Schadow-Statue Friedrich des Großen aus Stettin in Berlin

Friedrich der Grosse als Bronze am Pommerschen Landesmuseum in Greifswald
Friedrich der Grosse als Bronze am Pommerschen Landesmuseum in Greifswald

1791 erhielt Johann Gottfried Schadow (sein bekanntestes Werk die Quadriga auf dem Brandenburger Tor) den Auftrag, eine Statue des Königs Friedrich II. für Stettin zu erstellen. Diese Statue aus weissem  italienischem Marmor mit einem Sockel aus blauem schlesischem Marmor stand bis 1877 auf dem Paradeplatz in Stettin  und wurde dann durch eine Bronzekopie ersetzt. Die Marmorskulptur fand ihren Platz im Ständehaus, dem heutigen Polnischen Nationalmuseum in Stettin. Dort blieb sie dann bis 1942, dann wurde sie in die Burg in Wildenbruch/Greifenhagen (Swobnica) evakuiert. Leider kam es zu einem Unfall: sie stürzte eine Kellertreppe herunter und zerbarst . Die Bronzestatue befindet sich heute im pommerschen Nationalmuseum in Greifswald, das Schicksal des Marmor-originals war lange Zeit unbekannt. (mehr …)

Komitee zur Pflege des Gedächtnisses Bütower Juden in Gründung

Ein Komitee im kaschubischen Bütow / Bytów soll das Andenken an die dortige frühere jüdische Minderheit sichern. In der Online-Wochenendausgabe der mittelpommerschen Tageszeitung Głos Pomorska erschien am 15. Januar 2012 ein entsprechender Beitrag von Andrzej Gurba. Mit der Tätigkeit des Komitees soll die Geschichte der jüdischen Gemeinschaft als Teil des multikulturellen Bütow unvergesslich gemacht werden, sagte einer der Initiatoren, Professor Obracht-Prondzyński.

Seit einigen Jahren werden im Kreise des Bütower Westkaschubischen Museums Diskussionen um das Gedächtnis der früheren jüdischen Minderheit in Bütow geführt. Initiiert wurden die Gespräche nach dem Bau einer Turnhalle auf dem Gelände des früheren jüdischen Friedhofs. Als ein jüdischer Grabstein bei einem Umbau entdeckt wurde, entstand die Idee zur Gründung des Komitees. Das Gründungstreffen ist für Dienstag, den 24. Januar um 10 Uhr im Bütower Museum vorgesehen.

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Neue Regeln für die Auslandskorrespondenz von polnischen Staatsarchiven

Das polnische Gesetzbuch des Verwaltungsverfahrens wurde im Dezember 2010 geändert. Damit ergeben sich für alle polnischen Amtsstellen, auch für die Staatsarchive, neue rechtliche Grundlagen für die Auslandskorrespondenz. Obwohl die Regelung auf den Behördenverkehr mit Auslandspolen zielt, sind ausländische Antragsteller von Staatsarchiven (z.B. bei Bestellungen von beglaubigten Kopien mit Rechtskraft) aufgrund der Allgemeingültigkeit der Regelungen ebenfalls betroffen.

Der im Ausland lebende oder seinen Sitz im Ausland habende Antragsteller ist somit verpflichtet, zur Zustellung der Korrespondenz einen Bevollmächtigten mit Adresse in Polen zu benennen. Im Fall, dass solch ein Bevollmächtigter nicht bezeichnet wird, werden die für den Antragsteller bestimmten Schriften in den jeweiligen Akten mit „Zustellungswirkung“ belassen. Das heisst, die Schriften gelten als zugestellt und bleiben im Archiv, bis sie entweder persönlich abgeholt oder an eine polnische Adresse geschickt werden können.

Digitales Fotografieren mit eigenem Gerät in Polnischen Staatsarchiven neu möglich

Der Generaldirektor der Polnischen Staatsarchive hat am 22. Dezember 2011 die entsprechende Verordnung so geändert, dass ab sofort das selbstständige Anfertigen von Digitalaufnahmen mit eigener Digitalkamera ohne Gebührenerhebung erlaubt ist. Dies betrifft auch das Aufnehmen von Abbildungen an Mikrofilm-Lesegeräten, eingeschlossen sind auch Mikrofilme, die aus anderen Staatsarchiven ausgeliehen sind.

Digitalaufnahmen sind an einige Bedingungen geknüpft: (mehr …)

Film über Otto Freundlich

Werk von Otto Freundlich
Werk von Otto Freundlich auf dem Titel des Ausstellungskataloges "Entartete Kunst"

Folgende Nachricht erreichte uns heute von R. Kupisinski vom Museum in Stolp:

Der Film über den aus Stolp stammenden Künstler Otto Freundlich ist (schon seit einiger Zeit) auf DVD erhältlich!
Der Name Otto Freundlich wird Ihnen schon auch aus dem Führer durch Stolp u. Umgebung von Eulitz (1926) bekannt sein, wo er auf S.191 unter anderen „Bekannten Stolpern“ erwähnt wird.
Sein Elternhaus steht heute noch in der Tuwima/Hospitalstr. und hinter dem Rathaus eine Skulptur, deren Aufstellung mit der Verwirklichung seiner Idee der Straße des Friedens zusammenhing.
Näheres erfahren Sie unter www.das-geht-nur-langsam.de oder im herunterladbaren Faltblatt.
Der Film erzählt von den Plänen Otto Freundlichs eine Skulpturenstrasse durch Europa zu bauen und wie diese Pläne heute verwirklicht werden.

Silvester

Wollen Sie mal etwas anderes machen als Bleigießen am Silvesterabend? Wie wäre es mit Schuhwerfen? Ein früher in ganz Pommern verbreiteter Brauch. Vielleicht möchten Sie aber lieber ein Päckchen machen um im neuen Jahr Brot, Salz und Geld zu haben? Lassen sie sich dabei aber nicht erwischen!
Weitere Orakel befassen sich mit der Liebe, dem Tod und dem Unsichtbarsein.
Lesen sei mehr dazu in dem Artikel „Pommersche Sylvesterorakel“ (pdf, 900 kb) von G.A. Bentlage aus „Unser Pommerland“ Heft 3; 1912/13.
Den ganzen Jahrgang 1912/13 finden Sie bei den polnischen Bibliotheken.

Weitere online-Veröffentlichungen dieser Zeitschrift auf unserer Literaturübersicht  unter „Unser Pommerland“

Wir wünschen ein frohes Neues Jahr mit vielen Forschungserfolgen.

Restaurierung der Grabkapelle des Franz von Essen in der Greifswalder Marienkirche

Verschwiegenheit
Verschwiegenheit, Epitaph Franz von Essen, Greifswalder Marienkirche

David Mevius (* 6. Dezember 1609 in Greifswald; † 14. August 1670) war ein Rechtspraktiker aus Greifswald und einer der bedeutendsten deutschen Juristen des 17. Jahrhunderts. Die David-Mevius-Gesellschaft e.V., die sich der Erforschung nordeuropäischer Landes- und Rechtsgeschichte widmet, hat Geld für die Restaurierung seines Epitaphs in Wismar gesammelt, es kamen 100 000 € zusammen und das Denkmal strahlt wieder im alten Glanz in der Wismarer Nikolaikirche.
Im aktuellen Projekt sammelt man Geld für die Restaurierung der Grabkapelle des Franz von Essen in der Greifswalder Marienkirche. (mehr …)