DAGV- Nachwuchspreis für zwei Mitglieder des Pommerschen Greif

DAGV-Nachwuchspreis für zwei Mitglieder des Pommerschen Greif

Zu den ersten Trägern des neu gestifteten Nachwuchspreises der DAGV sind auch zwei Mitglieder unseres Vereins. Der Verein für Computergenealogie berichtet über den Genealogentag in Kleve und stellt die drei Träger der Nachwuchspreise näher vor.

https://www.compgen.de/2023/10/deutscher-genealogentag-in-kleve-war-erfolgreich/

Zur Einführung der Reformation in Pommern

Nach dem 1846 in Stettin ohne Verfasserangabe erschienenen 2. Band einer Pomerania, für die „Pommersche Heimatkirche“ bearbeitet von Friedrich Zuther.

erschienen in der „Pommerschen Heimatkirche“ 1950/1951

In den letzten Lebensjahren Herzog Bogislavs X. (gest. 1523) verbreitete die lutherische Kirchenreformation ihre Wirkungen auch nach Pommern. Der tiefe Verfall kirchlicher Lehre und Zucht, der in Deutschland die Reformation hervorrief, herrschte auch in Pommern, obwohl auf dem bischöflichen Stuhle zu Kammin, besonders seit der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, tüchtige und gelehrte Männer saßen, die sich aber vergebens bemühten, eine neue durchgreifende Ordnung zu begründen. Der Lebenswandel der meisten Geistlichen stand im größten Gegensatze zu ihren Lehren und gab dem Volke Veranlassung zum Aergernis. Der Glaube – an die Heiligkeit der Diener der Kirche und an die Wahrheit der · gepredigten Lehren sank noch tiefer, als aufgeklärte Männer in dem Ablaßhandel, den Papst Leo X. in Deutschland durch den berüchtigten Tetzel betreiben ließ, nur eine drückende Gelderpressung erkannten, die ganz dazu geeignet war, das Ansehen der römischen Kirche noch mehr herabzuwürdigen. Auch nach Pommern waren 1518 zwei Ablaßkrämer gekommen, die aber hier keinen großen Erfolg zu verzeichnen hatten, weil ihnen das gesammelte Geld, das sie ihrer Gewohnheit nach in einer Kirchenlade aufbewahrt hatten, in Freienwalde nachts von den beiden Kirchenvorstehern gestohlen wurde.

Croy Teppich
Hochzeits- und Reformationsgedenkteppich Philipps I. von Pommern (Croy-Teppich) Peter Heymans, Public domain, via Wikimedia Commons

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Wie ein Grabsteinfoto aus Fehmarn zu einer Familienzusammenführung führte und mir eine ganze Ahnenreihe für mein Ortsfamilienbuch bescherte

Ein Beitrag von Brigitte Max

 

Nachdem ich neulich gelesen habe, dass es teilweise ein Verbot für die Grabsteinfotografien geben soll oder schon gibt, folgender Beitrag:

Für mein Ortsfamilienbuch von Wollin suchte ich dringend Daten, da es sowohl keine Kirchenbücher als auch keine Standesamt Unterlagen mehr gibt. Ich stieß bei meiner Suche auf folgendes Grabsteinfoto mit dem Namen Richard Sabin aus Wollin:

Grabstein Sabin, Neuer Friedhof Fehmarn-Burg, Grabsteinprojekt des Vereins für Computergenealogie e. V.

Kurze Zeit später wurde ich von einem Ahnenforscher angemailt, der seine Vorfahren aus Wollin suchte und darunter befand sich auch der Name Sabin. Ich hatte als Unterlagen lediglich eine Adressenliste von Wollin, hier waren mehrere Sabins in einer Straße vermerkt, unter anderem der o.g. Richard Sabin, als auch der gesuchte Vorfahre des Ahnenforschers.

Ich gab ihm die Adressen von damals, die Grabsteinkopie und zwei Telefonnummern, die ich mit dem Namen Sabin auf Fehmarn gefunden hatte. Er nahm telefonischen Kontakt auf, die Fehmarner waren hocherfreut, von einem Verwandten zu hören und siehe da, es waren wirklich die Nachfahren der Sabins aus Wollin. Sie hatten sogar ein ganzes Ahnenbuch von ihren Vorfahren und einen Lebensbericht von dem o.g. Richard Sabin. Diese Daten bekam ich dann als Verwendung für mein Ortsfamilienbuch.

Fazit: Es sollte kein Verbot für das Veröffentlichen von Grabsteinfotos geben. Es ist wichtig für die Ahnenforschung.

Brigitte Max
Ansprechpartnerin für Wollin

 

Johann Nicolaus Fischer, ein Demminer Orgelbauer

Vor kurzem bin ich auf den Wikipedia-Artikel von Johann Nikolaus Fischer gestoßen, welcher ein Orgelbauer in Demmin war. „Über seine Person gibt es kaum Informationen“- so lautet der erste Satz im Abschnitt „Leben und Werk“. Aber warum eigentlich? Anscheinend hat noch niemand versucht, diese Person zu erforschen.

Hier mein Versuch, etwas mehr über Johann Nicolaus Fischer herauszufinden:

Johann Nicolaus Fischer wird erstmalig am 26. November 1853¹ im Demminer Wochenblatt als Orgelbauer in Demmin erwähnt, da er laut Tagesordnung der Stadtverordnetensitzung am 28. November 1853 das Bürgerrecht erlangen soll, wie nachfolgender Zeitungsausschnitt beweist:

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