Stettin ist immer eine Reise wert

Vor Kurzem wurde in unserer Mailingliste nach Tipps für einen Stadtrundgang in Stettin gefragt – möglichst in deutscher Sprache. Da die Urlaubszeit bevorsteht, möchten wir die zahlreichen interessanten Hinweise auch hier kurz vorstellen.

In den Sommermonaten bietet die Touristeninformation offizielle zweisprachige „grenzüberschreitende Stadtspaziergänge“ an. Die Führungen werden gemeinsam von deutschen und polnischen Guides durchgeführt und stehen jeweils unter einem besonderen Thema.


Besonders empfohlen wurde die Tourist-Information im Schloss Stettin. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen freundlich auch auf Deutsch weiter und halten zudem deutschsprachige Informationsmaterialien bereit. (mehr …)

Neues Recherchetool zu den NSDAP-Mitgliederkartei

Nach dem SPIEGEL und Der Zeit bietet jetzt auch die Süddeutsche Zeitung ein Tool, um die NS-Mitgliedschaftsakten zu durchforsten.
Die Schrifterkennung ist in Ordnung, manchmal sind die Treffer nicht ganz nachzuvollziehen, weil sich der gesuchte Name oder Ort nicht im Text des Fundes findet, aber grundsätzlich kann man gut mit der Suchfunktion arbeiten.

Was dieses Angebot von den bisherigen unterscheidet, ist die Einordnung der Suchergebnisse mittels KI. Die Daten der Gesuchten werden mit Texten und Grafiken analysiert und erläutert, z.B. zum Jahrgang der Person, dem Jahr des Eintritts, der Alters- und Berufsgruppe, der Mitgliedsnummer, Angaben zum Gau, zu Anmerkungen und Stempeln auf der Karte.

Es handelt sich um KI-generierte Standardtexte, das merkt man schnell, wenn man mehrere Suchen zu verschiedenen Personen durchführt. Die Einordnung ist insbesondere für diejenigen relevant, die nur eine einzige  oder wenige Personen suchen. Mit der Frage, war Opa jetzt wirklich Nazi, wird man durch diese Zusatzinformationen nicht allein gelassen.

Besonders interessant ist, dass das Tool interaktiv gestaltet ist – die Süddeutsche Zeitung ruft auf, Korrekturen und Geschichten zu den einzelnen Menschen einzureichen.

Die Einführung wird durch eine Artikelserie rund um das Thema begleitet. Anders als beim SPIEGEL und Der Zeit funktioniert die Suche in einer Basisversion für alle, die weitergehenden Informationen zur Einordnung erfordern ein Abonnement.

Der Hebammen-Unterstützungsfonds – eine unverhoffte Quelle für die Familienforschung

Im frühen 19. Jahrhundert waren Hebammen in Preußen zwar staatlich geprüft und beaufsichtigt, sozial jedoch kaum abgesichert. Um verarmte, kranke oder arbeitsunfähige Hebammen zu unterstützen, richtete der preußische Staat sogenannte Hebammen-Unterstützungsfonds ein. Finanziert wurden diese allerdings nicht aus staatlichen Mitteln, sondern durch verpflichtende Beiträge der Bevölkerung.

Diese Abgaben wurden nicht nur bei Geburten erhoben, sondern bereits bei Trauungen – gewissermaßen als Vorschuss auf die zukünftige Inanspruchnahme der Hebammenhilfe. Im Jahr 1860 betrugen die Beiträge vier Silbergroschen pro Hochzeit und zwei Silbergroschen pro Geburt. Im bargeldarmen pommerschen Deputatslohnsystem war das eine durchaus spürbare Belastung.

Die zahlungspflichtigen Männer wurden teilweise in den damaligen Amts- und Kreisblättern öffentlich bekannt gemacht und zur Einzahlung an den Ortsvorsteher aufgefordert. Für die Familienforschung stellen diese Namensnennungen heute eine interessante Quelle dar. (mehr …)

Jewish Places – Menschen und Forschung sichtbar machen

Die familien- und ortsgeschichtliche Forschung lebt – in Pommern ebenso wie anderswo – davon, dass Wissen bewahrt, ergänzt und weitergegeben wird. Viele von uns haben über Jahre hinweg Informationen zu Orten, Familien und historischen Zusammenhängen zusammengetragen. Ein Themenfeld, das bislang jedoch noch vergleichsweise wenig im Fokus steht, ist die jüdische Geschichte Pommerns.

Seit einigen Jahren bietet sich eine besondere Möglichkeit, vorhandene Erkenntnisse sichtbar zu machen und mit anderen Forschenden zu teilen: über die Online-Plattform Jewish Places. (mehr …)

Wie kommunizieren wir im Verein?

Ein Überblick über die Kommunikationswege beim Pommerschen Greif

Genealogische Forschung lebt vom Austausch – das wissen wir alle. Doch kennen wir auch alle Kommunikationswege, die beim Pommerschen Greif zur Verfügung stehen? Hier ein Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu bleiben, Informationen auszutauschen und Forschungsergebnisse zu teilen.

Einige Angebote des Pommerschen Greif stehen allen Interessierten offen, andere sind ausschließlich Mitgliedern vorbehalten. Die jeweiligen Hinweise finden Sie in den Überschriften der einzelnen Abschnitte. (mehr …)

Von Hohenstein zu Wodnica – Ortsnamensänderungen in Hinterpommern nach 1945

In der Greif-Mailing-Liste wurde kürzlich ein Fall diskutiert, der für die genealogische Forschung in Pommern in einem bestimmten Zeitraum sehr relevant ist: Klaus Kurzmann berichtete von einer Sterbeurkunde aus dem Jahr 1947, in der für den Ort Hohenstein – heute Wodnica – die Bezeichnung „Kamieniec“ verwendet wird. Damit verband er eine grundlegende Frage: Trugen Orte in Hinterpommern nach 1945 zunächst provisorische polnische Namen, bevor sie ihre heute bekannten Bezeichnungen erhielten?

Mehr als eine Randfrage – denn sie kann entscheidend sein, wenn sich Spuren plötzlich zu verlieren scheinen. Deshalb sind wir dem Thema nachgegangen. (mehr …)

Von Pommern bis KI – die Genealogica 2026

Am 6. Februar 2026 öffnet die größte deutsche Online-Veranstaltung zur Ahnenforschung, die Genealogica, erneut ihre virtuellen Pforten. Bereits zum sechsten Mal dreht sich zwei Wochen lang alles um genealogische Forschung – und auch Pommern ist wieder vertreten: Unser Mitglied Dr. Klaus-D. Kohrt referiert am 7. Februar 2026 über „Die Geschichte Pommerns und wie Sie Ihre pommerschen Vorfahren recherchieren können“.

(mehr …)