Die Seite Lapidarium w Kobylance (Lapidarium in Kublank) hat den Scan des Protokolls der Sitzung des Rates für Denkmalpflege mit den Behörden des Ortes und lokalen Aktivisten vom 30. November 2017 veröffentlicht. Die Zusammenfassung am Ende des Protokolls: „Alle anwesenden Mitglieder des Rates waren dafür, den Friedhof in Kobylanka in seiner Gesamtheit in intakter, geordneter und konservierter Form zu erhalten, nicht als Gedächtnispark, sondern als Ort historischer Bestattungen, einschließlich katholischer Bestattungen.“
Wir freuen uns sehr, dass die Bemühungen der Einwohner von Kublank und auch die Unterstützung durch eine international unterschriebene Petition Erfolg gezeigt haben.
Mit dem auch als Lied vertonten (Link ganz am Ende) Gedicht „Christnacht“ des Pommern Robert Eduard Prutz führt die Gesellschaft für pommerscher Geschichte, Altertumskunde und Kunst e.V. in den Reigen der Feiertage. http://pommerngeschichte.de/christnacht/
Jedes Jahr am 1. Advent wurde seit 1921 in der Marienkirche in Labes das Krippenspiel aufgeführt, ein altes süddeutsches Christgeburtsspiel, das von der damaligen Landratsgattin, Frau Marie von Bismarck, durch eigene Ideen bereichert und verschönert wurde. Etwa 30 Mitspieler gehörten dazu, alles Erwachsene mit Ausnahme von 5 kleinen Mädchen. Aus der ganzen Umgebung kamen die Zuschauer, teilweise mit Leiterwagen, angefahren. Die Kirche war bei allen drei Aufführungen immer voll besetzt. Diese Aufführungen waren einzigartig im protestantischen Pommern.
Nach dem Krieg schrieb der Lehrer Walter Nemitz, ein langjähriger Darsteller des Josef, das Krippenspiel auf. Seit 1972 wird es jedes Jahr am Sonnabend vor dem 1. Advent von der St. Nathanael Gemeinde, Hannover-Bothfeld, in der Walter Nemitz als Kantor wirkte aufgeführt und seit 1986 gibt es auch immer Darbietungen am Samstag vor dem 4. Advent im „TRITONUS Schwüblingsen“ (www.labeser-krippenspiel.de) unter der Leitung von Hartmut Nemitz, einem Sohn von Walter Nemitz.
In diesem Jahr gibt es Aufführungen am 23.12. um 16.30 und 19.00 Uhr. http://www.haz.de/Freizeit/Veranstaltungen/Uebersicht/LEO-Details/(rot)/1725416*1514043000/(info)/Buehne-Tritonus
Bild: By Silar (Own work) [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia CommonsDie Handlung des etwas einstündigen Spieles ist einfach, die Darstellung anrührend. Maria und Josef, die Hirten und Engel sowie die Heiligen Drei Könige treten in farbigen Kostümen auf. Die Handlung beginnt mit der mühevollen Herbergssuche von Maria und Josef, die schließlich im Stall bei Ochs und Esel endete. Dort kommt der Weltenerlöser in einer Krippe zur Welt. Die verachteten „Hirten auf dem Felde“ wurden die ersten Zeugen der Geburt des Messias, nachdem sie von den Engeln erfahren hatten: „Euch ist der Heiland heut geboren, von einer Jungfrau auserkoren“. In die einfache, aber anmutige Choreografie reihten sich auch die Heiligen Drei Könige ein, die dem Kind in der Krippe huldigen.
Im Mittelpunkt des Spiels steht ein originales Weihnachtslied, das in Labes entstanden ist „Da ist die schöne Nacht schon wieder, die schönste für die Christenheit…“ . Aber auch sonst erklingen viele bekannte Weihnachtslieder.
Der genaue Ablauf ist auf wikipedia beschrieben.
aus: „Sie wußten die Feste zu feiern“ Klaus Granzow, Leer, 1982
Die gegenseitigen Verwandtenbesuche während der Weihnachtstage waren auf dem Lande sehr beliebt. Doch da die Verwandtschaft meistens sehr umfangreich war, hatte man Mühe, die Reihenfolge festzulegen. Man einigte sich dann so, daß auf den Stammhöfen, wo noch die Großeltern lebten, der erste Weihnachtstag gefeiert wurde. Der zweite Weihnachtstag war dann für die Eltern der Bauersfrau reserviert und am dritten Weihnachtstag ging oder fuhr man zu den Onkel und Tanten, wo viele Kinder waren und es immer am lustigsten zuging.
Advent Nummer 6
St.-Nikolai-Kirche in Stralsund
Be der reichhaltigen und wertvollen Innenausstattung fällt die Wahl schwer, sie fiel auf die farbenprächtige Ausmalung der Wände der Arkaden
Arkaden in der Nikolai Kirche Stralsund Foto M.Ott
Vielleicht suchen Sie für sich oder einen Ihrer Lieben noch ein Weihnachtsgeschenk? Aus den Büchern, die wir über das Jahr im Wochenblick für die Mitglieder des Vereins erwähnt haben, hier eine Zusammenstellung von neuen Büchern rund um Pommern oder Familienforschung in diesem Jahr. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Ergänzungen können Sie gerne über die Kommentarfunktion am Fußende einreichen.
Bei dieser Quelle handelt es sich um ein zentrales Zeugnis zur Geschichte der Folgen der Reformation in Pommern, noch dazu am Initialort für die Einführung der neuen Lehre. Das Hafenbuch dokumentiert die Verwendung der Einnahmen der mit der Reformation säkularisierten geistlichen Institutionen in der hinterpommerschen Stadt zum Ausbau des neuen Hafens an der Mündung der Rega in die Ostsee bei Deep. Es ist aufgrund der vorzüglichen Edition, die gerade erschienen ist, eine personengeschichtliche Quelle ersten Ranges für das 16. Jahrhundert, die neben Einträgen zu Treptow an der Rega und den Dörfern des umliegenden Amtes auch solche zu Bürgern aus den Nachbarstädten bietet.
Stralsunder Bücherschätze
Kunkel, Burkhard „Die Bestände dieser Bibliothek des Stralsunder Gymnasiums, seltene und eindrucksvollen Handschriften und Frühdrucke, sind jedoch bis heute zu Unrecht weitgehend verborgen geblieben.“ https://www.harrassowitz-verlag.de/title_1466.ahtml
Nicht vergessen VOE (Verbundkatalog östliches Europa) anzukreuzen, wenn es um Suche nach pommerscher Literatur geht (da ist dann z.B. auch unsere Vereinsbibliothek mit dabei) und ggf. „Nur digitale Medien“ wenn man etwas online finden will.
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