Brandenburgisches Landeshauptarchiv digitalisiert Kirchenbuchduplikate

Brandenburgisches Landeshauptarchiv digitalisiert Kirchenbuchduplikate

Interessantes aus der Nachbarschaft: Das Brandenburgische Landeshauptarchiv hat seine Kirchenbuchduplikate (1794–1874) digitalisiert und online gestellt. Z.B. Altlutheraner aus Brüssow mit Einzugsgebiet in Pommern.

https://blha.brandenburg.de/index.php/2022/08/01/kirchenbuchduplikate-online-verfuegbar/

Ansicht von Stettin – Lithografie von August Ludwig Most

Ansicht von Stettin – Lithografie von August Ludwig Most

Die Staatlichen Museen Berlin zeigen diese vielseitige Lithographie von Stettin von August Ludwig Most (1822-1883) Bekannt ist er auch als Maler des Bürgertums im Biedermeier und zahlreicher Stadtansichten. (https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Most)

https://recherche.smb.museum/detail/1605296/ansicht-von-stettin

Demmin – Arbeitsgruppe stellt Weichen für den Umgang mit dem Museums-Fundus 

Demmin – Arbeitsgruppe stellt Weichen für den Umgang mit dem Museums-Fundus 

Der Nordkurier berichtet ausführlich über den aktuellen Stand der Arbeitsgruppe Museum.

Bis zu einem richtigen Museum wird es noch dauern, wichtig ist zunächst die Bestandszusammenführung und detaillierte Sichtung der vielen Objekte. Ziel ist es, dass der Fundus wieder zugänglich wird. Alle Informationen im Artikel unter:

Cordula-Schrein von Cammin

Cordula-Schrein von Cammin

Der um 1000 n.Chr. entstandene Schrein von Cammin oder Cordulaschrein ist seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen. Er gilt als Geschenk des dänischen Bischofs Asker an den Pommernapostel Otto von Bamberg .

Adolph Menzel https://de.wikipedia.org/wiki/Adolph_von_Menzel hat die Zeichnung angefertigt, jetzt im Kupferstichkabinett Berlin

https://de.wikipedia.org/wiki/Schrein_von_Cammin

https://recherche.smb.museum/detail/2424600

„Auf in Richtung Sonnenuntergang“

1Wir lebten in Kuckelvitz, einem kleinen Dorf bei Trent auf der Insel Rügen. Wir, das waren meine beiden älteren Schwestern und meine Eltern und ich. Unsere Kate war schon sehr alt. Sie bestand aus einem langestrecken Schlafzimmer mit drei Betten, einem Zimmer, in dem wir wohnten und aßen und einer Küche, es gab einen großen porzellanbraunen Ofen, der vom Boden bis fast zur Decke reichte. In diesem Zimmer stand auch mein Bett. Nebenan, nur durch einen langen Flur getrennt, wohnte eine andere Familie. Insgesamt waren wir vier Familien im Haus. Ich kannte jeden Winkel in diesem kleinen Ort, manchmal durfte ich durch den Wald mit nach Trent zum Einkaufen gehen.

Als ich vier Jahre alt war, zog mein Großvater bei uns ein und auch eine Cousine, die nicht bei ihrem Stiefvater leben wollte. Damit wurde es ganz schön eng bei uns zuhause.

Ein Jahr später beschlossen meine Eltern, nach Amerika auszuwandern2., sie nannten es „das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Jedenfalls war es wohl sehr weit weg, viel weiter weg als Trent. Sie hatten gehört, dass man hier leicht ein Vermögen machen konnte. Mein Großvater war ganz begeistert, er wollte unbedingt mitkommen und dieses Land kennenlernen. Meine Onkel versuchten ihn umzustimmen: „Du bist 65 Jahre alt und nicht bei bester Gesundheit. Bleibe hier, dieses ferne Land wird niemals dein Zuhause sein.“ Aber alles zureden half nichts, Großvater war nicht davon abzubringen. (mehr …)

Von Pommern nach Elsaß-Lothringen: Ein Vorgänger des „Eisernen Gustav“ aus Tribsow

Ein Beitrag von Jürgen Diem

 

Unvergessen ist Gustav Knuth in der Rolle des Eisernen Gustav, in der er mit seiner Pferdekutsche von Berlin nach Paris fährt. Schon Jahre früher vollbrachte mein Urgroßvater Helmuth Haack aus Tribsow bei Cammin ein ähnliches Bravourstück, zusammen mit zwei Männern aus Brendemühl.

Und das kam so zustande. Es hatte nämlich der Sohn des Tribsower Gutsbesitzers um 1895 ein Anwesen in Elsaß-Lothringen übernommen. Ob durch Kauf oder Einheirat ist nicht mehr bekannt. Mein Urgroßvater sollte dort Gutsverwalter werden.

Um zu zeigen, was für Kerle sie sind, fuhren Helmuth und die beiden Männer mit Pferd und Wagen von Pommern über den Rhein. Sie schlossen eine Wette ab, in wie viel Tagen sie die Strecke bewältigten würden. Und die haben sie gewonnen. Die Etappen waren sorgfältig ausgewählt. Durch die Kontakte des Gutsbesitzers aus seiner Militärzeit und zu anderen Gütern war es möglich, Nachtquartiere zu finden und die Pferde zu versorgen. Am Ziel waren die Pferde in einem ordentlichen Zustand. „Die Pferde waren nicht abgeklappert,“ wie meine Großmutter berichtete. (mehr …)