Eine Liste der Toten – Köslin 1945–1947

Wer nach Angehörigen sucht, die das Kriegsende in Köslin/Pommern nicht überlebt haben, findet hier vielleicht eine Antwort – oder zumindest eine Spur.

Totenliste der Evangelischen Gemeinde Köslin 1945-47 (pdf, 1,8 MB)

Viele Familien wissen bis heute nicht, was mit ihren Verwandten in den Wirren von 1945 geschehen ist. Manche wurden zuletzt in Köslin/Koszalin gesehen. Dann verlor sich ihre Spur.

Als die Front im März 1945 über die Stadt rollte, blieben Tausende Zivilisten zurück: zu alt, zu krank, zu langsam für die Flucht, oder schlicht ohne Möglichkeit zu entkommen. Was folgte, waren zwei Jahre unter russischer, dann polnischer Besatzung – geprägt von Hunger, Typhus und Gewalt. Viele überlebten diese Zeit nicht.
Die Pastoren der evangelischen Gemeinde – Schultz, Mahlendorff, Symanowski und Rudnick – hielten in dieser Zeit Beerdigungen ab und führten Register. Neben jedem Namen notierten sie, was sie wussten: Geburts- und Sterbedatum, letzte Adresse, Beruf, manchmal die Namen von Hinterbliebenen. 1947 ließ Pastor Rudnick diese Register im westdeutschen Exil drucken – ausdrücklich als Hilfe für Vertriebene und Suchende.
Die vorliegende Liste umfasst über 1.000 Namen, von den ersten Massenbestattungen im März 1945 bis zu Einträgen aus dem Sommer 1947. Sie enthält Männer und Frauen aller Altersgruppen, Einheimische aus Köslin ebenso wie Flüchtlinge aus Ostpreußen, Danzig oder Schlesien, die auf dem Weg nach Westen in der Stadt gestrandet und gestorben sind. Auch einige Kriegsgefangene sind verzeichnet. (mehr …)

Wieder neue Urmesstischblätter

Der nächste große Schwung der wunderschönen, detaillierten Urmesstischblätter ist online gegangen

Aus Pommern und Umgebung dabei:

Zirchow, Damerow, Zanow, Groß Möllen, Sorenbohm, Lassehne, Greifswalder Oie, Groß Zicker, Zickersches Höft, Zudar, Richtenberg, Velgast, Ahrenshagen, Ribnitz

Köslin, Altbelz, Kordeshagen, Degow, Kolberg, Langenhagen, Robe, Kirchhagener Fichten, Karlshagen, Cröslin, Wusterhusen, Neuenkirchen, Horst, Grimmen, Franzburg

Ausschnitt aus dem Blatt Groß Möllen

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Genbaza Neuigkeiten Dezember 2025

 Janusz Pawelczyk veröffentlichte in der Facebookgruppe GenBaza die folgenden Informationen über neue Digitalisate aus dem Staatsarchiv Koszalin /Köslin. die Ortsnamen wurden teilweise korrigiert und fehlende Links zugefügt.

Aus dem Kreis Belgard:

+—Sława_498_Alt Schlage
| —179_1923_ur
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,64139,1

+—Toporzyk_531_Bramstadt
| +—109_1923_ur
| —110_1935-1943_sl
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,243633,1

+—Tychówko_517_Woldisch Tychow
| —159_1923_ur
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,316041,1

+—Warmino_518_Warnin
| +—181_1922_ur
| —182_1923_ur
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,384725,1

+—Łęczno_462_Lenzen
| +—177_1922_ur
| —178_1923_ur
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,284603,1

+—Świdwin_513_Schivelbein
| +—171_1918_ur
| —178_1923_ur
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,243676,1

—Żytelkowo_530_Siedkow
—141_1938-1943_sl
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,219635,1

├───Kołacz_450_Kollatz
│ └───181_1924_ur
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,295386,1

├───Lipie_459_Arnhausen
│ └───184_1924_ur
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,241313,1

├───Ostre Bardo_474_Wusterbarth
│ └───121_1924_ur
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,294586,1

├───Pomianowo_483_Pumlow
│ └───195_1924_ur
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,302676,1

├───Popielewo_484_Grosspoplow
│ └───179_1924_ur
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,288876,1

├───Połczyn Zdrój Zamek_482_Polzin Schloss
│ └───160_1924_ur
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,290705,1

├───Rarwino_489_Rarfin
│ └───116_1924_ur
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,64469,1

├───Rogowo_492_Roggow
│ └───135_1924_ur
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,243410,1

├───Rąbino_491_Grossrambin
│ ├───179_1923_ur
│ └───180_1924_ur
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,251203,1

├───Smęcino_499_Schmenzin
│ └───197_1924_ur
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,220068,1

└───Łęczno_462_Lenzen
└───179_1924_ur
https://metryki.genbaza.pl/genbaza,list,284603,1

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Treppenanlage auf der Gewerbe-, Industrie- und Landwirtschaftsausstellung Köslin 1912

Vor über hundert Jahren, vom 25. Mai bis zum 11. August 1912, fiel die für ganz Pommern geltende Gewerbe-, Industrie- und Landwirtschaftsausstellung in die Verantwortung der Kösliner. Diese auf dem Gelände zwischen der Danziger Straße, der Schützen- und der Jahnstraße aufgebaute Messe hatte für die Bürger Köslins damals eine so hohe Bedeutung, dass sie die Großveranstaltung stolz und fast ehrfurchtsvoll Weltausstellung nannten.

