Einem Mitglied der Pommern Familienforschungsgruppe bei Facebook fielen seltsame Altersangaben in Dezimalbrüchen bei Sterbeurkunden im Standesamt Stojentin auf. Da stirbt z.B. das Kind Paul Kasiske am 30. 12.1885 mit 6,063 Jahren.
Sterbeeintrag Stojentin 1885/28Sterbeeinträge Standesamt Stojentin 1879 Nr. 48 und 49
Als Sonntagskind soll man Vineta erlösen können – zumindest der Sage nach. Alle hundert Jahre taucht die versunkene Stadt am Ostermorgen aus den Tiefen des Meeres auf, und wer dann zur rechten Zeit am rechten Ort ist, dem ist diese besondere Aufgabe bestimmt.
„Die silbernen Glocken der Stadt kann man noch jeden Abend, wenn kein Sturm auf der See ist, hören, wie sie tief unter den Wellen die Vesper läuten. Und am Ostermorgen – denn vom stillen Freitage bis zum Ostermorgen soll der Untergang von Vineta gedauert haben – kann man die ganze Stadt sehen, wie sie früher gewesen ist; sie steigt dann, als ein warnendes Schattenbild, zur Strafe für ihre Abgötterei und Üppigkeit, mit allen ihren Häusern, Kirchen, Toren, Brücken und Trümmern aus dem Wasser hervor, und man sieht sie deutlich über den Wellen.“
Vineta ist heute weit mehr als eine alte Legende: Als zentraler Teil der kulturellen Identität Vorpommerns zieht die Sage alljährlich Besucher aus nah und fern an. Die Vineta-Festspiele in Zinnowitz bringen den Stoff lebendig auf die Bühne, das Vineta-Glockenspiel in Koserow lässt die sagenumwobenen Klänge erklingen, und die Vinetastadt Barth bewahrt mit ihrem Vineta-Museum die Geschichte und die Mythen rund um die versunkene Stadt für kommende Generationen.
„Ich wünsche nun allen lieben Heimatfreunden ein frohes und gesundes Osterfest. Wenn nun am Ostermorgen auch das „Ostergeschirr“ auf dem Kaffeetische steht, damit meine ich die üblichen gelben Tassen und Teller mit den schwarzbunten Hähnchen, Hühnern und Küken drauf, die gerade so in die Frühlingszeit hineinpassen, dazu dann eine Schüssel weichgekochte und frische Hühnereier (keine Enten- oder sonstigen Eier), dann der duftende Kaffee, dann ist es die richtige Osterstimmung am Ostermorgen, so wie es zu Hause in Pommern war. “
Unser Verein schließt sich diesen Wünschen gerne an.
Die KI hat das nett illustriert:
In dem Zusammenhang stolperte ich über den Begriff „Schmackostern“ Schmackhaftes Osterfrühstück oder Ostermahl? (mehr …)
Die Seite Szukaj w Archiwach hat die neuen Digitalisate aus dem März 2026 zusammen gestellt. Diesmal ist für uns nur das Staatsarchiv Stettin/Szczecin dabei.
in: Monatsblätter der Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde, 51. Jahrgang, Nr. 12, Dezember 1937
In dem Fischerdorf Kamp haben sich neben den Hofmarken , durch die man die Geräte der Fischerei, der Land- und der Hauswirtschaft kennzeichnet, noch Merkzeichen erhalten, die zur Unterscheidung der Gänse und Enten dienen. Da nämlich jeder Fischerwirt in Kamp – wenigstens war das früher so – eine ansehnliche Schar von Gänsen und Enten besaß, war es notwendig, die Tiere unterscheiden zu können, zumal die Gänse gemeinsam gehütet wurden.
Markierungstechnik
Die Merkzeichen werden den Tieren, wenn sie noch Gössel und Entenküken sind, in die Schwimmhäute geschnitten. Für jeden Teil der Schwimmhaut gab es eine besondere Bezeichnung:
Wer in alten Kirchenbüchern, Grundbüchern oder Familienunterlagen aus den östlichen preußischen Provinzen stöbert, stößt früher oder später auf einen Begriff, der heute kaum noch bekannt ist: das Rentengut. Was hat es damit auf sich – und was ist der Unterschied zur Erbpacht? Diese Frage tauchte auf unserem Seminar in Soltau am Rande auf. Der Versuch eine Klärung.
