Unsere ehemalige Landeshauptstadt Stettin hatte zeitweise 21 Standesämter. Wer sich mit den örtlichen Gegebenheiten nicht auskennt, steht als Familienforscher oft vollkommen hilflos vor diesem Labyrinth. Aufgrund der raschen Größenzunahme der Stadt Stettin, die auch durch Eingemeindungen bedingt war, gab es mehrfach Änderungen in den Standesamtsbezirken. Hier soll die historische Entwicklung dieser Änderungen dargestellt werden.
Zur Einführung eines neuen Projektes zur Scharfrichterforschung im Verein.
Als ich in Standesamtunterlagen im Archiv in Köslin auf die Sterbeurkunde eines Scharfrichtergehilfen (Nr. 14 1892 StA Schulzenhagen) stieß, der im Wonnebach ertrunken war (welche Ironie des Schicksals), wunderte ich mich, dass es diesen Beruf um die Zeit noch gab, bei weiteren Recherchen musste ich aber feststellen, dass die Todesstrafe in Deutschland erst durch das Grundgesetz 1949 abgeschafft wurde.
StA Schulzenhagen/Köslin, 20. April 1892 …daß der Scharfrichtergehilfe Robert Henning, 54 Jahre alt, evangelischer Religion, wohnhaft zu Rügenwalde, geboren zu Magdeburg, verheiratet gewesen mit Auguste, geb. Boje, Sohn des Scharfrichtergehilfen (Vorname unbekannt) Henning und dessen Ehefrau Johanne geb. Rhakowsky zu Lassehne im Wonnebach am 16.3.1891 todt aufgefunden worden ist. …..
Die „Monatsblätter der Gesellschaft für pommersche Geschichte und Altertumskunde“ waren in der Blütezeit der Vereinigung neben den Baltischen Studien das zweite Veröffentlichungsorgan dieser renommierten Gesellschaft. Bisher war diese Zeitschrift nur in wenigen Ausgaben und oft nur über Proxy in den USA erreichbar.
Damit erschliesst sich für den Interessierten ein Quell an grundlegenden Veröffentlichungen über Vorgeschichte, Geschichte, Volkstum, Kunstgeschichte, Familienforschung und vieles mehr von bekannten Autoren der pommerschen Geschichtsschreibung wie Martin Wehrmann, Robert Bukhardt, Robert Holsten, Alfred Haas und Martin Bethe, um nur einige aufzuzählen.
Nach Angaben der Stadt Stralsund werden neben dem jetzt in New York aufgetauchten Kepler folgende Bücher weiterhin dringend gesucht:
Hevelius, J., Selenographia sive lunae siscriptio, Danzig 1647, G fol. 4; (Beschreibung bei wikipedia) Das war bei Reiss im November 2012 die Auktionsnummer 4840 . Das Besondere an diesem Band ist das MAM auf dem Einband, es ist ein Exemplar von Andreas Marquard, von diesem mit Supralibros MAM (Magister Andreas Marquard) gebunden und vermutlich von seiner Witwe dem Gymnasium übereignet . Von diesem Band ist bekannt, dass er in Privatbesitz gelangte und der Besitzer eine Rückgabe ausschließt. (siehe Kommentar auf http://kulturgut.hypotheses.org/253)
Wie NDR Radio MV heute abend aufgrund eigener Recherchen ( das verdient ein dickes Lob) mitteilte, wird ein Buch aus der Stralsunder Gymnasialbibliothek derzeit in New York für eine viertel Million Dollar zum Kauf angeboten.
Da es in Stralsund ja nie einen Katalog der verkauften Bücher gab, waren auch die Angaben über vermisste Bücher recht spärlich, die Stadt zählte nur auf, welche Bücher zurückgegeben wurden.
Die an der Rettung der Stralsunder Archivbibliothek interessierten Personen konnten aber nachweisen, dass z.B. ein Kepler Druck bei der Auktionsfirma Reiss und Sohn für 44 000 Euro verkauft wurde. Das Angebotsbild des Umschlages (damals unter der Nummer 4841 bei Reiss verkauft) habe ich noch auf meiner Festplatte (siehe oben), vergleichen Sie es mal mit dem jetzt in New York angebotenen Buch:
In der New Yorker Beschreibung wird auch auf den Stempel aus Stralsund hingewiesen (Stamp of the “Bibliothek des Gymnasiums zu Stralsund” on blank portion of title of the Mysterium Cosmographicum) der auf Archivalia ja schon im November 2012 dokumentiert wurde. (mehr …)
Karl Theodor Heinrich Beyer wurde am 8. August 1839 in Neustettin als Sohn des Gymnasialoberlehrers und Professors Daniel August Beyer geboren. (mehr …)
Ein gut besuchtes und mit interessanten Vorträgen und Ausflügen gespicktes Wochenende in Greifswald auf dem Seminar des Pommerschen Greif ist vorbei. Die Stadt verwöhnte uns mit Sonnenschein aber der Jahreszeit entsprechenden Temperaturen und das Hotel mit leckeren Speisen und Getränken. Das persönliche Kennenlernen von den Gesichtern hinter den „Internetadressen“ und viele nette und informative Begegnungen und Gespräche neben den gesetzten Terminen rundeten das Seminar ab. Da es geplant ist, die Vorträge als Tagungsband zu veröffentlichen, werde ich hier die Themen nur kurz anreißen.
Den Auftakt am Freitagabend machte Wulf von Restorff: „Über den Umgang mit genealogischen Nachlässen“ Er berichtete auch den derzeitigen Erkenntnisstand einer AG im DAGV (Deutsche Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände), die sich zu diesem Thema gebildet hat. Eine zentrale Aussage: Nachlässe müssen vorbereitet werden, damit sie genützt werden können und der rechtliche Rahmen ist zu berücksichtigen. Sowohl Nachlässe in Papierform als auch der digitale Nachlass in Form z.B. einer gedcom-Datei wurden bei seinen Ausführungen berücksichtigt.
Hans Bahlow (* 21. November 1900 in Liegnitz; † 16. Dezember 1982 in Hamburg) war ein deutscher Namenforscher. Mag Wikipedia auch schreiben, dass seine inhaltlichen Deutungen der Fluss- und Ortsnamen in Deutschland, die er fast ausnahmslos auf „Wasser“, „Sumpf“ oder „Moor“ zurückführt, heute in der Wissenschaft allgemein abgelehnt werden, sind doch seine Ausarbeitungen über pommersche Familiennamen sehr hilfreich. Pommersche Familiennamen. Neustadt/Aisch 1982 (Als Nachdruck noch erhältlich beim Degener-Verlag)
Dieses Büchlein (100 Seiten) widmet er im Vorwort seinen pommerschen Großeltern Rektor Heinrich Weinholtz und Frau Franziska geb. Schlenkrich, die in Stettin lebten.
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