Weinanbau in Pommern

In Rustow (zu Loitz, Vorpommern) wird dieses Jahr erstmalig Wein geerntet. (Bericht von 2014 über die Anlage des Weinbergs http://www.nordkurier.de/demmin/unser-vorpommern-ist-bestes-weinland-228548607.html )

Der Weinbau in Pommern existiert aber schon, man glaubt es kaum, seit 1228!

„Der Bischof Otto brachte, als er zum zweitenmale nach Pommern kam, ein Kuppe (Faß) mit Weinreben nach Pommern, welche er einpflanzen ließ, damit wenigstens soviel Wein gebauet würde, als zum Gebrauche beim Hl. Abendmahle nöthig war. Seit der Zeit wurden auf den Bergen längs der Oder oberhalb Stettin bis Garz und unterhalb der Grabow, Frauendorf und Gotzlow Weinberge angelegt. Aus den hier gewachsenen Trauben wurde weißer und rother Wein gepresst, der bei der herzoglichen Tafel getrunken wurde.“ (Aus Geschichte des Herzogthums Pommern, Band 1, Berlin 1819 von Johann Jakob Sell, https://books.google.de/books?id=iQcBAAAAcAAJ&pg)

Bild: Weinberg in Gotzlow mit dem Bismarckturm

Sächsische Gerichtsbücher

Das Sächsische Staatsarchiv hat ab 2013 in einem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt die sächsischen Gerichtsbücher elektronisch erschlossen. Dabei wurden hauptsächlich die im Sächsischen Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, verwahrten rund 22.900 Bände des Bestandes 12613 »Gerichtsbücher« berücksichtigt. Der Bestand umfasst eine für Sachsen flächendeckende Überlieferung vom Ende des 15. Jahrhunderts bis um 1856 und ist an Umfang und Dichte einmalig in Deutschland.
http://www.saechsische-gerichtsbuecher.de/

Zeitkapsel aus der Nazi-Zeit in Polen entdeckt

Die Ordensburg Krössinsee (auch Crössinsee) liegt in der Nähe der Stadt Falkenburg in Pommern (poln. Złocieniec) im heutigen Polen. Die Grundsteinlegung der Ordensburg Krössinsee erfolgte am 22. April 1934. In diesen Grundsteinen wurde jetzt eine Zeitkapsel entdeckt und geöffnet, die aber leider vorwiegend Propagandamaterial enthielt.
http://www.rp-online.de/panorama/polen-forscher-finden-zeitkapsel-aus-dem-jahr-1934-aid-1.6269765

Mehr Fotos und ein kurzes Video auf der polnischen Seite http://szczecin.wyborcza.pl/szczecin/1,34959,20691309,mialy-byc-informacje-o-zabytkach-a-sa-dwa-egzemplarze-mein.html

Vom Herzogthum Pommern um 1600

Das Land hat unterdessen im Kriege viel ausstehen müsse; sonst ist es ein gutes Land / das seine Einwohner wohl ernehren kann. Es gehöret aber zu den Pommerischen Speisen / die meistens geräuchert sind / auch ein Pommerischer Magen / oder sie müssen in einem Vehiculo von einem Stübgen alten Rhein-Weine eingenommen werden. Vor diesem glaubte man / daß die Schwarztwäldischen Bauern an dem einen Ende / und die Pommerischen am andern Ende von Deutschland / die allerschlimmsten wären. (mehr …)

Erinnerung an den Stettiner Fotografen Christian Bachmann (1859-1938)

– Ehrung in Messenthin –

Von Peter Teuthorn

Enthüllung Bachmann Schild
Enthüllung des Straßenschildes, mit dem diese Stelle nach dem Stettin-Messenthiner Fotografen Christian Bachmnann benannt wird, durch Bürgermeister Wladyslaw Diakun und Bachmann-Urenkel Peter Teuthorn am 22. April 2016 / Mitte: Ewa Berecka, Stadtrat Messenthin (Copyright des Fotos Martin Kowalik))

Seit dem 22. April 2016 ziert das Gelände des ehemaligen kleinen Messenthiner[1] Friedhofs an der Klonowa-Straße nicht nur ein eindrucksvoller Granit-Gedenkstein[2] für die hier bis 1945 beerdigten Einwohner, sondern etwas versetzt in Richtung Cisowa-Straße auch eine große Informationstafel zu Leben und Wirken des Fotografen Christian Bachmann und seiner Bedeutung für Messenthin. Und es schließt sich ein neues Straßenschild mit seinem Namen an.

