Eine pommersche Liebesgeschichte

Über Monate habe ich mich mit der Geschichte von Lucie Pieck aus Schivelbein beschäftigt, Akten der Entschädigungsbehörde Berlin gewälzt, viel über die Bremer Kaufmannschaft und den Reishandel an der Seidenstraße gelernt und mich mit der Deportation der baltischen Bevölkerung in sowjetische Arbeitslager beschäftigt. Dabei setzte sich Stück für Stück die Geschichte eines mutigen Paares zusammen, das bereit war, alles für die Liebe zueinander zu opfern. Ein Frühlingsmärchen, das leider nicht gut ausgegangen ist. (mehr …)

Genealogische Kinderbücher

Folge 5: Inspirieren lassen – Genealogisch schreiben für Kinder

 

Es gibt viele Wege, ins Schreiben zu kommen. Sich inspirieren lassen von dem was andere verfasst haben, ist einer davon. 

Wie wäre es da mit einem Kinderbuch? Mit dem man man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen kann: Kinder für Familien- und Zeitgeschichte begeistern, ein (Oster-) Geschenk machen und selber einen neugierigen Blick hineinwerfen, um sich für sein eigenes Schreiben zu inspirieren. Hier eine kleine Auswahl:

Wir Kinder von früher
bisher vier Bände, je 16 €, Klett Kinderbuch

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Einfach, aber wirkungsvoll – Das Fotobuch

Folge 4: Das Fotobuch

 

Nach all der Theorie hat hoffentlich der eine oder die andere Lust bekommen, die erarbeiteten Forschungsergebnisse zu Papier zu bringen. Wie wäre es für den Anfang mit einer vergleichsweise einfachen Möglichkeit, die wenig schriftstellerisches Können erfordert – mit einem Fotobuch?

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Der Greif im Netz – hier findet man uns im Internet

Der Pommersche Greif ist umgezogen – von Twitter/X nach Bluesky. Wir nehmen das zum Anlass, auch denjenigen, die mit den sozialen Medien bisher auf Kriegsfuß standen, einen kurzen und möglichst einfachen Überblick über unsere verschiedenen Auftritte zu geben.

Die Webseite pommerscher-greif.de ist und bleibt die Hauptanlaufstelle für alle Mitglieder und alle Pommern-Interessierten – wenn Pommern, dann Greif! Hier findet ihr eine Fülle von Informationen und speziell im Blog auch aktuelle Hinweise. Aber die sozialen Medien bieten darüber hinaus viele weitere Möglichkeiten für die Ahnenforschung. (mehr …)

Von der Chronik bis zur Biographie – Arten genealogischen Schreibens

Folge 3: Welche Arten des genealogischen Schreibens gibt es?

 

Genealogisches Schreiben ist kein fest definiertes Literaturgenre, und es gibt keine starre Einteilung, welche Schreibweisen genau darunterfallen. Eines gilt jedoch für alle Arten genealogischen Schreibens: Die Darstellung muss faktenbasiert und „wahr“ sein. Natürlich enthalten Lebenserinnerungen viele subjektive Elemente, die von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen werden. Doch sobald Fakten bewusst verändert werden – wenn etwa aus dem pommerschen Bauern-Großvater ein schlesischer Bergmann wird – verlässt man das genealogische Schreiben und bewegt sich in den Bereich der Fiktion. Das ist keineswegs „verboten“, gehört dann aber eher in das Genre des historischen Romans.

Obwohl es keine feste Typologie des genealogischen Schreibens gibt, versuche ich dennoch eine Einordnung – von der reinen Faktendarstellung bis hin zur literarischen Ausschmückung. (mehr …)

Die Genealogica 2025 – leider schon wieder vorbei

Am Sonntag schloss die Genealogica endgültig ihre virtuellen Pforten – Zeit, zurückzublicken auf zwei Wochen voller Informationen und Inspirationen zur Ahnenforschung.  Hat es sich gelohnt? Ihr ahnt es schon: Ja! 

Mit 37 Vorträgen zu einem enorm breiten Themenspektrum, wertvollen Begleitunterlagen und der Möglichkeit zum Austausch mit Forscherinnen und Forschern aus aller Welt waren es zwei vollgepackte Wochen, die die gesamte Bandbreite der Ahnenforschung abgedeckt haben.

