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Stettin ist immer eine Reise wert

Vor Kurzem wurde in unserer Mailingliste nach Tipps für einen Stadtrundgang in Stettin gefragt – möglichst in deutscher Sprache. Da die Urlaubszeit bevorsteht, möchten wir die zahlreichen interessanten Hinweise auch hier kurz vorstellen.

In den Sommermonaten bietet die Touristeninformation offizielle zweisprachige „grenzüberschreitende Stadtspaziergänge“ an. Die Führungen werden gemeinsam von deutschen und polnischen Guides durchgeführt und stehen jeweils unter einem besonderen Thema.


Besonders empfohlen wurde die Tourist-Information im Schloss Stettin. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen freundlich auch auf Deutsch weiter und halten zudem deutschsprachige Informationsmaterialien bereit. (mehr …)

„Als nicht mehr am Leben sind mir gemeldet worden…“ – eine weitere Totenliste aus Köslin

Schon vor ein paar Jahren fand Isabel von Egidy in den Unterlagen ihrer Familie eine Totenliste aus Köslin. Der Beitrag von Margret Ott Eine Liste der Toten – Köslin 1945–1947 inspirierte sie, die Liste aufzuarbeiten. Ihre Ergebnisse und einen Auszug aus einem ergreifenden Brief ihrer Urgroßmutter hat sie uns zur Verfügung gestellt. Wir danken ihr sehr für diese wertvollen Informationen. (mehr …)

Kloster des Monats Juni: Klosterruine Eldena

Der Heimatverband MV und Die Gemeinschaft der Klosterstätten in Mecklenburg – Vorpommern e.V.  präsentieren jeden Monat ein „Kloster des Monats“ für MV. Das Kloster des Monats Juni ist die Klosterruine Greifswald Eldena.

Der Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) hat gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden die Klosterlandschaften mit all seinen Facetten zum Thema des Kulturdenkmals/erbes des Jahres 2026 gewählt
Die Gemeinschaft der Klosterstätten in Mecklenburg – Vorpommern e.V. unterstützt die Kampagne 2026 als Kooperationspartner.

Klosterlandschaften sind besondere Kulturlandschaften, die durch das Wirken von Klöstern und deren Bewohnern auf Grund ihrer autarken Wirtschaft geprägt wurden. Diese Landschaften umfassen sowohl die Klostergebäude selbst als auch die umliegenden Territorien, die von den Klostergemeinschaften über Jahrhunderte hinweg genutzt und gestaltet wurden

Die Klosterrruine Eldena: Symbol der Romantik und lebendiges Kulturerbe

Überreste des Westwerks der Klosterkirche Eldena_(c)Pressestelle UHGW.JPG

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Der Hebammen-Unterstützungsfonds – eine unverhoffte Quelle für die Familienforschung

Im frühen 19. Jahrhundert waren Hebammen in Preußen zwar staatlich geprüft und beaufsichtigt, sozial jedoch kaum abgesichert. Um verarmte, kranke oder arbeitsunfähige Hebammen zu unterstützen, richtete der preußische Staat sogenannte Hebammen-Unterstützungsfonds ein. Finanziert wurden diese allerdings nicht aus staatlichen Mitteln, sondern durch verpflichtende Beiträge der Bevölkerung.

Diese Abgaben wurden nicht nur bei Geburten erhoben, sondern bereits bei Trauungen – gewissermaßen als Vorschuss auf die zukünftige Inanspruchnahme der Hebammenhilfe. Im Jahr 1860 betrugen die Beiträge vier Silbergroschen pro Hochzeit und zwei Silbergroschen pro Geburt. Im bargeldarmen pommerschen Deputatslohnsystem war das eine durchaus spürbare Belastung.

Die zahlungspflichtigen Männer wurden teilweise in den damaligen Amts- und Kreisblättern öffentlich bekannt gemacht und zur Einzahlung an den Ortsvorsteher aufgefordert. Für die Familienforschung stellen diese Namensnennungen heute eine interessante Quelle dar. (mehr …)

Jewish Places – Menschen und Forschung sichtbar machen

Die familien- und ortsgeschichtliche Forschung lebt – in Pommern ebenso wie anderswo – davon, dass Wissen bewahrt, ergänzt und weitergegeben wird. Viele von uns haben über Jahre hinweg Informationen zu Orten, Familien und historischen Zusammenhängen zusammengetragen. Ein Themenfeld, das bislang jedoch noch vergleichsweise wenig im Fokus steht, ist die jüdische Geschichte Pommerns.

Seit einigen Jahren bietet sich eine besondere Möglichkeit, vorhandene Erkenntnisse sichtbar zu machen und mit anderen Forschenden zu teilen: über die Online-Plattform Jewish Places. (mehr …)

Wie kommunizieren wir im Verein?

Ein Überblick über die Kommunikationswege beim Pommerschen Greif

Genealogische Forschung lebt vom Austausch – das wissen wir alle. Doch kennen wir auch alle Kommunikationswege, die beim Pommerschen Greif zur Verfügung stehen? Hier ein Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu bleiben, Informationen auszutauschen und Forschungsergebnisse zu teilen.

Einige Angebote des Pommerschen Greif stehen allen Interessierten offen, andere sind ausschließlich Mitgliedern vorbehalten. Die jeweiligen Hinweise finden Sie in den Überschriften der einzelnen Abschnitte. (mehr …)

Eine Liste der Toten – Köslin 1945–1947

Wer nach Angehörigen sucht, die das Kriegsende in Köslin/Pommern nicht überlebt haben, findet hier vielleicht eine Antwort – oder zumindest eine Spur.

Totenliste der Evangelischen Gemeinde Köslin 1945-47 (pdf, 1,8 MB)

Viele Familien wissen bis heute nicht, was mit ihren Verwandten in den Wirren von 1945 geschehen ist. Manche wurden zuletzt in Köslin/Koszalin gesehen. Dann verlor sich ihre Spur.

Als die Front im März 1945 über die Stadt rollte, blieben Tausende Zivilisten zurück: zu alt, zu krank, zu langsam für die Flucht, oder schlicht ohne Möglichkeit zu entkommen. Was folgte, waren zwei Jahre unter russischer, dann polnischer Besatzung – geprägt von Hunger, Typhus und Gewalt. Viele überlebten diese Zeit nicht.
Die Pastoren der evangelischen Gemeinde – Schultz, Mahlendorff, Symanowski und Rudnick – hielten in dieser Zeit Beerdigungen ab und führten Register. Neben jedem Namen notierten sie, was sie wussten: Geburts- und Sterbedatum, letzte Adresse, Beruf, manchmal die Namen von Hinterbliebenen. 1947 ließ Pastor Rudnick diese Register im westdeutschen Exil drucken – ausdrücklich als Hilfe für Vertriebene und Suchende.
Die vorliegende Liste umfasst über 1.000 Namen, von den ersten Massenbestattungen im März 1945 bis zu Einträgen aus dem Sommer 1947. Sie enthält Männer und Frauen aller Altersgruppen, Einheimische aus Köslin ebenso wie Flüchtlinge aus Ostpreußen, Danzig oder Schlesien, die auf dem Weg nach Westen in der Stadt gestrandet und gestorben sind. Auch einige Kriegsgefangene sind verzeichnet. (mehr …)