeschichte Vorpommern

Neu auf den Seiten des Arbeitskreis Familiengeschichte Vorpommern (ehemals Stadt & Land Ueckermünde) im Pommerscher Greif:
Von Jürgen Zechow:
Namensverzeichnis der Schiffer aus „Die Schiffe der Rostocker Handelsflotte 1800 – 1917“ Erstellt von Jürgen Zechow
Von Norbert Wewezer:
Abschrift der Fräuleinsteuer von Putbus, 1623 Abgeschrieben von Norbert Wewezer
Alphabetisches Verzeichnis der, auf der auf der Insel Rügen, bestehenden und eingegangenen Ortschaften, den Kirchspielen zugeordnet Erstellt von Norbert Wewezer
Geburt u. Taufe auf der Rügenschen Halbinsel Wittow, Altenkirchen: 1717-1791 Zusammengestellt und nach Familien geordnet von Norbert Wewezer
Geburt u. Taufe auf der Rügenschen Halbinsel Jasmund / Kps. Sagard: 1658-1768 / Bobbin: 1649-1791 Zusammengestellt und nach Familien geordnet von Norbert Wewezer

http://familiengeschichte-vorpommern.de/neu-in-unserem-bestand.html

 

Weinanbau in Pommern

In Rustow (zu Loitz, Vorpommern) wird dieses Jahr erstmalig Wein geerntet. (Bericht von 2014 über die Anlage des Weinbergs http://www.nordkurier.de/demmin/unser-vorpommern-ist-bestes-weinland-228548607.html )

Der Weinbau in Pommern existiert aber schon, man glaubt es kaum, seit 1228!

„Der Bischof Otto brachte, als er zum zweitenmale nach Pommern kam, ein Kuppe (Faß) mit Weinreben nach Pommern, welche er einpflanzen ließ, damit wenigstens soviel Wein gebauet würde, als zum Gebrauche beim Hl. Abendmahle nöthig war. Seit der Zeit wurden auf den Bergen längs der Oder oberhalb Stettin bis Garz und unterhalb der Grabow, Frauendorf und Gotzlow Weinberge angelegt. Aus den hier gewachsenen Trauben wurde weißer und rother Wein gepresst, der bei der herzoglichen Tafel getrunken wurde.“ (Aus Geschichte des Herzogthums Pommern, Band 1, Berlin 1819 von Johann Jakob Sell, https://books.google.de/books?id=iQcBAAAAcAAJ&pg)

Bild: Weinberg in Gotzlow mit dem Bismarckturm