Älteste Pommerin ist 111 Jahre jung !

Soeben las ich, dass die zweitälteste Frau Deutschlands 111 Jahre jung geworden ist.

Was ich dann weiter las: Sie ist aus Pommern !

Gertrud Henze wurde am 08.12.1901 in Garz auf Rügen geboren und dort am 17.01.1902 getauft.

Ihre Vater Ernst Robert Hermann Henze war Pfarrer und Rektor zu dieser Zeit in Garz. Er selbst wurde am 25.09.1858 in Pöhlde, Kreis Osterode im Harz geboren und heiratete 1893 in Treptow/Rega die Treptower Kaufmannstochter Anna geb. Mensing. Die Familie zog 1904 nach Sohrenbohm, Synode Köslin ( dies konnte ich dem Buch: Die evangelischen Geistlichen Pommerns entnehmen).

Frau Henze lebt heute als pensionierte Bibliothekarin in Göttingen.

Ich fand, dass das mal ein Blog-Eintrag wert war: Weiterhin gute Gesundheit, die Pommern haben halt gute Gene 🙂

siehe auch Bericht bei HNA-online

Aktuelles aus Stralsund

Reinigung von Büchern aus dem Kölner Stadtarchiv nach Gefriertrocknung unter eine Absauganlage.
Reinigung von Büchern aus dem Kölner Stadtarchiv nach Gefriertrocknung unter einer Absauganlage. via commons.wikimedia.org © Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0

Wie die Ostseezeitung berichtet, wird in der nächsten Woche nach Installation von zwei speziellen Werkbänken die Reinigung der verschimmelten Bücher im Stadtarchiv Stralsund beginnen. Schenkt man dem Bericht Glauben, müssen 88 000 verschimmelte Bücher gereinigt werden, was mit zwei Arbeitskräften 25 Jahre dauern soll. Auf der Webseite der Stadtarchivs wird von einem Bestand von 125 000 Büchern berichtet, zurückgekehrt aus der Gymnasialbibliothek waren knapp 6000 Bände.  War also weit mehr vom Schimmel betroffen als nur die Gymnasialbibliothek?

Bei begründetem und nachgewiesenem wissenschaftlichen sowie persönlichen Interesse ist nach Angaben der Stadt ein eingeschränkter Benutzerdienst voraussichtlich ab der 5. Kalenderwoche 2013 möglich.

„Inzwischen wurde der Verkauf der Gymnasialbibliothek rückgängig gemacht.“ Man darf aber nicht vergessen, dass wesentliche Teile des Bestandes verloren sind. 

Die entlassene Archivdirektorin klagt jetzt vor dem Arbeitsgericht.

Europäische Akademie Külz – Kulice vor dem Aus?

Schloss Kültz/Kulice bei Naugard/Nowogard
Schloss Kültz/Kulice bei Naugard/Nowogard By Waldemar Sieńko (Own work) [CC-BY-SA-3.0-pl ()], via Wikimedia Commons
Über einen hörenswerten Beitrag im NDR-Radio Pomerania (erster Beitrag) wurde ich auf die derzeitige Diskussion um das Schicksal der Europäischen Akademie Külz – Kulice aufmerksam. Das frühere Gutshaus der Familie von Bismarck wurde in den 90er Jahren von Philipp von Bismarck mit Hilfe einer von ihm gegründeten polnischen Stiftung auch mit deutschen Geldern wieder aufgebaut und zu einer deutsch-polnischen Begegnungsstätte umgewandelt. Nachdem die Ländereien in den Besitz der Stettiner Universität übergegangen waren,  schloss die Stiftung 2002 einen Vertrag mit der Universität und übereignete damit der Hochschule unentgeltlich die Investitionen in den Wiederaufbau des Gutshauses . (mehr …)

Mein Besuch im Landesarchiv Berlin (Jan. 2013)

Liebe Leser,

bei meiner einwöchigen Archiv-Reise nach Berlin besuchte ich am letzten Tag für meine genealogischen Forschungen das Landesarchiv Berlin.

Heute möchte ich von meinen Erfahrungen berichten und hoffe dass sich durch meinen Beitrag gewisse Abläufe positiv verändern.

Ich wurde sehr nett von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut, aber die Vorgangsabläufe ließen sehr zu wünschen übrig.

Ich war an Berliner Standesamtsregistern interessiert, die mittlerweile vom größten Teil der Berliner Standesämter dort lagern ( entgegen der Internetseite des Archives, wo nur von vereinzelten Standesämtern die Rede ist).
(mehr …)

Der Sonntag beim Seminar

Detlef Ziemann stellt das Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, das von Thilo Agthe initiiert wurde, vor. Die ältesten erfassten Daten stammen aus dem 30jährigen Krieg. In der Datenbank sind ca. 1,8 Millionen Namen erfasst. Neben Denkmälern werden auch Angaben aus Regimentsgeschichten, Ortschroniken und Totenzetteln erfasst.

