Carl Albert Hermann Teike wurde am 5. Februar 1864 in Altdamm geboren und starb am 28. Mai 1922 in Landsberg an der Warthe (Sterberegister 1922 Nr. 475);
Können Sie die folgenden Noten summen? Oder die Musik abspielen? (Beides von wikipedia)
Kommt ihnen die Melodie bekannt vor? Zuckt es in den Füßen und sehen Sie vor ihrem inneren Auge ein Blasorchester? (mehr …)
Im März 2020 kam der Corona Lockdown. Ein kleiner Rückblick und was daraus resultierte.
Im März 2020 wollten wir in Greifswald das 20jährige Bestehen des Vereins feiern. Aber dann kam folgende Mitteilung an unsere Mitglieder: „Aufgrund der nicht abzuschätzenden gesundheitlichen Risiken und Unwägbarkeiten haben wir uns heute schweren Herzens entschlossen, unser vom 27. bis 29. März in Greifswald geplantes Seminar samt Mitgliederversammlung abzusagen.“
Das war traurig. Aber dieses Jahr dürfen wir dann 25 Jahre feiern und das sogar in Stettin!
Im Nachhinein gewinnt man den Eindruck, dass nach dem ersten Schock ein Aufbruch stattfand. Stichwort: Zoom.
Obwohl, das allererste Onlinemeeting veranstaltetet Tanja Bals noch mit einer anderen Software:: „Treffpunkt für das Online-Meeting ist am Sonntag, den 29.03.20, 14.30 Uhr bei FreeConferenceCall unter dem Link….“
Der Greif etablierte einen online Erfahrungsaustausch „Einladung zum ersten virtuellen Greif-Erfahrungsaustausch am Montag, den 12.4.2021 um 19.30 Uhr“ Und den gibt es dankenswerter Weise immer noch einmal im Monat, Danke Klaus Kohrt!
Barbara Schmidt und Anja Kirsten Klein riefen die Genealogica, ein virtuelles Festival rund um die Ahnenforschung ins Leben, sie fand im Februar 2021 zum ersten Mal statt. Und auch diese Messe hat sich etabliert. Wir haben im Blog fast jedes Jahr darüber berichtet und waren 2022 dank Karen Feldbusch sogar mit einem Messestand dabei.
Aber was sich vor allem etabliert hat sind die online-Veranstaltungen des Ahnenforscherstammtischs Unna mit Georg Palmüller und Nancy Myers.
Videos und Live-Übertragungen auf Facebook gab es schon seit 2017, aber im April 2020 starteten die beiden einen Online-Treffpunkt für beginnende und fortgeschrittene Ahnenforscherinnen und Ahnenforscher mit Vorfahren aus Deutschland und den ehemaligen deutschen Ostgebieten auf der Webmeeting-Plattform „Zoom“ und führen diese Treffen seitdem regelmäßig durch. Die meisten dieser Meetings werden aufgezeichnet und stehen hinterher auf You Tube in einem eigenen Kanal zur Verfügung.
Dem schottische Historiker Thomas Carlyle wird das Zitat: „Die Zeit ist schlecht? Wohlan. Du bist da sie besser zu machen“ zugeschrieben. Einige Familienforscher haben die Zeit seit Corona besser gemacht, danke!
Bestände aus dem Stadtarchiv Greifswald wurden jetzt erstmalig bei der Digitalen Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht.
Ein Schatz für Familienforscher in Greifswald wurde aus dem Stadtarchiv geborgen und ins digitale Licht geholt:
Ein Seelenregister von 1717 und Bürgermatrikel 1729 – 1817
Das große Seelenregister (75 Seiten) stellt eine Komplettaufnahme aller Bürger im September 1717 da, nach Straßen geordnet. Die Berufe werden genannt und die Anzahl der Söhne und Töchter sowie des Gesindes.
Nach all der Theorie hat hoffentlich der eine oder die andere Lust bekommen, die erarbeiteten Forschungsergebnisse zu Papier zu bringen. Wie wäre es für den Anfang mit einer vergleichsweise einfachen Möglichkeit, die wenig schriftstellerisches Können erfordert – mit einem Fotobuch?
Wie man sich in Pommerns schwerster Zeit zu helfen wusste
Im Pommernbrief 1951 berichtete in der Ausgabe vom 5. Oktober Karl-Friedrich Marquardt aus der Zeit kurz nach Kriegsende in Schlawe. Marquardt war eigentlich Katasterbeamter, hatte sich aber großes botanisches und zoologisches Wissen angeeignet. Er legte einen botanischen Garten in Schlawe an und baute die naturwissenschaftliche Abteilung des Kreis-Heimatmuseums in Rügenwalde auf.
K.F. Marquardt mit einer Besucherin im Botanischen Garten Schlawe aus Pommernbrief 1951
Selbst des besten Arztes Kunst versagt, wenn keine Arzneimittel vorhanden sind.
Aus diesem Grundsatz ließ mich der von allen Schlawern hochverehrte Sanitätsrat Dr. Röhrich ins Krankenhaus rufen. Da die innere Stadt fast völlig zerstört war und mit ihr auch die Apotheke, waren Arzneimittel ein rarer Artikel. Ähnlich wie in Schlawe sah es fast in allen anderen Städten aus, und so konnten auch von anderweit keine Medikamente besorgt werden. „Könnten Sie wohl verschiedene Heilpflanzen in größerer Menge beschaffen und daraus auch Arzneien bereiten?“ war die Frage des Herrn Sanitätsrats. Denn nachdem die apokalyptischen Reiter über uns hinweggebraust waren, geisterte ihr unheimliches Gefolge durchs Land. Der Sensenmann hielt in Gestalt von Typhus mehr denn reichliche Ernten, und Diphterie und ein ganzes Heer anderer Krankheiten folgte.
