Pommersche Lehrer

Ein interessantes Dokument über Lehrer im 19. Jahrhundert, in dem auch Biografien von Lehrern aus Pommern enthalten sind:

Personenlexikon von Lehrern des 19. Jahrhunderts
Berufsbiographien aus Schul-Jahresberichten und Schulprogrammen 1825 – 1918, von Kössler, Franz

Die Zeit von 1825 – 1918 war im deutschsprachigen Raum die Blütezeit der Schulprogramme.
Sie enthalten in der Regel einen Jahresbericht über die Schule sowie eine wissenschaftliche Abhandlung.
Lange Zeit standen nur die Abhandlungen im Focus. In jüngster Zeit finden auch die Angaben zum Unterrichtsstoff und zu den Prüfungen Interesse.
Wenig beachtet wurden bisher die biographischen Angaben zu Lehrern und Schülern. (mehr …)

1. Regionaltreffen Vorpommern

Am Samstag, den 01.10.2016, fand in Greifswald das erste Regionaltreffen Vorpommern des Pommerscher Greif statt. Ausgangspunkt waren Bestrebungen innerhalb des Vereins, Ortsgruppen mit regelmäßigen Regionaltreffen zu initiieren. Da in Greifswald bereits zwei Ahnenforscherstammtische durch die Vereinsmitglieder David Krüger und Danilo Beiersdorf in der Vergangenheit organisiert wurden, wurde das dritte Folgetreffen genutzt, um ein Regionaltreffen Vorpommern zu etablieren.

David Krüger und Danilo Beiersdorf
David Krüger und Danilo Beiersdorf

Der Einladung in den Seminarraum der Jugendherberge folgten insgesamt 20 Personen. Darunter auch viele nicht-Vereinsmitglieder. Im Vorfeld wurde das allgemeine Thema „Sekundärquellen“ für das Treffen vorgegeben. Hauptschwerpunkt des Abends sollten somit die nicht durchgehend bekannten Quellengattungen neben den Kirchenbücher und Standesamtsregistern sein. (mehr …)

Kalenderreform in Pommern

Google Doodle zur Einführung des gregorianischen Kalenders
Google Doodle zur Einführung des gregorianischen Kalenders

Heute feiert Google mit einem Doodle,  dass vor genau 434 Jahren der Gregorianische Kalender eingeführt wurde und damit den bis dahin bestehenden julianischen Kalender ablöste.

Dieser Termin der Kalenderreform galt allerdings erst nur für die katholischen Länder, eines der ersten evangelischen Länder, dass den gregorianischen Kalender 1612 einführte, war das Herzogthum Preussen . Zu diesem Zeitpunkt war Pommern aber noch ein eigenständiges Herzogthum. Im übrigen protestantischen Teil Deutschlands und den schwedischen Provinzen wurde der gregorianische Kalender erst 1700 eingeführt (http://kalendersysteme.de/deutsch/kalender/systeme/systeme/kalender_19.html), auf den 18.Februar julianischer Zeitrechnung folgte also der 1. März 1700 nach neuer Zeitrechnung.

Ein hilfreiches Werkzeug für die Umrechnung ist das frei herunterladbare Programm GenTools6.

Anekdoten aus der Familienforschung

Martina Riesener, Friedberg im Juni 2016

Wer kennt sie nicht, diese überlieferten Familiengeschichten vom früheren Reichtum und vom verloren gegangenen Adelstitel. Diese und andere Begebenheiten kursierten natürlich auch bei uns, daher nachfolgend einige dieser Anekdoten und Kuriositäten.

Besondere Bedeutung gebührt in diesem Zusammenhang einer Urgroßmutter namens Anna Franziska. Durch etliche Erzählungen hatte ich in Erfahrung gebracht, dass sie vermutlich aus russischem Adel stammte, da ihr Geburtsname mit dem bekannten “sky“ endete. Als Ehefrau eines Arbeiters im Ruhrgebiet parlierte sie zudem bemerkenswerterweise gelegentlich in französischer Sprache, besonders, wenn sie über etwas verärgert war. Weiterhin wurde berichtet, es seien gesiegelte, alte Dokumente, verfasst in unbekannter Sprache, von den Nachkommen verbrannt worden, da “diese ja sowieso niemand mehr lesen könne“.

