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Messtischblatt ist eine in Deutschland mittlerweile veraltete Bezeichnung für die topografische Karte im Maßstab 1:25.000 (heutige Bezeichnung: TK 25)
Urmesstischblatt – Ausschnitt Stolp
Ein Urmesstischblatt ist ein Messtischblatt aus der Preußischen Uraufnahme, eine Vermessung Preußens, die zwischen 1830 und 1865 vorgenommen wurde. Es entstand dabei das erste Messtischblatt, ein Kartenwerk im Maßstab 1 : 25.000 (4 cm = 1 km). Grundlage für die Gestaltung war das „Musterblatt für die topographischen Arbeiten des königlich preußischen Generalstabes“ vom 1. März 1818. (mehr …)
Von meiner Mutter Elisabeth Uecker geb. Gaulke haben wir einen sehr aufwendig geschnitzten Stuhl mit dem Vogel Greif als Motiv geerbt.
Meine Mutter wurde in Garrin Kreis Kolberg am 22.04.1927 als einzige Tochter von Paul und Emma Gaulke geboren. Den Stuhl hat sie von einer kinderlosen Tante väterlicherseits, Frau Frida Schulze geb. Gaulke aus Semmerow geschenkt bekommen. Frida Schulze geb. Gaulke war Kreisbäuerin in Semmerow und hatte einen für die damalige Zeit vorbildlich geführten Bauernhof, stets ausgestattet mit den fortschrittlichsten Neuerungen im Bereich der Land- und Viehwirtschaft. Sie und ihr Ehemann gehörten zu den einflussreichen Bauern, die sich solche Stühle bestimmt leisten konnten. Es entzieht sich aber leider meiner Kenntnis, wer den Stuhl gearbeitet hat und wie er in den Besitz dieser Tante Frida kam. (mehr …)
Auf einem Grundstück in der ul. Słowackiego 11 (ehemals Stepenitzer Str. 48) wurden im Rahmen eines geplanten Neubaus am 25.06.2021 Exhumierungsarbeiten durchgeführt (von POMOST Historical Research Laboratory). In Gollnow war schon seit langem bekannt, dass man bei den anstehenden Erdarbeiten wahrscheinlich auf ehemalige, in den Kriegswirren dort begrabene Einwohner der Kleinstadt stoßen würde.
Zufällig bin ich im Kirchenbuchportal Archion auf Digitalisate gestoßen, die mich sofort interessiert haben, die Kirchenbücher der Pommerschen Provinzial-Straf- und Besserungs-Anstalt Naugard.
Sie befinden sich im Bestand Norddeutschland/ Landeskirchliches Archiv der Evang.-Luth. Kirche/ Hinterpommern/ Naugard Strafanstalt. Darin:
Taufen 1820-1901, sie führen in frühen Jahren nur einige wenige Häftlingsgeburten auf.
Konfirmationen 1822-1889, dies hat nur ganz wenige Einträge und beinhaltet Beamtenkinder, ein paar wenige Häftlinge und Judentaufen. Es ist nicht klar warum einige Häftlinge dort konfirmiert wurden, ob diese vorher katholisch waren oder einfach nie eingesegnet wurden. Es steht auch nur der Name, kein Alter.
Trauungen 1820-1934 Beamte
Bestattungen 1820-1901 Beamte
Bestattungen 1821-1906 Gefangene (ganz selten findet man auch mal ein Beamtenkind oder Beamten in dieser Aufstellung).
Verurteilungen findet man von folgenden Gerichten: Belgard, Coeslin, Pasewalk, Stargard, Stolp, Stralsund, Anklam, Treptow/Rega, Greifenberg, Dramburg, Lauenburg, Naugard, Neustettin, Tempelburg. Es war also ein großes Einzugsgebiet.
In den ersten 20 Jahren der Aufzeichnungen lag der Frauenanteil bei ca. 20%, danach waren es immer weniger. Ab 1851 sind keine Frauen mehr in der Strafanstalt gestorben. Wurden die Frauen inzwischen woanders untergebracht?
Bei fast allen Einträgen wurde das Alter angegeben, in späteren Jahren dann speziell das Geburtsdatum. Ab und zu nur der Geburtsort oder Herkunft.
Bei wenigen Einträgen werden Angehörige genannt, z.B. Frau und Kinder. Bei manchen steht auch, dass z.B. der Vater oder Bruder ebenfalls in der Anstalt einsaßen.
Der jüngste Gefangene war gerade einmal 15 Jahre und 7 Monate alt als er starb, er saß ein wegen Körperverletzung. Der Ältester war 82 Jahre, verurteilt wegen Notzucht und Blutschande!
Ich habe alle Angaben erfasst, auch die Todesursachen, wenn sie genannt sind. Die häufigsten Todesursachen sind: Lungenentzündung, Wassersucht (Mangelernährung), Schwindsucht, Tuberkulose, auch etliche Selbstmorde durch Erhängen, sowie zwei durch Schädeltrauma, den Grund dafür kann man nur vermuten …
Ab 1835 wird meist das Delikt und die Zeit der Inhaftierung, sowie Dauer der Strafe, Todesursache angegeben. Diese Daten nehme ich in meiner eigenen Datenerfassung mit auf. Die häufigsten Delikte waren: Diebstahl, mit ca. 60% und viele Brandstiftungen (die Strafen waren nicht übermäßig, zuweilen nur 3 Jahre), Raub, Notzucht, Blutschande, Meineid. Bei einigen steht auch dabei, dass sie hohe Strafen haben, weil sie Wiederholungstäter waren, z. B. 8 x Diebstahl.
Bei Frauen saßen einige wegen vermuteter oder bestätigter Kindstötung oder verheimlichter Schwangerschaft und eine Entbindung, bei der eine Tötungsabsicht unterstellt wurde. So wurde es zuweilen auch angegeben.
