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Über die (Un-)Möglichkeit eine Ortschronik ohne Ort zu schreiben

Ein Beitrag von André Bölter

 

Durch die Kreisgebietsreform des Jahres 1939 kam neben vielen anderen Dörfern des Kreises Randow auch Friedrichsdorf noch für sechs Jahre an den Kreis Naugard. Diesem Dorf, direkt an der Randower/Naugarder Kreisgrenze gelegen, soll der nachfolgende Artikel gewidmet sein.

Die Idee zum Schreiben einer Ortschronik entsteht 

Die Besetzung der Gnadenschulhalterstelle zu Friedrichsdorf 1782-1809, Rep. 33a No. 1499, Staatsarchiv Stettin, Signatur: 65/36/0/3.297/3715

 

Als ich im Jahr 2008 mit meiner Familienforschung begann, hörte ich zum ersten Mal von einem Ort namens Friedrichsdorf und wurde damit überrascht, war ich doch bisher immer davon ausgegangen, dass meine Urgroßeltern August und Anna Bölter in dem benachbarten Dorf Groß Christinenberg wohnten. Diese Annahme bestätigte sich zwar, jedoch wusste ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass sie um 1936/1937 nach Friedrichsdorf umgezogen waren, wo sie bis 1945 lebten. Ein erstes Interesse an Friedrichsdorf war damit geweckt und wie eigentlich immer in der Familienforschung setzt man sich ja in der Regel auch mit den Herkunftsorten seiner Vorfahren auseinander. An Informationen zu Friedrichsdorf war allerdings außer bei den »üblichen Verdächtigen« Brüggemann und Berghaus nicht viel zu finden.

Da ich auch nach vier Jahren mit meinen Forschungen nicht recht weiterkam, nahm ich Kontakt zu Karen Feldbusch, der Ansprechpartnerin für den Kreis Randow beim Pommerschen Greif auf und fragte an, ob sie mir mit Material zu diesem Ort weiterhelfen könne. Sie musste 2012 zwar bedauernd eingestehen, auch nicht über weitergehende Unterlagen zu verfügen, gab mir aber, voll in ihrer Funktion aufgehend, durch Winke mit dem ganz dicken Zaunpfahl »Hallo Herr Bölter, ganz offenbar sind Sie der erste Forscher zum Ort Friedrichsdorf bei Bergland. Umso wichtiger, dass sich das ändert und endlich mal jemand kommt und eine Chronik schreibt«, eigentlich den Auftrag zur Erstellung einer Dorfchronik. (mehr …)

Wrensch und Wrensch – verwandt oder nicht?

Ein Fallbeispiel von Dr. Klaus Kohrt

 

Wenn ich von meiner Familienforschung erzähle, dann mache ich das immer gerne in anschaulichen Fallbeispielen. Ich erzähle sozusagen eine Bildergeschichte.

Eines dieser Beispiele habe ich am 6. Juni 2019 beim Ahnenforscherstammtisch Unna im Rahmen einer Präsentation über die aktuellen Forschungsmöglichkeiten in Pommern vorgestellt.

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Demminer Findbuch – Domänenrentämter

Ein Gastbeitrag von David Krüger

 

Demminer Findbücher Teil 5

Im Landesarchiv Greifswald lagern verschiedene Bestände über die Stadt und den Altkreis Demmin, welche zum Großteil schon über die Archivsuche Ariadne erfasst sind.

Mein Ziel ist es, die restlichen Findbücher zu veröffentlichen, welche bislang nur als Schriftform (handgeschrieben bzw. Schreibmaschine) vorliegen.

Dieser Beitrag stellt Teil 5 der Serie „Demminer Findbücher“ dar. (mehr …)

Digitalisierte Kirchenbücher im Kirchenkreisarchiv Greifswald

Unser Mitglied David Krüger tauschte sich vor kurzer Zeit mit dem Kirchenkreisarchiv, aktuell Ersatz für das geschlossene Landeskirchliche Archiv, in Greifswald aus und konnte dadurch erfreuliche Nachrichten über den Stand der Digitalisierung vorpommerscher Kirchenbücher in Erfahrung bringen. (mehr …)

Der handschriftliche Lebenslauf von Robert Franz Wilhelm Gerbrecht aus dem August 1934

Ein Gastbeitrag von Peter Gerbrecht

 

In memoriam Familie Robert Gerbrecht (Photographie von Louis Klett, Breitestraße 59, Stettin, Ostern 1939)

