Haben Sie Vorfahren, die im Laufe der Jahrhunderte die Ostsee überquert haben? Vielleicht schwedische Wurzeln im Baltikum, Vorfahren im ehemaligen Schwedisch-Pommern oder Händler der Hansezeit? Die Suche nach den eigenen Wurzeln im Ostseeraum kann zu einem echten Abenteuer werden. Doch Sie müssen diesen Weg nicht alleine gehen.
Wir sind die G-gruppen – ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Brücken der Vergangenheit zwischen den Ostsee-Anrainerstaaten neu zu beleben.
Das Meer als Brücke, nicht als Grenze
Schon seit dem frühen Mittelalter war die Ostsee ein lebendiger Highway. Plattdeutsch war die gemeinsame Sprache der Händler, und Handwerker wie Bauern zogen dorthin, wo es Arbeit gab. Kurz vor der Jahrtausendwende stellte eine Gruppe schwedischer Familienforscher fest: Es fehlt ein Verein, der genau diese Migrationswege erforscht! So wurden die G-gruppen geboren.
Heute sind wir 164 Mitglieder, die überwiegend rund um die Ostsee leben. Da wir räumlich getrennt sind, arbeiten wir fast vollständig digital über unsere zweisprachige Website (Deutsch und Schwedisch) sowie eine aktive, mehrsprachige E-Mail-Gruppe bei groups.io.
Wer steckt eigentlich hinter G-gruppen?
Ein Verein lebt durch seine Menschen. Hier sind einige kurze Einblicke in die Geschichten unserer Vorstandsmitglieder: (mehr …)
Irgendwann im letzten Sommer entstand auf einer Vorstandssitzung die Idee, man könne doch begleitete Archivreisen für die Mitglieder organisieren. Recht schnell waren Martina Riesener und ich uns einig: Wir waren schon öfter in beiden Kösliner Archiven gewesen und trauten uns die Organisation zu.
Wir begannen mit Anfragen im Staatsarchiv Köslin und im Diözesanarchiv nach der Anzahl der möglichen Benutzerplätze und wann die Archive wegen Urlaub geschlossen sind.
Im Februar 2026 stellten wir unser Vorhaben in der Greif-L vor und baten Interessenten, sich zu melden. Neben etlichen Anfragen, die aus Termin- oder anderen Gründen nicht zustande kamen, kristallisierte sich eine Truppe von 5 Personen heraus, die definitiv zusagte.
Unsere Gruppe bestand aus Isabel, Susanne, Brigitte, Wolfgang, Stefan, Martina und mir.
Eine erste Vorbesprechung und ein gegenseitiges Kennenlernen fand per Zoom Anfang März statt, ein weiterer Termin folgte dann später kurz vor der Fahrt.
Wir einigten uns bald auf ein gemeinsames Hotel, das wir schon früh reservieren konnten. Die Anmeldung und die Kommunikation mit den Archiven erledigten wir und gaben in vielen Mailwechseln Hilfestellungen bei der Suche nach entsprechenden Archivalien und generell Tipps bei den jeweiligen Forschungen.
Im Vorfeld schickten uns alle Mitforschenden ihre Archivalienwünsche für den ersten Tag, die wir an die Archive weiterleiteten. Auch konnte man die Registrierung schon vorher elektronisch erledigen.
Die individuelle Anreise erfolgte mit Autos, nur Brigitte kam aus Berlin mit der Bahn. Das war kostengünstig, bis zur Grenze mit Deutschlandticket, dann für 3 Euro bis Stettin und von dort mit einem Seniorenticket für 30 Złoty nach Köslin. Unser Hotel lag 400 m vom Bahnhof entfernt. Am Abend gönnten wir uns ein gemeinsames Essen im Restaurant des Hotels. Die ursprünglich gebuchten Zimmer im „Pokoje4you“ waren überbucht – so kamen nur zwei von uns dort unter, während der Rest der Truppe im direkt daneben liegenden Hotel Marton Quartier bezog. Dieses Hotel war sogar etwas besser, hatte auch Swimmingpool und Wellnessabteilung, aber dafür hatten wir keine Zeit.
20. Juli – Erster Tag im Archiv
Das Frühstück in einer Art Diner, welches zum Pokoje4you gehörte, erwies sich als reichlich gewöhnungsbedürftig, sodass wir beschlossen, für die kommenden Tage lieber gegen einen Aufpreis im Hotel zu frühstücken, wo ein Buffet wartete.
Wir bildeten Fahrgemeinschaften zum Archiv, dort gibt es kostenfreie Parkmöglichkeiten. Im Archiv selbst gab es leider kein WLAN mehr, dafür aber sehr freundliche Mitarbeiterinnen, von denen einige Deutsch sprachen und die anderen sich auf Englisch verständigten.