Anna Franziska

Natürlich wollte ich mich nicht den Reihen der entrückten “Familienforschungs-Adelsprädikatjäger“ anschließen, aber das hörte sich doch sehr vielversprechend an. Welch grandioser Einstieg wäre eine durch mich bestätigte Adelszugehörigkeit in diesem Teil der Forschung?
Ernüchterung brachte bereits die erste angeforderte Kopie der Geburtsurkunde eines ihrer Kinder aus dem Jahr 1899. Darin war das erwartete “geborene …sky“ getrennt geschrieben worden: in einer Zeile “gebore“ und in der nächsten mit “nen …sky“ fortgesetzt, und zwar so, dass das “nen“ durchaus auf den ersten Blick auch als “von“ gelesen werden konnte. Bei genauerer Betrachtung traf dies jedoch nicht zu, war aber vermutlich so von ihren Kindern interpretiert worden. Trotz dieser ersten Negativerfahrung erforschte ich ihre dennoch mögliche adlige Ahnenreihe zurück bis zu ihrem eigenen Urgroßvater, einem sprichwörtlich durch die Lande ziehenden Füsilier im Bataillon von Carlowitz. Danach verliert sich die Spur der Familie – der Nachname allerdings wurde stets ohne ein “von“ geschrieben. (mehr …)

Die Familie von Götz George

Heinrich_George_Porträt
Heinrich George, Bild Bundesarchiv_Bild_183-J03249,_Heinrich_George_ bei_einer_Kundgebung.jpg: Schwahn derivative work: Paulae [CC BY-SA 3.0 de ], via Wikimedia Commons
Wir trauern um Götz George (* 23. Juli 1938 in Berlin; † 19. Juni 2016 in Hamburg) und denken dabei an seine pommerschen Wurzeln.
Sein Vater Heinrich George war ein berühmter Film- und Theaterstar seiner Zeit, seine Mutter Berta Drews (* 19. November 1901 in Tempelhof; † 10. April 1987 in Berlin) war ebenfalls eine bekannte Schauspielerin. Götz George hatte noch einen älteren Bruder (Fotos mit der Familie). Auch Berta Drews Mutter soll wohl aus Pommern stammen. (Quelle: Mein Mann Heinrich George)

Die Familie besaß ein Ferienhaus in Sorenbohm (Sarbinowo)

 

 

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Fotoalben – ihre Tücken und Lücken

Von Klaus Vahlbruch – ursprünglich geschrieben als Mail in die Liste des Vereins für Computergenealogie am 8.3.2016.

Ihr kennt das. Da sind eine ganze Reihe von Fotoalben überliefert, private, aus Urlaubstagen, aus Freundschaften der Eltern oder aus dem beruflichen Umfeld, Höfe, Betriebe etc. Bei mir sind es ca. 20 Stk. von ganz klein (15 x 9 cm) bis (32 x 24 cm) von nur 20 bis zu 60 Seiten, fast alle quer.

Photoalbum
Photoalbum via pixabay PD

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Familienforschung in Pommern

von Martina Riesener

Dieser Artikel erschien in der Pommerschen Zeitung vom 23. Januar 2016

Ein verbindendes Hobby

Martina Riesener
Martina Riesener

1958 geboren, faszinierten mich schon als Kind die lebhaften Erzählungen und Erinnerungen der älteren Familienmitglieder. Besonders die meines aus Hinterpommern stammenden Großvaters beeindruckten mich, sodass ich bereits damals eine kleine Ahnentafel abschrieb. Natürlich ahnte ich noch nicht, wie wichtig diese später einmal für meine Familienforschung sein würde. Besagte Abschrift begleitete mich wohlverwahrt, dabei nie vergessen, durch die nächsten Jahrzehnte meines Lebens. Schulzeit, Studium, Beruf, Familiengründung und -leben ließen allerdings keine Zeit zu weiteren Forschungen. So wurde mir erst kurz vor dem Tode meines Vaters im Jahr 2002 bewusst, wie wenig mir doch im Grunde über meine Vorfahren und somit der meiner Kinder bekannt war. Ich begann mit den ersten Recherchen, bei denen sich die bereits erwähnten Notizen als ein wertvoller Grundstock erwiesen.

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