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Ahnentafeln des NS-Lehrerbundes – eine Quelle für die Lehrerforschung

Eine neuentdeckte Quelle

Ahnentafeln in den Personalunterlagen des NS-Lehrerbundes stellen eine bisher kaum bekannte Quelle für die Lehrerforschung dar. Ein großer Bestand befindet sich im Bundesarchiv in Berlin und ist dort unter der Signatur BArch NS 12 (Schriftgut, Staatliche Unterlagen Hauptamt für Erzieher/Reichswaltung des Nationalsozialistischen Lehrerbundes) archiviert. 

André Marten hat beim Bundesarchiv nachgefragt. Der Bestand umfasst 15.823 Aufbewahrungseinheiten. Der Zugang zu den Archivalien ist allerdings schwierig, da die Bestände oft nutzungsbeschränkt sind. Eine systematische Erfassung der Unterlagen für Pommern ist daher wohl nicht möglich. Einzelne Namen können jedoch nach Auskunft des Bundesarchivs recherchiert werden. Die Bearbeitungszeit beträgt etwa vier Monate.

Ahnentafeln als Teil von Lehrerpersonalakten können sich auch in anderen Staats- oder Landesarchiven finden. Bundesweit lassen sich über Portale wie die Deutsche Digitale Bibliothek entsprechende Archivstücke recherchieren.

Der Nationalsozialistische Lehrerbund

Der Nationalsozialistische Lehrerbund (NSLB) wurde 1929 gegründet und entwickelte sich nach der Machtübernahme 1933 zur zentralen Lehrerorganisation des NS-Regimes, deren Ziel es war, das Schulwesen und die Erziehung ideologisch an der nationalsozialistischen Weltanschauung auszurichten. Mitglied waren Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen, die nach der Gleichschaltung der bisherigen Lehrerverbände zunehmend unter politischen und beruflichen Druck gerieten, dem NSLB beizutreten. Eine gesetzliche Beitrittspflicht gab es zwar nicht, faktisch gehörten 1937 jedoch rund 97 Prozent der deutschen Lehrkräfte dem NSLB an.

Die Ahnentafeln

Die NSLB-Ahnentafel war ein standardisiertes, behördliches Formular zur lückenlosen Erfassung der Vorfahren von Lehrkräften im Nationalsozialismus. Neben biografischen Kerndaten wie Namen, Geburts- und Sterbedaten wurde darin zwingend die Konfession erfasst, um die geforderte „arische“ Abstammung rassistisch zu überprüfen. Jede einzelne Angabe musste von Standes- oder Pfarrämtern amtlich beglaubigt werden, wodurch das Dokument als rechtsverbindlicher Nachweis für den Verbleib im Schuldienst diente.

Urheber*in: Berekoven, Hanns; Nationalsozialistischer Lehrerbund (Herstellung) / Rechtewahrnehmung: Deutsches Historisches Museum
Urheber*in: Theiss, Martha; NSLB, Sachbearbeiter für Sippenforschung (Herstellung) / Rechtewahrnehmung: Deutsches Historisches Museum

Bedenken gegen einen DNA-Test? Lassen Sie sich überzeugen!

Ein Beitrag von unserem Mitglied Jürgen Löffelbein

Bedenken gegen einen DNA-Test sind bei uns in Deutschland weit verbreitet. Wir haben DNA-Matches darum überwiegend auch nur in den USA und Kanada, nur wenige in Deutschland.

Ich habe Verständnis für die Bedenken, sehe für mich keine Probleme und nutze die Möglichkeiten/Vorteile der DNA-Genealogie für die Familienforschung.

Wer intensiv Familienforschung betreiben möchte, tote Punkte im Stammbaum hat, wenn Kirchenbücher und/oder StA-Unterlagen fehlen oder wenn nicht bekannt ist, in welchen Orten noch gesucht werden könnte, kann durch DNA-Matches ggf. wichtige Informationen bekommen.

