„Ich wünsche nun allen lieben Heimatfreunden ein frohes und gesundes Osterfest. Wenn nun am Ostermorgen auch das „Ostergeschirr“ auf dem Kaffeetische steht, damit meine ich die üblichen gelben Tassen und Teller mit den schwarzbunten Hähnchen, Hühnern und Küken drauf, die gerade so in die Frühlingszeit hineinpassen, dazu dann eine Schüssel weichgekochte und frische Hühnereier (keine Enten- oder sonstigen Eier), dann der duftende Kaffee, dann ist es die richtige Osterstimmung am Ostermorgen, so wie es zu Hause in Pommern war. “
Unser Verein schließt sich diesen Wünschen gerne an.
Die KI hat das nett illustriert:
In dem Zusammenhang stolperte ich über den Begriff „Schmackostern“ Schmackhaftes Osterfrühstück oder Ostermahl? (mehr …)
Die Seite Szukaj w Archiwach hat die neuen Digitalisate aus dem März 2026 zusammen gestellt. Diesmal ist für uns nur das Staatsarchiv Stettin/Szczecin dabei.
in: Monatsblätter der Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde, 51. Jahrgang, Nr. 12, Dezember 1937
In dem Fischerdorf Kamp haben sich neben den Hofmarken , durch die man die Geräte der Fischerei, der Land- und der Hauswirtschaft kennzeichnet, noch Merkzeichen erhalten, die zur Unterscheidung der Gänse und Enten dienen. Da nämlich jeder Fischerwirt in Kamp – wenigstens war das früher so – eine ansehnliche Schar von Gänsen und Enten besaß, war es notwendig, die Tiere unterscheiden zu können, zumal die Gänse gemeinsam gehütet wurden.
Markierungstechnik
Die Merkzeichen werden den Tieren, wenn sie noch Gössel und Entenküken sind, in die Schwimmhäute geschnitten. Für jeden Teil der Schwimmhaut gab es eine besondere Bezeichnung:
Wer in alten Kirchenbüchern, Grundbüchern oder Familienunterlagen aus den östlichen preußischen Provinzen stöbert, stößt früher oder später auf einen Begriff, der heute kaum noch bekannt ist: das Rentengut. Was hat es damit auf sich – und was ist der Unterschied zur Erbpacht? Diese Frage tauchte auf unserem Seminar in Soltau am Rande auf. Der Versuch eine Klärung.
Was ist ein Rentengut?
Ein Rentengut war, vereinfacht gesagt, ein Bauernhof oder Landgut, das der Besitzer wirklich als Eigentum hatte. Der entscheidende Unterschied zu einem gewöhnlichen Kauf: Statt eines einmaligen Kaufpreises musste der neue Eigentümer eine fest vereinbarte, regelmäßige Geldrente zahlen – Jahr für Jahr, über Jahrzehnte hinweg. Diese Rente war als dauerhafte dingliche Last im Grundbuch eingetragen und funktionierte damit ähnlich wie eine sehr langfristige Hypothek mit festen Raten.
Konkret bedeutete das:
Der Bauer war Volleigentümer des Bodens – er konnte das Gut grundsätzlich vererben und verkaufen.
Er verpflichtete sich beim Erwerb, jedes Jahr eine feste Geldsumme an eine Bank, den Staat oder einen früheren Eigentümer zu zahlen.
Diese Zahlung war nicht frei verhandelbar, sondern als Rechtslast im Grundbuch verankert.
Das Ziel dahinter: Landarbeitern und kleinen Bauern sollte Eigentum ermöglicht werden, ohne dass sie den vollen Kaufpreis auf einmal aufbringen mussten. Der fehlende Betrag wurde in eine laufende Jahresrente „umgewandelt“. (mehr …)
Königin Luise von Preußen, Ölgemälde von Josef Mathias Grassi aus dem Jahr 1802, heute im Schloss Charlottenburg
Herkunft und Jugend Geboren am 10. März 1776 als Luise Auguste Wilhelmine Amalie zu Mecklenburg-Strelitz in Hannover, wuchs sie nach dem frühen Tod ihrer Mutter relativ ungezwungen bei ihrer Großmutter in Darmstadt auf. Diese natürliche, herzliche Art sollte später ihr Markenzeichen werden.