Zum Abschluss des Wochenendes berichten Ursula Zander und Peter Jahnke in einer Nachlese mit vielen Bilder von der Reise des Pommerschen Greif nach Stettin im September 2012.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Februar 2014 in Greifswald!

Mitgliederversammlung

Auf der Mitgliederversammlung wurde der Vorstand neu gewählt. So setzt er sich jetzt zusammen:

1. Vorsitzender Prof. Dr.  Dieter Wallschläger

2. Vorsitzender Ernst Schroeder

Schatzmeisterin Marie Renken

Schriftführerin Inga Larsson

Beisitzer: Henry Kuritz, Andre Marten, Andreas Zordel

 

Die nächste Mitgliederversammlung mit Seminar wird vom 7.-9. Februar 2014 in Greifswald stattfinden.

 

v.l.n.r.: Kuritz, Merten, Larsson, Schroeder, Wallschläger, Zordel
v.l.n.r.: Kuritz, Marten, Larsson, Schroeder, Wallschläger, Zordel, es fehlt M.Renken

Forschungsseminar 2ter Teil

Bolko Knust: (Der Familientag, wie man ihn ausrichtet und sein Nutzen für die eigene Familienforschung) stellte viele kreative Beispiele und Vorschläge vor, wie man solch einen Familientag für alle Generationen interessant macht, z.B. durch das lebensgroße Foto eines Vorfahren mit einem Ausschnitt für das Gesicht, in dem sich jeder fotografieren lassen kann.

Bodo Koglin und Hans-Joachim Fehlberg: Projekt Wehrpflichtige in Kreiszeitungen

Hier wurden die vorhandenen Quellen und ihr Informationsgehalt vorgestellt und über den derzeitigen Stand der Erfassung berichtet. Die Datenbank ist derzeit auf hoelkewiese.de abrufbar.

Den Vormittag abschließend war dann Klaus-Dieter Kreplin aufgerufen um über sein  Projekt Müllerdatenbank zu berichten. Er stellte die Erfassungsschwierigkeiten dar: es gibt viele verschiedene Mühlenarten, unterschiedliche Berufe rund um das Mühlenwesen und bereits vorliegende Daten sind unstrukturiert und somit schwer in einer Datenbank zu erfassen. so gibt es derzeit noch kein einheitliches Erfassungsschema.

Mittagspause 🙂

Dr. Barbara Ochendowska-Grzelak: Friedhöfe als kunstgeschichtliche und genealogische Quellen  im (am Beispiel eines Großstadt- und eines Dorffriedhofs) wird durch ihren Mann vertreten, den Stettiner  Historiker Jerzy Grzelak. Er legt den Schwerpunkt mehr auf die Friedhöfe als genealogische Quellen.

Er beginnt mit der Darstellung der Geschichte des Stettiner Hauptfriedhofs, der schon früh wegen seiner künstlerischen Eigenart berühmt wurde. Auch die teilweise Vernichtung der Grabmale nach dem Weltkrieg wird thematisiert, seit Anfang der 90er Jahre wird das historische Erbe aber wieder mehr geschätzt, ein Verein zum Schutz des Freidhofs wurde gegründet.

Kann ein Friedhof Quelle für genealogische Forschung sein? Die Grabsteine hält Herr Grzelag für eine minderwertige genealogische Quellem, während die Leichenbücher wertvoller sind (Als Beispiel nennt er die Bremer Leichenbücher ) Leider sind diese Bücher aus Stettin vernichtet, ebenso die Begräbnisbücher und Karteikarten. Es existiert noch eine deutsche Liste aus 1945 und polnische Listen ab 1946.

 

Forschungsseminar 2013

Den Auftakt der Vorträge machte in Abänderung des Programms gestern Abend Wolfgang Dahle aus Rostock mit dem Thema:
„Zu den Anfängen des Pommerschen Provinzialarchivs in Stettin“.
Lange Zeit wurden die Archivalien der pommerschen Herzogshäuser vor allem im Wolgaster Archiv aufbewahrt. Ein erstes Repertorium des Stettiner Archivs ist aus 1610 bekannt. 1830 wurde das Provinzialarchiv Stettin gegründet und ab 1852 wurden die Archive immer mehr zu wissenschaftlichen Einrichtungen. Ein wichtiger Name in in diesem Kontext ist Robert Klempin.


Als Auftakt des heutigen Samstages berichtete Hans Dieter Wallschläger über Pommersche Ämtersachen als genealogische Quelle des 18. und 19. Jahrhundert.
Er berichtet über die zu verschiedenen Zeiten durchgeführten Steueraufnahmen und zeigt anhand von Beispielen aus dem Kreis Cammin wie man mit Hilfe solcher Unterlagen Lücken in der Familienforschung durch fehlende Kirchenbücher schließen kann.

Und gerade spricht Bolko Knust sehr anschaulich über die Organisation von Familientagen.