Handwerkliche Grundlagen wurden in Vorträgen und Workshops zu Archiven, dem Lesen alter Handschriften, dem sinnvollen Einsatz von EDV-Programmen und der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen vermittelt. 

Ein wichtiger Schwerpunkt lag auf der DNA-Genealogie – sowohl ihre wissenschaftlichen Grundlagen als auch ihr praktischer Nutzen für Forschung und Schicksalsklärung wurden intensiv beleuchtet.

Mit Podcast und Werkstattberichten reisten wir bis nach Amerika und selbst exotische Themen wie Bergleute im Mittleren Schwarzwald oder historische Nachrichten aus dem Saarland erwiesen sich als durchaus spannend. 

Einen ganz neuen Blickwinkel eröffnete ein Vortrag zu Ahnenforschung und queeren Biographien von Dr. Yeshi Rösch. War die Tante wirklich alleinstehend oder der Onkel bewusst Junggeselle? Diese Frage stellte sich danach sicher nicht nur ich. Genauso nachdenklich stimmte Eugenia Fuchs, die eindrucksvoll zeigte, wie die Erfahrungen unserer Vorfahren unser eigenes Leben prägen. Obwohl ich bereits einige Bücher zu diesem Thema gelesen habe, entdeckte ich hier ganz neue Aspekte.

Mein Fazit: Ein bunter Strauß an Themen, hochkarätige Referentinnen und Referenten, eine äußerst freundliche und hilfsbereite  Atmosphäre sowie eine perfekt organisierte Veranstaltung – was will man mehr? Die Geneaologica ist für mich längst zu einer festen Größe geworden. Ich freue mich schon heute auf den Februar 2026, wenn sich die Pforten wieder öffnen werden, zum „virtuellen Festival rund um die Familiengeschichtsforschung“.

Was ist genealogisches Schreiben?

Folge 1: Was ist genealogisches Schreiben?

 

Genealogisches Schreiben ist keine formale Literaturgattung und eine verbindliche Definition existiert nicht. Im Englischen ist der Begriff zwar gängiger als im Deutschen, doch auch dort gibt es keine einheitliche Festlegung. 

Befragt man eine Künstliche Intelligenz, erhält man ein äußerst brauchbares Ergebnis. Genealogisches Schreiben ist eine Form des Schreibens, die sich der Erforschung und Dokumentation von Familiengeschichte, Herkunft und Verwandtschaftsbeziehungen widmet. Es verbindet genealogische Methoden mit kreativen oder wissenschaftlichen Schreibtechniken, um Geschichten, Berichte oder Dokumentationen über Familien oder einzelne Vorfahren zu erstellen.

Merkmale des genealogischen Schreibens

  1. Fokus auf Familiengeschichte:
    Im Mittelpunkt steht die Dokumentation von Abstammungslinien, Familienereignissen, Traditionen sowie den historischen Kontexten, in denen die Familie lebte.
  1. Quellenbasierte Recherche:
    Genealogisches Schreiben basiert auf einer gründlichen Auswertung von Quellen wie standesamtlichen Urkunden, Kirchenbüchern, Zeitzeugeninterviews, Überlieferungen oder Tagebüchern.
  1. Kreativer oder dokumentarischer Stil:
    Die Texte können sachlich und nüchtern sein, wie etwa Familienchroniken. Alternativ nutzen sie literarische Elemente, um lebendige Familiengeschichten zu erzählen – etwa durch Anekdoten, Briefe oder erfundene Dialoge, die sich auf historische Fakten stützen.
  1. Einbettung in den historischen Kontext
    Häufig wird das Leben der Vorfahren in die gesellschaftlichen, kulturellen oder politischen Ereignisse ihrer Zeit eingeordnet, um deren Lebensumstände und Entscheidungen besser verständlich zu machen.
  1. Emotionale Dimension
    Genealogisches Schreiben ist oft persönlich und emotional geprägt, da es darum geht, die eigene Identität und Herkunft zu erforschen und zu verstehen.

Was meint ihr?

Entspricht diese Definition eurer Vorstellung? Haben wir wichtige Aspekte übersehen? Eure Anregungen und Ergänzungen sind herzlich willkommen!

Passt diese Definition auch für euch? Haben wir Elemente vergessen? Alle Anregungen sind willkommen!