Die bestellten Archivalien warten auf die Bearbeitung
Unsere Vorarbeit erwies sich als gut, die für den ersten Tag bestellten Archivalien lagen schon bereit. Bestellungen für den jeweils nächsten Tag mussten um 14 Uhr bei der Archivleitung im Lesesaal abgegeben werden. Das Archiv verfügt über 3 Tische mit jeweils 2 Arbeitsplätzen inkl. Mehrfachsteckern am Tisch. 2 PCs mit Internetzugang zur Archivalien-Auswahl sind vorhanden, das Archiv stellt auch ein Repro-stativ zur Benutzung zur Verfügung.
Isabel hatte eine Photobox für die Produktfotografie mit, die sich auch gut für Handyphotos eignet. Eine kostengünstigere Lösung als das Scantent. Als hilfreich erwies sich auch ein Gardinenbleiband und Essstäbchen, um die Seiten beim Scannen oder Fotografieren plan zu halten. Wir hatten als Ausrüstung noch zwei Buchscanner der Firma Czur dabei, für einen auch eine selbstgebastelte Erhöhungsplatte, die auch das Scannen größerer Archivalien erlaubt. Mittags kehrten wir in einem benachbarten Café ein, dessen Kuchenvielfalt uns so beeindruckte, dass es ein tägliches Ziel wurde. Für die Zukunft: wer es bequem möchte, hätte gleich in einem der Hotels direkt am Archiv wohnen können – im eher teuren, modernen „Verde“ oder im „Hudson“. Es war ein langer Tag: Das Archiv schließt montags um 18 Uhr (an den anderen Wochentagen um 15 Uhr), und entsprechend groggy waren wir alle, als wir schließlich zum Essen ins Hotel zurückkehrten.
Ein Überblick über die Kommunikationswege beim Pommerschen Greif
Genealogische Forschung lebt vom Austausch – das wissen wir alle. Doch kennen wir auch alle Kommunikationswege, die beim Pommerschen Greif zur Verfügung stehen? Hier ein Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu bleiben, Informationen auszutauschen und Forschungsergebnisse zu teilen.
Einige Angebote des Pommerschen Greif stehen allen Interessierten offen, andere sind ausschließlich Mitgliedern vorbehalten. Die jeweiligen Hinweise finden Sie in den Überschriften der einzelnen Abschnitte. (mehr …)
„Wanderungen aus und nach Pommern im Laufe der Jahrhunderte“ war das Thema unseres diesjährigen Seminars und der Mitgliederversammlung vom 13.-15.3. 2026 im Park Hotel Soltau.
Die Tagung begann am Freitag Nachmittag mit der Verortung der Forschungsgebiete auf der Pommernkarte. Dies ist mittlerweile schon Tradition und sorgt für die Vernetzung unserer Mitglieder und Gäste.
Verortung der Forschungsgebiete auf der Pommernkarte
Am vergangenen Sonntag endete der 75. Deutsche Genealogentag in Frankfurt am Main– und er war ein großer Erfolg, sowohl für den Pommerschen Greif als auch für alle Beteiligten und die Familienforschung insgesamt. Unser Stand war mit sieben aktiven Mitgliedern hervorragend besetzt. Die Stimmung war durchweg positiv und die Nachfrage nach Informationen rund um Pommern besonders hoch.
Der Stand des Pommerschen Greif
Rund 2400 Besucherinnen und Besucher fanden den Weg zum Genealogentag nach Frankfurt. Besonders am Samstag strömten zahlreiche Interessierte in die Ausstellungsräume.
Wir wollen hier nur kurz von unserer Veranstaltung in Stettin – Szczecin berichten, eine ausführlichere Darstellung wird im Sedina-Archiv erscheinen.
Einige kurze Eindrücke sind schon während der Veranstaltung auf unseren Facebookseiten erschienen, herzlichen Dank auch an Dr. Gerd-Christian Treutler vom Roten Adler, der dort viele Bilder gepostet hat.(mehr …)
Ein Verein lebt von der Arbeit seiner vielen Mitglieder. Wer aktiv mitmachen und sich engagieren möchte, der findet im Pommerschen Greif eine Vielzahl von Möglichkeiten. Eine besondere Rolle spielen dabei die Forschungsgruppen, die so wichtig für die Vereinsarbeit sind, dass sie mit besonderen Rechten ausgestattet wurden.
Was ist eine Forschungsgruppe?
Forschertreffen Stolp
Eine Forschungsgruppe ist eine strukturierte Gruppe innerhalb des Pommerschen Greif, die sich mit einem spezifischen Thema befasst. Inhaltlich beschäftigt sie sich vorrangig mit einer bestimmten pommerschen Region. (mehr …)
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