Archivalie des Monats April 2026
Archivalie des Monats April 2026
Der Flugzeugabsturz bei Eldena am 18. April 1944. Oder: Als Herrn Jonas der Kragen platzte und Herr Jahnke eine Dusche bekam
Archivalie des Monats April 2026
Der Flugzeugabsturz bei Eldena am 18. April 1944. Oder: Als Herrn Jonas der Kragen platzte und Herr Jahnke eine Dusche bekam
Warteliste vorpommerschen Kirchenbücher für Archion (4/2026)
Im Archion-Forum gibt es eine Aufstellung, welche vorpommerschen Kirchenbücher schon digitalisiert sind und auf die Online-Stellung bei Archion warten.
https://www.archion.de/de/forum/threads/neue-kb-digitalisate-aus-pommern-aussicht.27015/#post-132379
Reise- und Wanderführer Pommern
Pommern von Martin Reepel 1932 – Ein umfangreicher Führer durch alle pommerschen Regionen mit vielen Bildern.
Der als „Pommernwanderer“ bekannte Reepel war ein engagierter Heimatschützer.
https://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/image/PPN1945044500/5/
Führer durch die Insel Rügen von Arthur Schuster
Erscheinungsdatum: 1926-1927 – mit zahlreichen Karten und zeitgenössischer Reklame
https://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/image/PPN1945967161/
Swinemünde, Heringsdorf, Misdroy – ein Reiseführer von 1869
https://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/image/PPN1963625706/
Wanderführer durch den Landkreis Stolp, Pom. 1931
zusammengestellt von der Lehrerschaft
https://www.digitale-bibliothek-mv.de/viewer/image/PPN1946039144/1/
Pommerntreffen 2026
Das Pommerntreffen 2026 in Anklam war gut besucht.
Pläne zum 250. Geburtstag von Philipp Otto Runge
Wie feiert Wolgast Philipp Otto Runge? Er wurde dort am 23. Juli 1777 geboren und zählt zu den bedeutenden Malern der Frühromantik. Sein Geburtshaus in Wolgast ist ein Museum.
Podcast:
Neuerscheinung: Katzower Tagebuch 1945
Katzower Tagebuch 1945; Norbert Rauer (Hrsg.)
Von April bis August 1945 schrieb die Pfarrfrau Dr. Hilde Völger aus frischem Eindruck des Erlebten über die Zeit nach dem Einmarsch der Roten Armee in Dörfern zwischen Greifswald und Wolgast.
https://buchshop.bod.de/katzower-tagebuch-1945-9783819224287
Karte um Stettin, 1782
Wieder eine schöne detailreiche Karte als Digitalisat der Stabi Berlin:
Plan von der Situation um und bey Stettin , 1782
https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN194309215X&PHYSID=PHYS_0001
Anhand der Volkszählung von 1905 hat der User Ascended Dreamer eine faszinierende Karte erstellt, die die Verteilung der Muttersprachen in Pommern zeigt.

Diese Volkszählung war die präziseste statistische Erfassung jener Zeit. Es wurden nicht nur Einwohnerzahlen erhoben, sondern auch Religionszugehörigkeit und Muttersprache. Die Datengrundlage lässt sich im Gemeindelexikon 1905 nachprüfen.
Auf Reddit wird außerdem beschrieben, wie die Karte erstellt wurde. Besonders bemerkenswert: Die Visualisierung arbeitet auf Gemeindeebene – das bietet eine viel höhere Detailtiefe als ältere Karten, die oft ganze Landkreise pauschal einfärbten.
Was zeigt die Karte?
Der Großteil der Provinz ist dunkelrot – also über 85 % deutschsprachig. Das gilt für Vorpommern rund um Stralsund und Stettin ebenso wie für weite Teile Hinterpommerns. Im Osten hingegen, im Regierungsbezirk Köslin an der Grenze zu Westpreußen, tauchen rosa und violette Einsprengsel auf:
Warum gibt es polnische Sprachinseln auch in Vorpommern?
Das hat mich besonders interessiert. Anders als im östlichen Hinterpommern, wo die Kaschuben eine alteingesessene, autochthone Minderheit bildeten, war Vorpommern 1905 seit Jahrhunderten nahezu durchgängig deutschsprachig. Dass dennoch vereinzelt nicht-deutschsprachige Punkte auftauchen, hat meist wirtschaftliche Ursachen.
Vorpommern war geprägt von riesigen Rittergütern. Viele einheimische Landarbeiter wanderten damals in die Städte ab – die sogenannte Landflucht. Um den Arbeitskräftemangel zu decken, holten die Gutsbesitzer massenhaft Saisonarbeiter aus den preußischen Provinzen Posen und Westpreußen sowie aus Russisch-Polen und Galizien. Da die Volkszählung am 1. Dezember stattfand, waren viele dieser Arbeiter noch auf den Gütern gemeldet – und erscheinen in den Tabellen des Gemeindelexikons entsprechend als „Polnischsprachig“ oder „Zweisprachig“.
Betroffen waren vor allem die fruchtbaren Ackerbauregionen in den Kreisen Grimmen und Greifswald sowie auf Rügen. In Murchin etwa lebten 185 deutschsprachige und 60 polnischsprachige Menschen – das erklärt den auffälligen hellrosa Fleck auf der Karte.
Die Karte lässt sich in hoher Auflösung betrachten und herunterladen: Sprachenkarte Pommern 1905
Ebenfalls einen Blick wert: die physische Karte vom selben Autor – wussten Sie, wie viele Moorflächen es in Pommern gab? Physische Karte Pommern