In einem Blogbeitrag habe ich z. B. beschrieben, wie ich mit Matches in den USA und Kanada einen toten Punkt im Stammbaum überwunden habe.  (mehr …)

Die Pommernfibel

Schulfibeln begleiten Kinder in Deutschland seit über 500 Jahren beim Lesen- und Schreibenlernen. Lange Zeit waren diese Lesebücher konfessionell geprägt – evangelische und katholische Fibeln vermittelten neben dem Alphabet biblische Geschichten und religiöse Unterweisung. Im Zuge der reformpädagogischen Bewegungen Ende des 19. Jahrhunderts entstand ab 1914 eine neue Generation von Fibeln, die bewusst von den konfessionsgebundenen Lesebüchern abrückten. Stattdessen passten diese Regionalfibeln Texte und Bilder an die Lebenswirklichkeit der Kinder in bestimmten Landschaften an. Vorreiter war die 1914 erstmals erschienene „Hansa-Fibel“ des Hamburger Lehrers Otto Zimmermann, die zum Vorbild für zahlreiche weitere Regionalausgaben wurde.

Auf dieser Grundlage erarbeitete der Jugendschriften-Ausschuss des Stolper Lehrervereins die erstmals 1922 erscheinende „Greifen-Fibel – Erstes Lesebuch für die Kinder Ost-Pommerns“. Die Fibel passte Texte und Bilder exakt an die regionale Kultur und Landschaft Ostpommerns an. Mit den Fibelkindern „Lene und Heini“ konnten die Kinder in Geschichten über die pommersche Landschaft, die Ostsee, die Dörfer, die lokale Natur und das damalige Arbeitsleben das Lesen üben.

Pommersche Blätter für die Schule und ihre Freunde, 49. Jahrgang, 1925, S. 187

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Wichtige Prozessanpassung im Lastenausgleichsarchiv Bayreuth: Was Familienforscher jetzt wissen müssen

Ein Ortsforscher, der eine Chronik schreiben will, leitete uns seine Korrespondenz mit dem Lastenausgleichsarchiv weiter. Derzeit sieht es düster aus für Anfragen von Familienforschern.

Bundesarchiv Bayreuth, © El Grafo / CC-BY-SA-4.0, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Aufgrund eines sehr hohen Aufkommens an schriftlichen Anfragen kämpft das Lastenausgleichsarchiv (LAA) des Bundesarchivs am Standort Bayreuth mit erheblichen Bearbeitungsrückständen. Um diesen Rückstau gezielt abzubauen und dringende Anliegen ohne jahrelange Verzögerungen bearbeiten zu können, hat das Archiv seine Bearbeitungsprozesse mit Wirkung zum 16. Januar 2026 für die Dauer von bis zu zwei Jahren angepasst.

Priorisierung ab Januar 2026: Vorrang für Dringlichkeitsfälle (mehr …)

40 Jahre Stolper Heimatkreise e. V.

Von unserem Mitglied Klaus Kurzmann

Auf einer Sitzung der Heimatkreisausschüsse Stadt Stolp und Landkreis Stolp am 5. Oktober 1985 wurde die Gründung eines Treuhändervereins als Träger der Stolper Heimatstube in Bonn beschlossen.

Der Verein, damals noch unter dem Namen „Heimatkreise Stadt Stolp und Landkreis Stolp e. V.“, wurde am 20. September 1986 in Lübeck-Travemünde gegründet. Am 10.05.1997 wurde er umbenannt in seinen heutigen Namen.

Dieses Jubiläum wurde am Sonnabend, den 19.09., in der Heimatstube Bonn-Auerberg mit einer Feierstunde würdig begangen. Geladen waren hierzu Gäste aus der Stadt Bonn und aus befreundeten Vereinen.

Ehrengäste vor der Patenschaftsfahne
v.l.n.r.: Birgit Aldenhoff, Wiss. Referentin für Kunstgeschichte, Leiterin der Beratungsstelle für Heimatsammlungen in der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Dr. Ernst Gierlich, Vorstandsvorsitzender Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Nicole Bonnie, Stadtbezirksbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn,
Stephan Rauhut, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien, Bezirksvorsitzender im BdV Nordrhein-Westfalen, Thomas Konhäuser, Wiss. Leiter, Geschäftsführer Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen, Rainer Steingräber, Vorsitzender Stolper Heimatkreise e. V.