„Zunächst gebrauchen wir dringend Stopf- und Abführmittel, wenn irgend möglich, lieber heute als morgen. Dann müssen wir unbedingt ein Herzmittel haben, sonst sterben die Kranken wie die Fliegen!“ Glücklicherweise wußte ich Rat. Als wirksames Stopfmittel war mir das Gänsefingerkraut bekannt, und dieses wächst ja stellenweise in großen Mengen. Faulbaum ist reichlich als Unterholz in den Wäldern vorhanden. Aber, aber, die Faulbaumrinde darf erst nach mindestens einjähriger Lagerung als Abführmittel verwendet werden, sonst erregt sie Erbrechen und wirkt giftig. Was nun? So lange konnten wir nicht warten. Also etwas anderes. Rhabarberwurzeln aus den Gärten? Aber dieses ist nicht der richtige „Abführrhabarber“. (mehr …)
Der Pommersche Greif ist umgezogen – von Twitter/X nach Bluesky. Wir nehmen das zum Anlass, auch denjenigen, die mit den sozialen Medien bisher auf Kriegsfuß standen, einen kurzen und möglichst einfachen Überblick über unsere verschiedenen Auftritte zu geben.
Die Webseite pommerscher-greif.de ist und bleibt die Hauptanlaufstelle für alle Mitglieder und alle Pommern-Interessierten – wenn Pommern, dann Greif! Hier findet ihr eine Fülle von Informationen und speziell im Blog auch aktuelle Hinweise. Aber die sozialen Medien bieten darüber hinaus viele weitere Möglichkeiten für die Ahnenforschung.(mehr …)
Folge 3: Welche Arten des genealogischen Schreibens gibt es?
Genealogisches Schreiben ist kein fest definiertes Literaturgenre, und es gibt keine starre Einteilung, welche Schreibweisen genau darunterfallen. Eines gilt jedoch für alle Arten genealogischen Schreibens: Die Darstellung muss faktenbasiert und „wahr“ sein. Natürlich enthalten Lebenserinnerungen viele subjektive Elemente, die von jeder Person unterschiedlich wahrgenommen werden. Doch sobald Fakten bewusst verändert werden – wenn etwa aus dem pommerschen Bauern-Großvater ein schlesischer Bergmann wird – verlässt man das genealogische Schreiben und bewegt sich in den Bereich der Fiktion. Das ist keineswegs „verboten“, gehört dann aber eher in das Genre des historischen Romans.
Obwohl es keine feste Typologie des genealogischen Schreibens gibt, versuche ich dennoch eine Einordnung – von der reinen Faktendarstellung bis hin zur literarischen Ausschmückung. (mehr …)
Am Sonntag schloss die Genealogica endgültig ihre virtuellen Pforten – Zeit, zurückzublicken auf zwei Wochen voller Informationen und Inspirationen zur Ahnenforschung.Hat es sich gelohnt? Ihr ahnt es schon: Ja!
Mit 37 Vorträgen zu einem enorm breiten Themenspektrum, wertvollen Begleitunterlagen und der Möglichkeit zum Austausch mit Forscherinnen und Forschern aus aller Welt waren es zwei vollgepackte Wochen, die die gesamte Bandbreite der Ahnenforschung abgedeckt haben.
Handwerkliche Grundlagen wurden in Vorträgen und Workshops zu Archiven, dem Lesen alter Handschriften, dem sinnvollen Einsatz von EDV-Programmen und der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen vermittelt.
Ein wichtiger Schwerpunkt lag auf der DNA-Genealogie – sowohl ihre wissenschaftlichen Grundlagen als auch ihr praktischer Nutzen für Forschung und Schicksalsklärung wurden intensiv beleuchtet.
Mit Podcast und Werkstattberichten reisten wir bis nach Amerika und selbst exotische Themen wie Bergleute im Mittleren Schwarzwald oder historische Nachrichten aus dem Saarland erwiesen sich als durchaus spannend.
Einen ganz neuen Blickwinkel eröffnete ein Vortrag zu Ahnenforschung und queeren Biographien von Dr. Yeshi Rösch. War die Tante wirklich alleinstehend oder der Onkel bewusst Junggeselle? Diese Frage stellte sich danach sicher nicht nur ich. Genauso nachdenklich stimmte Eugenia Fuchs, die eindrucksvoll zeigte, wie die Erfahrungen unserer Vorfahren unser eigenes Leben prägen. Obwohl ich bereits einige Bücher zu diesem Thema gelesen habe, entdeckte ich hier ganz neue Aspekte.
Mein Fazit: Ein bunter Strauß an Themen, hochkarätige Referentinnen und Referenten, eine äußerst freundliche und hilfsbereiteAtmosphäre sowie eine perfekt organisierte Veranstaltung – was will man mehr? Die Geneaologica ist für mich längst zu einer festen Größe geworden. Ich freue mich schon heute auf den Februar 2026, wenn sich die Pforten wieder öffnen werden, zum „virtuellen Festival rund um die Familiengeschichtsforschung“.
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