Die „Preußische Idylle“ 1793 heiratete sie den Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen. Das Paar führte eine für damalige Verhältnisse ungewöhnlich glückliche und bürgerlich anmutende Ehe. Als sie 1797 Königin wurde, brachte sie frischen Wind in das steife Berliner Hofprotokoll und wurde durch ihre Schönheit und Mode (wie das berühmte Halsband) zum ersten „Popstar“ Preußens.
Die Schicksalsjahre und Napoleon Nach der verheerenden Niederlage Preußens gegen Napoleon (1806) wurde Luise zur politischen Schlüsselfigur. Auf der Flucht (die auch durch Pommern führte) zeigte sie enorme Charakterstärke. Legendär ist ihr Treffen mit Napoleon in Tilsit 1807, bei dem sie – wenn auch erfolglos – versuchte, mildere Friedensbedingungen für ihr Land zu erwirken. Napoleon selbst nannte sie später bewundernd „die einzige Frau unter den Männern Preußens“.
Früher Tod und Mythos Luise starb bereits im Alter von nur 34 Jahren am 19. Juli 1810 nach einer Lungenentzündung. Ihr früher Tod und ihr Einsatz für das Volk machten sie zur nationalen Kultfigur. Sie wurde zum Symbol des Widerstands gegen die französische Fremdherrschaft und zur idealisierten „Landesmutter“.
Bedeutung heute Heute wird Luise weniger als Nationalmythos, sondern eher als moderne, empathische Frau betrachtet, die in einer Zeit des Umbruchs zwischen absolutistischem Hofleben und den beginnenden Reformen ihren eigenen Weg suchte.
Im August 1910 erschien anlässlich des 100sten Todestages in den Heimatglocken für die Synode Wollin folgender Artikel über sie. Als Autor zeichnet ein K. ,vermutlich der Schriftleiter Pastor Kniess, Zebbin. [ Pastor Johannes KNIEß (* 1876, † 1936)]
Der folgende Text ist eine Zusammenfassung des Artikels „Hochzeitsbräuche in der Pfarrei Fritzow um 1750“ von Pastor Strecker, Fritzow. Der Originalartikel, Abschrift als Download erschien im kirchlichen Monatsblatt der Synode Cammin 4-7/1910. Alle Illustrationen stammen von ChatGPT nach den Angaben im Text.
Einleitung und historischer Kontext
Diese Beschreibung der Hochzeitsbräuche in der pommerschen Pfarrei Fritzow um 1750 stammt aus den „Monatsblättern für Pommersche Geschichte und Altertumskunde“ von 1906 und zeigt detailliert, wie Eheschließungen vor 270 Jahren abliefen. Die Schilderung macht deutlich, dass Hochzeiten damals stark ritualisierte, mehrtägige Gemeinschaftsereignisse waren, die nach festen Regeln und Traditionen abliefen.
Die Hochzeitsbitter
Partnerwahl und Ehevorbereitung
Arrangierte Ehen
Die Partnerwahl erfolgte hauptsächlich durch die Eltern oder nächsten Verwandten, nicht aufgrund persönlicher Neigung. Wirtschaftliche Überlegungen standen im Vordergrund – gesucht wurden „gute Wirtschafter“ mit ansehnlicher Mitgift (Betten, Leinwand, Pferde, Kühe, mehrere hundert Taler). Trotz fehlender Liebeswahl waren Zank und Unverträglichkeit in den Ehen selten.
Doppelhochzeiten und strategische Verbindungen
Besonders beliebt waren Doppelhochzeiten, bei denen beispielsweise zwei Söhne einer Familie zwei Töchter einer anderen Familie heirateten. Der älteste Sohn übernahm den väterlichen Hof, der andere ging zu den Schwiegereltern. Verwitwete Personen arrangierten oft Ehen unter der Bedingung, dass ihre Kinder später ebenfalls heiraten und die Höfe übernehmen würden.
Die Hochzeitsbitter und das Hochzeitslied
Rolle der Hochzeitsbitter
Zwei berittene Knechte, geschmückt mit bunten Bändern und Blumensträußen, ritten in jedes Haus und trugen auf der Diele oder in der Stube ihre Einladungssprüche vor. Diese waren teils gereimt und handelten von der religiösen Bedeutung der Ehe.
