Haus Stettin in Lübeck

Schon lange hatte ich unseren Mitgliedern Ute und Dirk Rhodgeß versprochen, mal im Haus Stettin in Lübeck vorbei zu schauen.
Man darf nicht nur reden, sondern muss es dann auch endlich mal machen. Also begrüßte mich unsere Ute dort am Mittwoch, dem 03.12.2025 ganz
herzlichst mit Kaffee und Keksen.

Ich hatte zwar durch die Homepage eine kleine Vorstellung, aber DAS, nein DAS hatte ich nicht erwartet.
Nicht nur, dass das Haus Stettin malerisch am Kanal gelegen ist, man hatte wirklich das Gefühl, in Stettin zu sein und
es war einfach großartig. Ich hätte dort Tage verbringen können und es ist eine Mischung aus Museum, Galerie und einer
Art genealogisches Forschungszentrum für Stettin. Aber nicht nur Stettin, auch die eingemeindeten Orte und der Kreis
Randow sind dort zu entdecken. In vielen vielen Jahrzehnten wurde liebevoll alles gesammelt, was irgendwie mit Stettin zu tun hat und ich behaupte, hier ist
für jeden etwas dabei.
Man findet im Erdgesschoss eine Art Ausstellung mit alten Stettiner Gemälden, Geschirr und Besteck, Modellen der alten Stadt.
Sogar eine alte Rathsherrenecke mit verziertem Tisch und Stühlen, die gerettet worden waren.

(mehr …)

Recherche – Verein für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde

Zeitschrift für lübeckische Geschichte
Der Verein für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde hat seinen Webauftritt neu gestaltet und im Zuge dessen seine Zeitschrift für lübeckische Geschichte ab dem ersten Band 1860 bis zum Jahrgang 2011 (d.h. 91 Jahrgänge) online gestellt mit Volltextsuche:
https://vlga.de/de/Recherche

Ausländer 1852

Wer eine Ausländerin heiratet, verliert das Heimatrecht! Und Lübeck ist Ausland!

Strikte Regeln galten schon 1852. Der Sohn des Kösliner Gymnasialprofessors Ernst Ludwig Wilhelm Grieben, Hermann Grieben (https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Grieben) , der später als Journalist und Dichter bekannt wurde, arbeitete 1852 bei der Lübecker Zeitung und wollte eine evangelische Lübeckerin, einer angesehenen und begüterten Familie Lübecks angehörig, heiraten. Ihm wurde nahegelegt, entweder auf das preußische Heimatrecht oder aber auf die Verheiratung zu verzichten. Dagegen legte Grieben mit ausdrucksvoller Schrift Beschwerde ein, der aber , wie man dem weiteren Schriftwechsel in der Akte folgen kann, nicht stattgegeben wurde. Ab 1853 arbeitete er in Stettin und dann später in Köln.
Gefunden bei http://szukajwarchiwach.pl/ im Bestand: 65/73/0 Naczelne Prezydium Prowincji Pomorskiej w Szczecinie » Serie: 15.5 Emigracja z Pomorza » Auswanderungen Kösliner Regierungs Departement
http://szukajwarchiwach.pl/65/73/0/15.5/3594/str/1/3/15/OsroS4EZFRpONHzsz4jmOw/#tabSkany
Ob er die Lübecker Dame dann geheiratet hat? Gefunden habe ich in den pommerschen Lebensbildern nur den Namen der zweiten Ehefrau: Auguste Jaenicke aus Treptow/Rega.
Bild aus Pommersche Lebensbilder, Bd.I. Stettin:Saunier 1934.