Was ist ein Rentengut?
Ein Rentengut war, vereinfacht gesagt, ein Bauernhof oder Landgut, das der Besitzer wirklich als Eigentum hatte. Der entscheidende Unterschied zu einem gewöhnlichen Kauf: Statt eines einmaligen Kaufpreises musste der neue Eigentümer eine fest vereinbarte, regelmäßige Geldrente zahlen – Jahr für Jahr, über Jahrzehnte hinweg. Diese Rente war als dauerhafte dingliche Last im Grundbuch eingetragen und funktionierte damit ähnlich wie eine sehr langfristige Hypothek mit festen Raten.
Konkret bedeutete das:
Der Bauer war Volleigentümer des Bodens – er konnte das Gut grundsätzlich vererben und verkaufen.
Er verpflichtete sich beim Erwerb, jedes Jahr eine feste Geldsumme an eine Bank, den Staat oder einen früheren Eigentümer zu zahlen.
Diese Zahlung war nicht frei verhandelbar, sondern als Rechtslast im Grundbuch verankert.
Das Ziel dahinter: Landarbeitern und kleinen Bauern sollte Eigentum ermöglicht werden, ohne dass sie den vollen Kaufpreis auf einmal aufbringen mussten. Der fehlende Betrag wurde in eine laufende Jahresrente „umgewandelt“. (mehr …)
Königin Luise von Preußen, Ölgemälde von Josef Mathias Grassi aus dem Jahr 1802, heute im Schloss Charlottenburg
Herkunft und Jugend Geboren am 10. März 1776 als Luise Auguste Wilhelmine Amalie zu Mecklenburg-Strelitz in Hannover, wuchs sie nach dem frühen Tod ihrer Mutter relativ ungezwungen bei ihrer Großmutter in Darmstadt auf. Diese natürliche, herzliche Art sollte später ihr Markenzeichen werden.
Die „Preußische Idylle“ 1793 heiratete sie den Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen. Das Paar führte eine für damalige Verhältnisse ungewöhnlich glückliche und bürgerlich anmutende Ehe. Als sie 1797 Königin wurde, brachte sie frischen Wind in das steife Berliner Hofprotokoll und wurde durch ihre Schönheit und Mode (wie das berühmte Halsband) zum ersten „Popstar“ Preußens.
Die Schicksalsjahre und Napoleon Nach der verheerenden Niederlage Preußens gegen Napoleon (1806) wurde Luise zur politischen Schlüsselfigur. Auf der Flucht (die auch durch Pommern führte) zeigte sie enorme Charakterstärke. Legendär ist ihr Treffen mit Napoleon in Tilsit 1807, bei dem sie – wenn auch erfolglos – versuchte, mildere Friedensbedingungen für ihr Land zu erwirken. Napoleon selbst nannte sie später bewundernd „die einzige Frau unter den Männern Preußens“.
Früher Tod und Mythos Luise starb bereits im Alter von nur 34 Jahren am 19. Juli 1810 nach einer Lungenentzündung. Ihr früher Tod und ihr Einsatz für das Volk machten sie zur nationalen Kultfigur. Sie wurde zum Symbol des Widerstands gegen die französische Fremdherrschaft und zur idealisierten „Landesmutter“.
Bedeutung heute Heute wird Luise weniger als Nationalmythos, sondern eher als moderne, empathische Frau betrachtet, die in einer Zeit des Umbruchs zwischen absolutistischem Hofleben und den beginnenden Reformen ihren eigenen Weg suchte.
Im August 1910 erschien anlässlich des 100sten Todestages in den Heimatglocken für die Synode Wollin folgender Artikel über sie. Als Autor zeichnet ein K. ,vermutlich der Schriftleiter Pastor Kniess, Zebbin. [ Pastor Johannes KNIEß (* 1876, † 1936)]
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