Geister und Aberglauben in Pommern


Bald ist es wieder soweit – die Genealogica geht in die fünfte Runde! Vom 7. bis 23. Februar 2025 erwartet Euch ein vielfältiges virtuelles Programm, das alle Disziplinen der Ahnenforschung abdeckt.
Als bekennender Fan dieses Formats kann ich die Veranstaltung nur wärmstens empfehlen – meine Rezension vom letzten Jahr gilt auch dieses Mal uneingeschränkt. Für mich ist die Genealogica ein echtes Highlight, das man nicht verpassen sollte.
Dieses Jahr freue ich mich ganz besonders, da ich erstmals selbst mit einem Beitrag vertreten bin. Vielleicht sehen wir uns ja sogar virtuell?
Speziell für Pommern wird es diese zwei spannenden Vorträge geben:
„Ahnenforschung im schwedischen Militärarchiv mit dem Schwerpunkt Pommern“ von Melanie von Daake. Der Vortrag zeigt, wie das schwedische Militärarchiv genutzt werden kann, um Informationen über schwedische Soldaten in Pommern zu finden. Die Website des Riksarkivet wird dabei als zentrale Quelle für genealogische Recherchen vorgestellt.
„Jüdische Familienforschung (nicht nur) in Hinterpommern – Quellen zur Erforschung jüdischer Familiengeschichte im 20. Jahrhundert am Beispiel einer Kleinstadt“ von Julia Henke. Im kleinen Schivelbein spiegelt sich die jüdische Geschichte Deutschlands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wider – von antisemitischen Ausschreitungen schon lange vor 1933 über ein aktives Gemeindeleben bis hin zu Ausgrenzung, Verfolgung, Flucht und Tod. Die Geschichte jüdischer Familien aus Schivelbein dient dabei als Grundlage, um Quellen zur Erforschung der Genealogie und der individuellen Schicksale von Jüdinnen und Juden vorzustellen – nicht nur in Hinterpommern, sondern in ganz Deutschland.
Alle Informationen zur Genealogica finden sich hier.
25 Jahre Pommerscher Greif e.V. – ein Anlass zu feiern und das in Stettin. Nachdem uns Corona einen Strich durch die Planungen zum 20jährigen Bestehen gemacht hat, freuen wir uns besonders, diesmal in der ehemaligen pommerschen Landeshauptstadt zu tagen.
Unser Tagungshotel: Hotel Radisson Blu, Szczecin (Stettin)
Plac Rodła 10, 70-419 Szczecin, Polen,
Datum: 15.05.2025 bis 18.05.2025
Motto: „25 Jahre Pommerscher Greif e. V.“
Wichtig: Anmeldeschluss ist der 12.02.2025
Anmeldung und weitere Informationen:

Tagungsprogramm (Änderungen im Ablauf vorbehalten) (mehr …)
Im letzten Jahr haben wir in loser Folge Links zu pommerschen Stadtplänen aus dem 20. Jahrhundert veröffentlicht, die wir hier als Zusammenfassung veröffentlichen.
Stadtplan Belgard 1937
http://maps.mapywig.org/m/City_plans/Central_Europe/PLAN_DER_STADT_BELGARD_5K_1937.jpg
Stadtplan Bütow
Stadtplan Bütow vor 1945, mit Liste der Straßennamen in deutsch-polnisch
https://grosstuchen.de/buetow_plan.htm
Stadtplan Deutsch Krone – Wałcz
Quelle: Deutsch Krone, Grenzmark Posen-Westpreußen; Ein Führer durch die Stadt und ihre Umgebung“
von Bürgermeister Adolf Sperling, 1937
Straßenverzeichnis dazu auf
http://www.deutsch-krone.com/maps/dk-verz.jpg
Stadtplan Dramburg – Drawsko Pomorskie
In sehr hoher Auflösung:
http://maps.mapywig.org/m/City_plans/Central_Europe/Dramburg_2.5K.jpg (mehr …)
Vielen Dank allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an unserem Adventsrätsel! Die Lösung lautet
POMMERNGÄNSE

Alle eingesandten Lösungen waren richtig. Und weil beim Pommerschen Greif jeder ein Gewinner ist, haben wir spontan noch einige Trostpreise vergeben, so dass niemand leer ausgehen muss. In diesem Sinne weiterhin eine schöne Vorweihnachtszeit!
„Nie mehr habe ich einen Winter wie in Pommern erlebt. Schnee überall, trocken und knirschend, das gab es nur in Pommern“, erzählte mir meine Tante Lisbeth, die in Schivelbein aufwuchs.
Sobald es geschneit hatte, zogen vor allem die Schivelbeiner Kinder mit Skiern und Schlitten hinaus in die Winterpracht. So auch mein Vater und seine Schwester.


An den Weihnachtsfeiertagen trifft man oft Verwandte, die man nicht so häufig sieht. Die Seite „who do you think you are“ veröffentlichte eine Liste von 12 Fragen als Anregung für Gespräche, um die Familiengeschichte zu ergänzen.
von Helma v. Gaudecker-Kerstin
„Is dit Johr all wedder Wihnachtsschaul in‘t Schloß?“ So fragen 40 Kinder der kleinen hinterpommerschen Dorfschule; denn es ist seit langem Sitte, daß die Gutsarbeiterkinder zu Weihnachten von ihrer Herrschaft beschenkt werden. Ob es wohl wirklich wieder so sein wird? Das Sündenregister des vergangenen Jahres ist doch recht umfangreich und wenn es nun nach Verdienst und Würdigkeit geht, wird die Geschichte doch recht fraglich. Wer mag wohl im Sommer in den sauren Kirschbäumen in der Allee erwischt worden sein? Da werden dann die beiden Herrschaftskinder, die auch die Dorfschule besuchen, vorsichtig ausgehorcht, ob es diesmal wieder „Wihnachtsschaul“ sein wird. Doch die hüllen sich in geheimnisvolle Unkenntnis und müssen nur im Auftrag ihrer Mutter alle Namen aufschreiben. Dabei stellt man dann beruhigend fest, daß niemand übergangen ist, und vielleicht doch keiner dem angedrohten Gericht über Kirschendiebe verfallen wird. Man muß eben noch ein Weilchen weiter zappeln zwischen Hoffen und Bangen und inzwischen gut Weihnachtsgeschichte und Lieder bei der Frau Pfarrer lernen. (mehr …)