Vorbemerkungen

Dieser zweite Beitrag im Rahmen meiner Familienforschung macht den Versuch, das Leben unseres seit Ende des Zweiten Weltkriegs verschollenen Großvaters Robert Franz Wilhelm Gerbrecht nachzuzeichnen. Ausgangspunkt dieser Recherche ist dessen im Zuge einer Stellenbewerbung von Mitte August des Jahres 1934 handgeschriebener Lebenslauf ‒ ein aufschlussreiches und mit diversen Privatinformationen versehenes Zeitdokument des damals 25-Jährigen.[1]

Gegenüber standardisierten Formularen, wie im Falle von Personenstandsurkunden, bietet der frei verfasste Lebenslauf nicht nur eine umfassende Chronologie familiärer und ausbildungsbezogener Ereignisse, sondern er gewährt auch gewisse Einblicke in die Persönlichkeit des Autors. So kommt durch die Erwähnung oder Auslassung bestimmter biographischer Daten deren subjektive Bedeutung zum Vorschein, mitunter werden aber auch frappante zeitliche Zusammenhänge erkennbar und fällt manches individuelle Muster oder Stereotyp in den Formulierungsweisen auf.

Ästhetisch betrachtet stellt die in feinstem Sütterlin verfasste Handschrift ein kleines Kunstwerk dar, sie ist aber auch eine Herausforderung für alle, die nicht in der Lektüre und Dechiffrierung dieser veralteten Schreibschrift mit ihrer schroffen Schönheit geübt sind. Neben einer Umschrift, die im Mittelpunkt dieses Beitrags steht und durch Fußnoten umfangreich kommentiert wird, habe ich das originale Manuskript im Anhang als Bilddatei beigefügt. Zur Veranschaulichung und präziseren Einordnung der vom Autor gemachten Angaben sind auch einige weitere Schriftdokumente und Photographien aus jener Zeit herangezogen worden. Ein ausführlicher Blick auf die Geschichte der Familiengründung unseres Großvaters und die Zeit bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs sowie ein kurzes Quellenverzeichnis runden diese Arbeit ab.

Peter Gerbrecht, im November 2019

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Offener Brief zur Entscheidung der Kirchenleitung zur Schließung des Landeskirchlichen Archivs Greifswald und zum Rückzug aus dem geplanten Archivzentrum

Nach der Ankündigung der Nordkirche sich aus dem geplanten Archivzentrum zurückzuziehen (Pressemitteilung), haben unzählige pommersche Vereine, Institutionen und Einzelpersonen Protestschreiben an die Kirchenleitung verfasst. Darin wird fast durchgehend „Entsetzen“ über die Entscheidung ausgedrückt und gefordert, dass diese Entscheidung überdacht wird. Auch wir, der „Pommerscher Greif – Verein für pommersche Familien- und Ortsforschung“, gehören zu den Leidtragenden, sollte das aktuelle Archivkonzept der Nordkirche umgesetzt werden.

Daher möchten auch wir unsere Kritikpunkte an die Kirchenleitung in einem offenen Brief zum Ausdruck bringen.

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Navigationsschulen in Pommern

Wer Seeleute unter seinen Vorfahren hat, möchte sicherlich mehr über deren Ausbildung wissen. 1749 wurde die erste öffentliche Navigationsschule in Hamburg eröffnet. In Pommern gab es solche Lehranstalten in  Stettin – Grabow, Stralsund und Barth, aber wie man den nachfolgenden Listen entnehmen kann, gingen Pommern auch nach Danzig oder sogar Königsberg auf die Schule. Zudem gab es laut Brockhaus 1894 sieben Navigationsvorschulen (z.B. in Zingst, Stralsund, Stolpmünde, Swinemünde)

Stralsund Tribseer-Thor und Navigations-Schule
Geissler, Robert : Tribseer-Thor und Navigations-Schule Stralsund / N. d. Nat. gez. u. lith. v. Rob. Geissler. – Stralsund : Bremer, [1869?]. http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/90031976 http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

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Kriegskind sucht Vater

Ein Gastbeitrag von Hilde Stockmann

 

Lösungsweg durch viele Zufälle vom 23. August 2005 bis 09. September 2005.

Am 23. August 2005 kam von einer Dame aus Berlin eine Anfrage an das Fremdenverkehrsamt Seebad Zempin auf der Insel Usedom nach der Person:

E. H., geboren 1916 und 1939 als in Zempin (Usedom-Wollin) ansässig registriert. Erschwerend bei der Suche kam hinzu, dass die Geburtsurkunde in Stettin ausgestellt war (vielleicht war die Entbindung im Krankenhaus?) und die Dame durch Suche in militärischen Listen auf den Wohnort Zempin auf Usedom gekommen ist. Die Dame hatte bereits Forschungen betrieben und herausgefunden, dass H. 1943 in Frankreich militärisch stationiert war.

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