Wichtige Prozessanpassung im Lastenausgleichsarchiv Bayreuth: Was Familienforscher jetzt wissen müssen

Ein Ortsforscher, der eine Chronik schreiben will, leitete uns seine Korrespondenz mit dem Lastenausgleichsarchiv weiter. Derzeit sieht es düster aus für Anfragen von Familienforschern.

Bundesarchiv Bayreuth, © El Grafo / CC-BY-SA-4.0, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Aufgrund eines sehr hohen Aufkommens an schriftlichen Anfragen kämpft das Lastenausgleichsarchiv (LAA) des Bundesarchivs am Standort Bayreuth mit erheblichen Bearbeitungsrückständen. Um diesen Rückstau gezielt abzubauen und dringende Anliegen ohne jahrelange Verzögerungen bearbeiten zu können, hat das Archiv seine Bearbeitungsprozesse mit Wirkung zum 16. Januar 2026 für die Dauer von bis zu zwei Jahren angepasst.

Priorisierung ab Januar 2026: Vorrang für Dringlichkeitsfälle (mehr …)

40 Jahre Stolper Heimatkreise e. V.

Von unserem Mitglied Klaus Kurzmann

Auf einer Sitzung der Heimatkreisausschüsse Stadt Stolp und Landkreis Stolp am 5. Oktober 1985 wurde die Gründung eines Treuhändervereins als Träger der Stolper Heimatstube in Bonn beschlossen.

Der Verein, damals noch unter dem Namen „Heimatkreise Stadt Stolp und Landkreis Stolp e. V.“, wurde am 20. September 1986 in Lübeck-Travemünde gegründet. Am 10.05.1997 wurde er umbenannt in seinen heutigen Namen.

Dieses Jubiläum wurde am Sonnabend, den 19.09., in der Heimatstube Bonn-Auerberg mit einer Feierstunde würdig begangen. Geladen waren hierzu Gäste aus der Stadt Bonn und aus befreundeten Vereinen.

Ehrengäste vor der Patenschaftsfahne
v.l.n.r.: Birgit Aldenhoff, Wiss. Referentin für Kunstgeschichte, Leiterin der Beratungsstelle für Heimatsammlungen in der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Dr. Ernst Gierlich, Vorstandsvorsitzender Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Nicole Bonnie, Stadtbezirksbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn,
Stephan Rauhut, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien, Bezirksvorsitzender im BdV Nordrhein-Westfalen, Thomas Konhäuser, Wiss. Leiter, Geschäftsführer Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Rainer Steingräber, Vorsitzender Stolper Heimatkreise e. V.

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Bier aus Pommern

Bildquelle: https://e-zbiory.muzeum.szczecin.pl/historia-szczecina/historia-szczecina/wyroby-rzemiosa-i-przemysu-szczeciskiego/mns-h-772-1677.html

 

Aus Grenzzeitung 19/1937 http://bibliotekacyfrowa.eu/dlibra/show-content/publication/75761/edition/69465/

Stolper Dickbier war „flüssiges Brot“
Den Ruf der Bierbrauerstadt genoß Neustettin / Rügenwalde erzeugte die „Mumme“ (mehr …)

Jugendengagement und Fischerteppiche – Ehrenpreise des Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern

Bei der diesjährigen Verleihung der Ehrenpreise des Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern wurden zwei Persönlichkeiten aus Vorpommern ausgezeichnet: Paul Witt aus Velgast erhielt den Ehrenpreis in der Kategorie „Jugend“, Ulrike Sulk aus Greifswald wurde für ihr Engagement im Bereich der traditionellen Textilien geehrt.

Mit der Auszeichnung würdigt der Heimatverband Menschen, die sich in besonderer Weise für die Bewahrung und Vermittlung regionaler Kultur einsetzen.

Ein engagierter Vertreter der jungen Generation

Paul Witt, 24 Jahre alt, steht für eine junge Generation, die Verantwortung übernimmt und regionale Kulturarbeit mit frischem Blick und echter Hingabe bereichert.

Paul Witt im Dialog

Er engagiert sich seit seinem Umzug nach Velgast vielfältig in der regionalen Heimat- und Geschichtsarbeit. Als Gründungs- und Vorstandsmitglied des Velgaster Heimatgeschichtsvereins wirkt er unter anderem am Aufbau eines zukünftigen Ortsarchivs mit. Darüber hinaus bringt er sich in kirchliche Arbeit und die Vermittlung von Geschichte an Kinder und Jugendliche ein.

Besonders hervorgehoben wird seine historische Arbeit: Witt fertigte eine Studienarbeit zur Tätigkeit der Kirchgemeinde Velgast vor 1990 an und unterstützt den Aufbau des zukünftigen Ortsarchivs.

Traditionelle Textilien lebendig halten

Ulrike Sulk aus Greifswald widmet sich insbesondere der Bewahrung und Weitergabe der pommerschen Fischerteppichtradition. Als Gründungsmitglied des Arbeitskreises „Traditionelle Textilien“ engagiert sie sich für den fachlichen Austausch und die Vermittlung des traditionellen Handwerks. Seit 2025 leitet sie zudem den Knüpftreff im St. Spiritus Greifswald.

Ulrike Sulk am Webstuhl

Zwei Auszeichnungen, zwei unterschiedliche Schwerpunkte – und doch ein gemeinsames Anliegen: die regionale Kultur Vorpommerns zu bewahren, sichtbar zu machen und an kommende Generationen weiterzugeben.

Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Der 76. Deutsche Genealogentag – Familienforschung im Herzen Deutschlands

Auch 2026 war der Genealogentag ein voller Erfolg! Die Reise führte uns diesmal nach Göttingen: Drei Tage voller spannender Informationen, anregender Gespräche, neuer Ideen und interessanter Kontakte. Unser Fazit fällt deshalb eindeutig aus: Die Teilnahme hat sich wieder sehr gelohnt!

Mit sechs engagierten Mitgliedern war der Stand des Pommerschen Greif gut besetzt und mit den Stolpern um die Ecke auch wieder in bester Gesellschaft. Dabei haben wir den diesjährigen Genealogentag durchaus anders erlebt als im vergangenen Jahr in Frankfurt. Während dort die Stände und der direkte Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern stärker im Mittelpunkt standen, waren es diesmal vor allem die Vorträge und die vielen persönlichen Begegnungen, die uns beschäftigt und neue Impulse gegeben haben. Die Frequenz an den Ständen war insgesamt etwas geringer als in Frankfurt – dafür ergaben sich viele interessante Gespräche und Kontakte an anderer Stelle. (mehr …)

Grenzenlose Genealogie: Wie G-gruppen die Familienforschung über die Ostsee hinweg verbindet

 
Haben Sie Vorfahren, die im Laufe der Jahrhunderte die Ostsee überquert haben? Vielleicht schwedische Wurzeln im Baltikum, Vorfahren im ehemaligen Schwedisch-Pommern oder Händler der Hansezeit? Die Suche nach den eigenen Wurzeln im Ostseeraum kann zu einem echten Abenteuer werden. Doch Sie müssen diesen Weg nicht alleine gehen.

Wir sind die G-gruppen – ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Brücken der Vergangenheit zwischen den Ostsee-Anrainerstaaten neu zu beleben.

Das Meer als Brücke, nicht als Grenze

Schon seit dem frühen Mittelalter war die Ostsee ein lebendiger Highway. Plattdeutsch war die gemeinsame Sprache der Händler, und Handwerker wie Bauern zogen dorthin, wo es Arbeit gab. Kurz vor der Jahrtausendwende stellte eine Gruppe schwedischer Familienforscher fest: Es fehlt ein Verein, der genau diese Migrationswege erforscht! So wurden die G-gruppen geboren.

Heute sind wir 164 Mitglieder, die überwiegend rund um die Ostsee leben. Da wir räumlich getrennt sind, arbeiten wir fast vollständig digital über unsere zweisprachige Website (Deutsch und Schwedisch) sowie eine aktive, mehrsprachige E-Mail-Gruppe bei groups.io.

Wer steckt eigentlich hinter G-gruppen?

Ein Verein lebt durch seine Menschen. Hier sind einige kurze Einblicke in die Geschichten unserer Vorstandsmitglieder: (mehr …)

Friedhof am Goor (auch bekannt als Kriegsgräberstätte / Flüchtlingsfriedhof Lauterbach)

Am Rande des Naturschutzgebiets Goor bei Lauterbach / Ortsteil der Stadt Putbus auf Rügen findet sich ein langgestreckter Begräbnisplatz mit fast 100 Kreuzen.

Gedenkstein auf dem Friedhof, Foto Madlen Winkler

 

 

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76. Deutscher Genealogentag – wir sind wieder dabei!

wird Göttingen zum Treffpunkt für Familien- und Ortsforscher: Der 76. Deutsche Genealogentag findet dort im Zentralen Hörsaalgebäude der Georg-August-Universität statt. Ausrichterin ist diesmal die Genealogisch-Heraldische Gesellschaft Göttingen e. V.

Drei Tage lang dreht sich alles um Familien- und Ortsgeschichte. 26 Vorträge und sieben Workshops versprechen ein abwechslungsreiches Programm – vom genealogischen Rüstzeug über Regionalgeschichte und -forschung bis hin zu lange gehüteten Familiengeheimnissen. Und wer den „Papst der Namensforschung“, Prof. Udolph, einmal live erleben möchte, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Ein besonderer Anlaufpunkt ist die Ausstellung mit 50 Ausstellern aus dem In- und Ausland. Hier präsentieren sich genealogische Vereine, Archive, Institute und weitere Anbieter. Für Forscherinnen und Forscher bietet sich damit eine gute Gelegenheit, neue Angebote kennenzulernen, Fragen zu stellen und vor allem persönliche Kontakte zu knüpfen.

Und natürlich sind auch wir dabei!

Der Pommersche Greif wird wie bei den vergangenen Deutschen Genealogentagen mit einem engagierten Team vertreten sein. Kommen Sie uns doch besuchen – wir freuen uns auf Sie! Denn bei aller Digitalisierung gilt nach wie vor: Genealogie lebt vom Austausch. Ein persönliches Gespräch, ein unerwarteter Hinweis oder die Begegnung mit jemandem, der an derselben Familie oder demselben Ort forscht, kann manchmal mehr bewirken als viele Stunden am heimischen Computer.

Die Ausstellung kann kostenlos besucht werden, die Teilnahme an den Vorträgen und Workshops kostet 15 € für alle drei Tage.

Wer von weiter her anreist, sollte sich allerdings möglichst bald um eine Unterkunft kümmern: Die Hotels in Göttingen sind an diesem Wochenende bereits gut gebucht. Eine Alternative sind Hann. Münden oder Einbeck – beide Orte sind schnell zu erreichen, werden als Übernachtungsziel aber vielleicht etwas zu leicht übersehen. Dabei sind sie allemal eine Reise wert!

Wir freuen uns auf Göttingen – und auf viele bekannte und neue Gesichter am Genealogentag!

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung gibt es auf der Website des Deutschen Genealogentages.