Internetveröffentlichung historischer pommerscher Zeitschriften aus Stettiner und Greifswalder Sammlungen

Titelbild Baltische Studien Heft 1Regionale Zeitschriften geben uns ein umfassendes Abbild des gesellschaftlichen Lebens früherer Epochen. In Pommern haben Zeitschriften eine aussergewöhnliche und lange Geschichte; sie begleiten das Leben in der Region bereits seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Der wichtigste Wendepunkt in der neueren Geschichte Pommerns lag im Jahr 1945, in welchem Pommern auf zwei die Staaten Polen und Deutschland aufgeteilt wurde. Als Ergebnis der historischen Veränderung wurde auch die Sammlung pommerscher Zeitschriften zerstreut und teilweise zerstört.

Bedrohung des gemeinsamen Kulturerbes

Gegenwärtig gibt es über den beinahe überall lückenhaften polnischen und deutschen Bestand an regionalen pommerschen Zeitschriften keine schlüssigen Angaben. Schätzungen der Pommerschen Bibliothek in Stettin gehen davon aus, dass sich heute ca. 500 pommersche Zeitschriftentitel mit rund 20 000 Bänden in verschiedenen polnischen und deutschen Bibliotheken und Archiven befinden. Zeitschriften sind leider sehr stark dem Einfluss der Zeit unterworfen und sind aufgrund der schlechten Qualität des verwendeten Papiers der unwiderruflichen Zerstörung ausgesetzt. Eine umgehende Bearbeitung und Digitalisierung ist erforderlich, bevor einmalige historische Dokumente unwiederbringlich zerstört sind.

Grenzüberschreitendes Projekt rettet Zeitschriften (mehr …)

Stolper Heimatstube in Bonn

Heute war ich in der Stolper Heimatstube in Bonn. Mein letzter Besuch dort liegt leider schon Jahre zurück und ich habe gestaunt, was dort inzwischen alles geschaffen, geordnet und inventarisiert wurde.

In herzlicher Atmosphäre, nicht nur bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen, nein, es wurde sogar Mittagessen mitgebracht, berichteten die Anwesenden über die aktuellen Ereignisse und Ergebnisse, so z.B. vom Besuch des Greif-Seminars in Travemünde oder von einem Besuch im Bundesarchiv,  um den Bestand „Reichssippenamt“ zu prüfen.  Aber natürlich wird auch gearbeitet, es gibt zu jedem Ort im Kreis einen Ordner, gutgefüllte Bücherschränke und vieles mehr, was bei der Orts-und Familienforschung hilft. Es sind genug Leute da um Fragen zu beantworten (heute ca. 20 Besucher)  und selbst ohne konkrete Fragen kommt man durchs Stöbern, Miteinander Reden oder Zuhören wieder zu neuen Impulsen, wo man weiterforschen könnte. Und wie schön, dass man die Frage hört: Was kann ich heute zum Einarbeiten mitnehmen? Die Stolper Heimatstube öffnet jeden ersten Samstag im Monat von 10 – 16 Uhr. (Öffnungszeiten)

Viele Bestandlisten sind inzwischen auch schon online durchsuchbar um einen Besuch so optimal vorzubereiten.

Von welcher Heimatstube können Sie  hier berichten?

Die Stimme des Eisernen Kanzlers Otto von Bismarck

Otto von Bismarck
Otto von Bismarck

Die weltweit einzige Aufnahme der Stimme von Otto von Bismarck ist auf einer alten Walze aus wachsähnlichem Material entdeckt worden und wurde jetzt aufbereitet und digitalisiert.

Hören Sie dieses einzigartige Zeitdokument 

Hintergrundinformationen und weitere Audiodateien
Bismarck, geboren in Sachsen,  wuchs auf Kniephof im Kreis Naugard in Hinterpommern auf. Nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1839 zog er dorthin und wurde Landwirt. Gemeinsam mit dem um fünf Jahre älteren Bruder Bernhard bewirtschaftete er die väterlichen Güter Kniephof, Külz und Jarchlin im Kreis Naugard.

Varzin
Rittergut Varzin um 1860, Sammlung Alexander Duncker

1847 heiratete er in Reinfeld  im Kreis Rummelsburg Johanna von Puttkamer aus einer alten pommerschen Adelsfamilie. Bismarck erwarb 1867 das Rittergut Varzin. Auf dessen Gemarkung ließ er die Papierfabrik Hammermühle errichten, die sich bald zum größten Unternehmen Ostpommerns entwickeln sollte, sowie weitere Papierfabriken. Lesen sie mehr über Bismarck auf Wikipedia.

Einschränkung bei neuen Regeln für Auslandskorrespondenz (Polnische Staatsarchive)

Nach Auskunft von Lukasz Bielecki, Poznań, hält es das Staatsarchiv in Poznań so, dass die früher in diesem Blog (15.1.2012) beschriebene Regelung nur bei einer offiziellen Beglaubigung von Kopien durch das Staatsarchiv angewendet wird. D.h. es betrifft Personen, die im Rahmen eines Verwaltungsvorgangs Kopien mit Rechtskraft anfordern (z.B. Geburtsurkunden für amtliche Zwecke). Dies dürfte aber Genealogen nur am Rande betreffen, wenn Auszüge aus Registern nur für eigene Familienforschungszwecke verwendet werden sollen. Hier werden vom Staatsarchiv in Poznań Kopien ohne Einschränkungen versandt. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass in einigen anderen Archiven gegenwärtig noch Missverständnisse bestehen.

Seminar Pommerscher Greif in Travemünde

Seit gestern treffen sich Familien-und Ortsforscher in Travemünde. Den Auftakt der Vorträge machte Andre Marten mit einem sehr interessanten Vortrag über die Ahnenforschung im Standesamt. Diesen Vortrag werden wir bald auf der Homepage veröffentlichen.
Heute geht es weiter mit Berichten über die polnischen Bibliotheken, die Dänische Lustration und das Lastenausgleichsarchiv in Bayreuth. Hier berichtet der Autor unseres Buches „Das Lastenausgleichsarchiv Bayreuth als Träger familiengeschichtlicher Quellen“ Sonderheft 11.

Hier ein paar Impressionen.

300ster Geburtstag von Friedrich dem Großen

Friedrich der Große und die Pommern

Friedrich der Große als Kronprinz um 1740 Antoine Pesne [Public domain or Public domain], via Wikimedia CommonsVor 29 Jahren vollzog sich eine der bedeutendsten Wandlungen der Weltgeschichte. Welch eine Wendung durch Gottes Fügung! Mühsam aus kleinen Anfängen hat sich das unansehnliche Preußen zu seiner jetzigen Machtstellung durchgerungen, und seine glorreiche Dynastie ist vorgeschritten vom Burggrafentum zum Kurhut, vom Kurhut zum Königtum und vom Königtum zur Kaiserkrone. Und man kann sagen, Fürst und Volk waren einander wert. Mit Dank haben es die Hohenzollern anerkannt, daß sie über eine tüchtige, opferbereite und überaus treue Nation das Regiment führen. (mehr …)