Die Spanne des Strafmaßes war breit, auch für dieselben Delikte. Außer bei Kindstötung, dies war oft mit lebenslang belegt. Ansonsten haben Frauen wegen Diebstahl und eine wegen Giftmord eingesessen.
Es gibt auch bei Ancestry Digitalisate online, wo man Insassen dieser Strafanstalt findet:
Bestattungen, Kirchenbuch unter Naugard 1846-1874 (Bestand: Pommern, Kirchenbuchduplikate 1544-1883) und
Sterbefälle Standesamt unter Naugard, Kreis Naugard, Sterberegister (Bestand: Östliche Preußische Provinzen, Zivilstandsregister 1874-1945), hier gemischt mit Stadtbewohnern.
Ich habe dies nur zufällig gefunden, weil ich dort nach einigen Häftlingen geschaut, um so eventuell noch mehr Informationen zu finden. Wer also Zugang zu Ancestry hat, kann zumindest die finden, die zwischen 1845-1874 dort starben und dazu zumindest teilweise diejenigen, die in den Zivilstandsregistern erfasst wurden.
Bei FamilySearch habe ich keine Informationen gefunden oder ich habe dort diese Bücher noch nicht entdeckt.
Die Rechnung, seine Staatsfinanzen auf ein höheres Niveau zu bringen war für Friedrich den Großen recht einfach, je mehr Untertanen – desto höher die Steuereinnahmen. Platz war nach seiner Meinung genug da, er musste nur die überflüssigen pommerschen Sümpfe austrocknen. Das sollte auch auf der Insel Usedom zu machen sein. Und genau dafür war Herr von Brenckenhof genau der Richtige, dieser entwässerte den Tuhrbruch über den Gothensee und ließ seinen Gehilfen, den Geheimen Domänenrat Ulrich – auf einer Sandzunge die ins Moor führte – ein Dorf errichten. Dieser wiederum fand das geschaffene so toll, dass er demselbigen seinen Namen verpasste: Ulrichsdorf? Nein nicht so gut, Ulrichshorst ist besser. Jetzt fehlten nur noch die entsprechenden Bewohner, diese mussten natürlich, damit die Rechnung vom großen Fritz aufging, aus dem Ausland kommen.
Ulrichshorst, im Bild unten rechts sind noch gut zwei Doppelhäuser zu erkennen. Foto: Dirk Mannschatz
Ich habe ein Gartenbaustudium in Hannover absolviert und bin an gartenbaulichen Themen immer interessiert. Im Zuge meiner Ahnenforschung in Pommern bin ich auf meinen 7-fachen Urgroßvater Christian Conrad Hoffmüller gestoßen, der in Kirchenbuch der Johanniskirche in Stargard als Kunst- und Lustgärtner bezeichnet wurde. Er starb 1741 im Alter von 80 Jahren, lebte also von ca. 1661 – 1741.
Auch seine Nachfahren sind in diversen Kirchenbüchern in den Kreisen Saatzig, Naugard und Regenwalde als Kunst- und Lustgärtner oder nur als Gärtner bezeichnet worden. Nach unbestätigten Informationen haben sich in Mexico (Ortsteil von Stargard) die Hoffmüllers eine Saatgutfirma aufgebaut, die wohl bis zum Ende des 2. Weltkrieges Bestand hatte. (mehr …)
Vor Jahren habe ich wegen der Euthanasie recherchiert. Dabei stellte sich heraus, dass die NS-Eugenik einen vorhandenen Zeitgeist aufnahm und dann pervertierte. So wurde die Selbstreinigung der Herrenrasse, die Volkshygiene formuliert. Dazu fand ich zwei Dissertationen, die ich wegen des Computerabsturzes derzeit nicht wieder finde. Beide beschreiben unvorstellbare Grausamkeiten und weisen auf wichtige Quellen. Dort zeigte sich, dass die Gerüchte der 1950er Jahre über die NS-Begründungen für Todesfälle in Kliniken den Tatsachen entsprechen. Diese gegenüber der Bevölkerung angeführten Begründungen für den Tod von Verwandten waren teilweise grotesk unglaubwürdig, wurden jedoch von den linientreuen Nazi-Familien geglaubt. So starben viele von den der Selbstreinigung der Herrenrasse zugeführten Personen an einem Eiterpickel oberhalb der Oberlippe. Tatsächlich wurden diese Personen bereits während der Anreise zur Klinik, oder beim Aussteigen aus Fahrzeugen bei der Ankunft getötet. Viele der Selbstreinigung zugeführten Kinder wurden mit Arbeit und Disziplin umgebracht. Das geschah in Zusatzlagern von KZs. Diese wurden teilweise als Erziehungsheime bezeichnet. Dafür hatte man die Strafmündigkeit auf sechs Jahre heruntergesetzt. Säuglingen verabreichte man Psychopharmaka und ließ sie in Kliniken verhungern. Es gab auch eine Verschleierung der Todesorte und Todeszeiten. Das geschah, weil man aus dem Gesundheitssystem und von den Familien Geld für die Rüstung generierte. Dabei wurden einige Orte zentral als Todesorte genannt. Die Tötungen fanden im gesamten Deutschen Reich statt. Die NS-Rassenhygiene wurde nach dem 08. Mai 1945 nicht vergessen, sondern nur verboten. Ansätze zur Beschreibung des unbegreiflichen NS-Tuns finden sich in den folgenden Auszügen des Buches „Im Land ohne Vergangenheit“. Dieses nennt einen Fall aus der Nachkriegszeit als Beispiel. Die Rechte für den Text liegen bei mir, deshalb verzichte ich hier auf genaue Zitatangaben zu diesem Buch. (mehr …)
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