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Bier aus Pommern

Bildquelle: https://e-zbiory.muzeum.szczecin.pl/historia-szczecina/historia-szczecina/wyroby-rzemiosa-i-przemysu-szczeciskiego/mns-h-772-1677.html

 

Aus Grenzzeitung 19/1937 http://bibliotekacyfrowa.eu/dlibra/show-content/publication/75761/edition/69465/

Stolper Dickbier war „flüssiges Brot“
Den Ruf der Bierbrauerstadt genoß Neustettin / Rügenwalde erzeugte die „Mumme“ (mehr …)

Jugendengagement und Fischerteppiche – Ehrenpreise des Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern

Bei der diesjährigen Verleihung der Ehrenpreise des Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern wurden zwei Persönlichkeiten aus Vorpommern ausgezeichnet: Paul Witt aus Velgast erhielt den Ehrenpreis in der Kategorie „Jugend“, Ulrike Sulk aus Greifswald wurde für ihr Engagement im Bereich der traditionellen Textilien geehrt.

Mit der Auszeichnung würdigt der Heimatverband Menschen, die sich in besonderer Weise für die Bewahrung und Vermittlung regionaler Kultur einsetzen.

Ein engagierter Vertreter der jungen Generation

Paul Witt, 24 Jahre alt, steht für eine junge Generation, die Verantwortung übernimmt und regionale Kulturarbeit mit frischem Blick und echter Hingabe bereichert.

Paul Witt im Dialog

Er engagiert sich seit seinem Umzug nach Velgast vielfältig in der regionalen Heimat- und Geschichtsarbeit. Als Gründungs- und Vorstandsmitglied des Velgaster Heimatgeschichtsvereins wirkt er unter anderem am Aufbau eines zukünftigen Ortsarchivs mit. Darüber hinaus bringt er sich in kirchliche Arbeit und die Vermittlung von Geschichte an Kinder und Jugendliche ein.

Besonders hervorgehoben wird seine historische Arbeit: Witt fertigte eine Studienarbeit zur Tätigkeit der Kirchgemeinde Velgast vor 1990 an und unterstützt den Aufbau des zukünftigen Ortsarchivs.

Traditionelle Textilien lebendig halten

Ulrike Sulk aus Greifswald widmet sich insbesondere der Bewahrung und Weitergabe der pommerschen Fischerteppichtradition. Als Gründungsmitglied des Arbeitskreises „Traditionelle Textilien“ engagiert sie sich für den fachlichen Austausch und die Vermittlung des traditionellen Handwerks. Seit 2025 leitet sie zudem den Knüpftreff im St. Spiritus Greifswald.

Ulrike Sulk am Webstuhl

Zwei Auszeichnungen, zwei unterschiedliche Schwerpunkte – und doch ein gemeinsames Anliegen: die regionale Kultur Vorpommerns zu bewahren, sichtbar zu machen und an kommende Generationen weiterzugeben.

Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Der 76. Deutsche Genealogentag – Familienforschung im Herzen Deutschlands

Auch 2026 war der Genealogentag ein voller Erfolg! Die Reise führte uns diesmal nach Göttingen: Drei Tage voller spannender Informationen, anregender Gespräche, neuer Ideen und interessanter Kontakte. Unser Fazit fällt deshalb eindeutig aus: Die Teilnahme hat sich wieder sehr gelohnt!

Mit sechs engagierten Mitgliedern war der Stand des Pommerschen Greif gut besetzt und mit den Stolpern um die Ecke auch wieder in bester Gesellschaft. Dabei haben wir den diesjährigen Genealogentag durchaus anders erlebt als im vergangenen Jahr in Frankfurt. Während dort die Stände und der direkte Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern stärker im Mittelpunkt standen, waren es diesmal vor allem die Vorträge und die vielen persönlichen Begegnungen, die uns beschäftigt und neue Impulse gegeben haben. Die Frequenz an den Ständen war insgesamt etwas geringer als in Frankfurt – dafür ergaben sich viele interessante Gespräche und Kontakte an anderer Stelle. (mehr …)