In einer eindrucksvollen Einweihungszeremonie wurde am Vormittag dieses Apriltages zunächst der mit einer deutschen und einer polnischen Flagge bedeckte Findling durch den Pölitzer Bürgermeister Wladyslaw Diakun und die im Vorkriegs-Messenthin geborene Kristin Maronn[3] feierlich enthüllt. Anschließend entfernten Bürgermeister und Bachmann-Urenkel Peter Teuthorn in einer weiteren Enthüllung dann gemeinsam die das Bachmann-Schild schmückenden Banderolen in den deutschen und polnischen Landesfarben. Zuvor hatten Stadtverantwortliche und Priester beider Konfessionen das Ereignis in Reden gewürdigt und der hier Ruhenden im Gebet gedacht[4]. Auch Teuthorn wurde um einige Worte gebeten, die er nutzte, seine Bewunderung für das ihn überraschende große Interesse der heutigen Einwohner an der Geschichte des Ortes auszudrücken und dies als schönes Beispiel für die heute mögliche Verständigung in Europa auszusprechen. Bei einem anschließenden Mittagessen bestand Gelegenheit zu vertiefenden Gesprächen zur Geschichte Messenthins, zu ihrem fotografischen Chronisten und den heutigen Gegebenheiten. (mehr …)

Schmalspurbahnen in Hinterpommern

Der Eisenbahnfreund Friedrich List hat Fahrten mit Schmalspurbahnen in Pommern aus 1994 digitalisiert und bei YouTube hochgeladen. Mit dieser Reise in die Vergangenheit dürfte er vermutlich nicht nur Eisenbahn-Interessierten, sondern auch pommerschen Heimatfreunden einen Gefallen erwiesen haben.

Nachdem vom Abgeordnetenhaus 1892 das Preußische Kleinbahngesetz verabschiedet worden war, erbaute die Gesellschaft Lenz & Co GmbH zwischen 1894 und 1896 Strecken für fünf voneinander unabhängige Kleinbahngesellschaften in Hinterpommern.

Auch die Münchener Lokomotivfabrik Krauss & Co erbaute zwei Bahnstrecken.

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Nationalbibliothek in Leipzig

Einen Kurzurlaub in Leipzig nutzte ich zum Besuch der Deutschen Nationalbibliothek, ehemals Deutsche Bücherei,  in Leipzig.

dnb
Hauptgebäude der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig Foto M.Ott

Sie ist neben Frankfurt die zentrale Archivbibliothek für alle Medienwerke in deutscher Sprache und sammelt in gesetzlichem Auftrag in Deutschland ab 1913 veröffentlichte Medienwerke (auf der Grundlage des Pflichtexemplarrechts). (mehr …)

Joachim Wächter zum 90sten Geburtstag

Joachim Wächter
Bildquelle: Baltische Studien NF Bd. 92 2006

Herzlichen Glückwunsch – der Schöpfer der pommerschen Geschichtsforschung nach 1945 feiert heute seinen 90sten Geburtstag.
Der Archivar und Historiker Joachim Wächter wurde 1953 Leiter des Landesarchivs Greifswald. Damit begann Wächters Tätigkeit für das pommersche Archivwesen und die pommersche Geschichtsforschung. Er gehörte 1961 zu den Initiatoren des Greifswald-Stralsunder Jahrbuchs, das der wissenschaftlichen, nicht ideologisch festgelegten landesgeschichtlichen Forschung dienen sollte. (Inhaltsverzeichnis) Alleine die Benutzung des Wortes „Pommern“ war ja in der DDR verboten, die Universitätsinstitute konnten sich nicht beteiligen, der politische Druck war immens – eine Aufgabe wie der Spaziergang in einem Minenfeld. 1982 wurde die Reihe eingestellt.
Nachdem ihn der DDR-Staat 1969 als Leiter des Landesarchivs absetzte, wechselte er in den Dienst der Evangelischen Kirche in Greifswald. Dort wurde er Referent für das kirchliche Archiv- und Bibliothekswesen und leitete das Landeskirchliche Archiv. (mehr …)