Die Lithografie von Karl Friedrich Zähringer auf dem offiziellen Messeplakat im Format 55,9 mal 70,6 Zentimetern lässt auch die berühmten pommerschen Mastgänse zu Ehren kommen. Ein Original finden Sie im Deutschen Historischen Museum in Berlin.

Plakat der Ausstellung 1912

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Heimatstuben in Schleswig-Holstein in 360°-Ansicht

Der Öffentlichkeit Einblick in Heimatstuben zu ermöglichen, das hat der Schleswig-Holsteinische Heimatbund sich im Jahr 2020 gemeinsam mit dem Land Schleswig-Holstein zur Aufgabe gemacht. Seitdem werden Heimatstuben des Bundeslandes besucht, die Einrichtung gefilmt und in 360° Ansicht digitalisiert.

Am 3. August 2023 ist dieses Projekt nun online gegangen. Zur Zeit können Interessierte 16 Heimatstuben digital besuchen. Sie finden hier auch etliche Heimatstuben der Ostgebiete, z. B. Stettin, Stargard, Saatzig, Kallies, Köslin-Bublitz, Danzig.

Screenshot Heimatstuben – Haus Stettin. Mit dem Klick auf das Bild gelangen Sie direkt zur 360° Ansicht.

Neben einem Rundgang bieten die jeweiligen Seiten auch weitere Informationen zur Geschichte der jeweiligen Heimatstube mit weiterführenden Links.

Das Ergebnis der aufwändigen Arbeit kann sich sehen lassen. Wer bisher noch keine Heimatstube von innen gesehen hat – hier ist die erste Gelegenheit dazu.

Ein persönlicher Besuch vor Ort lohnt sich natürlich trotzdem, denn die meisten Exponate können hier aufgrund der Menge nicht gezeigt werden. Es warten viele weitere Schätze, vor allen Dingen solche, die sich in den Urkunden- und Dokumentensammlungen verbergen, darauf, entdeckt zu werden.

Zum Begriff „Heimatstube“ gibt es im Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg eine Erklärung.

Suchanfrage Ernst Radtke

Ernst Radtke wurde im Jahr 1921 in Seinskau (Zajonskowo), Kreis Löbau, Westpreußen geboren. Im Taufeintrag wird seine ledige Mutter als „Ansiedlertochter“ bezeichnet.

Sie blieb unverheiratet und ertrank 1930 in einem Teich auf dem gepachteten Hof ihres Vaters in Glasenapp, Kreis Neustettin. Dort lebte Ernst Radtke dann zunächst gemeinsam mit seiner Großmutter, die in demselben Jahr Witwe wurde.

Irgendwann danach brannte dieser Hof ab, wann genau das war, ist allerdings unklar. Lässt sich darüber mehr herausfinden?

Später arbeitete die Großmutter auf einem anderen Hof in oder bei Bublitz, möglicherweise in Christophshagen, Kreis Köslin.

Es ist nicht klar, ob das folgende Foto den früheren (dann abgebrannten) in Glasenapp oder den späteren Hof bei Bublitz zeigt. Wie kann ich darüber mehr erfahren?

Ernst Radtke hat in den Jahren 1937 – 1940 bei Maschinenfabrik Arthur Schütz in Bublitz eine Maschinenschlosserlehre absolviert und dann dort bis zur Einberufung zur Wehrmacht im Februar 1941 als Geselle gearbeitet. Existiert noch ein Foto der Maschinenfabrik?

Ernst Radtke wurde 1941 zur Wehrmacht eingezogen und konnte sich bei Kriegsende über Umwege in den Westen durchschlagen.

In seiner Heiratsurkunde aus dem Jahr 1947 steht, dass seine Mutter Berta Maria Luise Radtke am 5. Mai 1888 in „Altvalm, Westpreußen“ geboren wurde. Einen solchen Ort gibt es allerdings nicht. Hier könnte es zu einer Verwechslung gekommen sein. Richtig ist hier wohl eher der Ort Alt Valm, Kreis Neustettin, unweit des Ortes Glasenapp. Hier konnte ein möglicherweise passender Taufeintrag vom 15. Juni 1890 (Geburt 14. Mai 1890) gefunden werden.

Ich freue mich über jeden Hinweis.

Werner Radtke

 

 

Stammliste des Königlichen Kadettenhauses Culm-Cöslin

In der „Kujawsko-Pomorska Digitale Bibliothek“ wurde ein sehr interessantes Buch digitalisiert, in der ausführliche Daten von Personen mit Bezug zum Militär zu finden sind.

Stammliste des Königlichen Kadettenhauses Culm-Cöslin (1. Juni 1776-1. November 1907); zusammengestellt von Leutnant Neuschaefer; Hermann Walther Verlagsbuchhandlung; Berlin; 1907

Link zum Digitalisat

Stammliste des Königlichen Kadettenhauses Culm-Cöslin

Kadettenhäuser oder Kadettenschulen dienten in der Regel der Vorbereitung von Schülern auf eine militärische Karriere. Die Kadettenanstalt Culm wurde 1776 gegründet und 1890 nach Köslin verlegt.

Das frisch digitalisierte Werk enthält auf 460 Seiten rund 6400 Namen. (mehr …)