Das ausführliche Hochzeitslied
Das 25-strophige Hochzeitslied begann mit höflichen Bitten um Aufmerksamkeit und entwickelte sich zu einer theologischen Betrachtung über Adam und Eva als erstes Ehepaar. Es enthielt detaillierte Einladungen zur Hochzeitsfeier, Bitten um praktische Unterstützung (Wagen, Pferde, Gästebeherbergung) und endete mit der Bitte um einen Schluck Bier oder Branntwein für den Boten.
Inhalt: Personendaten von Reichsbahn-Angestellten aus den Amtsblättern der ehem. Ostdeutschen Reichsbahn-Direktionen (hauptsächlich 1926–1945).
Pommern-Bezug: Deckt die RBD Stettin ab; wichtig für Hinterpommern und die Vernetzung mit den Nachbarprovinzen.
Technik: Basiert auf TNG (sehr gute Such- und Filterfunktionen).
Zugang: Öffentlich mit Gast-Login möglich.
Wer in den ehemaligen deutschen Ostgebieten nach Vorfahren sucht, stößt oft auf eine besondere Berufsgruppe: die Eisenbahner. Der Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V. (VFFOW) hat nun mit der Website tng-eisenbahn.vffow.org ein mächtiges Werkzeug für die Forschung nach dieser Berufsgruppe online gestellt. Die Datenbank ist als Mitmach-Projekt angelegt und soll fortlaufend ausgebaut werden.
Versuchs-Hochdrucklokomotive H17 206 der Deutschen Reichsbahn ca 1925
Was bietet die Datenbank?
Die Plattform nutzt die beliebte Software „The Next Generation of Genealogy Sitebuilding“ (TNG) und dient als zentrales Verzeichnis für Eisenbahnbedienstete der Reichsbahn in den vormals deutschen Ostgebieten. Sie enthält Lebensdaten, Dienstorte und oft auch Informationen zum beruflichen Werdegang – eine Goldgrube, da Eisenbahner oft mobil waren und ihre Spuren über mehrere Orte verteilten. Die Daten werden ergänzt durch Streckenkarten, Abkürzungsverzeichnis und Listen von geänderten Ortsnamen und für uns Familienforscher besonders wertvoll: Listen von geänderten Familiennamen, meistens Eindeutschungen (z.B. von Czech zu Böhme oder von Mrutschowski zu Schulz).
Besonderer Fokus: Der Blick nach Pommern
Obwohl der VFFOW primär Ost- und Westpreußen im Namen trägt, ist die Datenbank auch für Pommern-Forscher von großem Wert. Der Grund: Das Schienennetz und die Verwaltungsstrukturen der Deutschen Reichsbahn machten an Provinzgrenzen nicht halt.
Reichsbahndirektion (RBD) Stettin: Ein Großteil der Daten betrifft die Bediensteten der RBD Stettin mit über 45.000 Datensätzen, die das gesamte heutige Vor- und Hinterpommern umfasste. Wer Vorfahren in Stettin, Stargard oder Stolp hat, findet hier oft detaillierte Treffer.
Grenzregionen & Mobilität: Da Eisenbahner häufig versetzt wurden, finden sich in dieser Datenbank viele Personen, die zwar in Pommern arbeiteten, aber aus Ostpreußen stammten (oder umgekehrt). Sie schließt somit die Lücke für Familien, die „auf Schienen“ durch den Osten wanderten.
Ergänzung zu anderen genealogischen Datenbanken: Während die klassischen Datenbanken oft auf Kirchenbüchern und Standesamtregistern basieren, liefert das Eisenbahner-Portal berufsbezogene Daten, die oft auch dann noch existieren, wenn die lokalen Standesamtsregister im Krieg verloren gingen.
Wie man die Datenbank nutzt
Der Zugang ist erfreulich offen gestaltet. Um stöbern zu können, ist eine anonyme Anmeldung erforderlich:
Benutzer:Gast
Passwort:VFFOW
Fazit: Für jeden, dessen pommersche Vorfahren „bei der Bahn“ waren, ist ein Besuch auf dieser Seite Pflicht. Es ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Vereine durch spezialisierte Datenbanken die Lücken in der klassischen genealogischen Überlieferung schließen.
Übersichtskarte des Reichsbahndirektionsbezirks Stettin. Zustand 1928, Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:%C3%9Cbersichtskarte_des_Reichsbahdirektionsbezirks_Stettin._Zustand_1928.djvu
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