Historische Pommernkarten

Pünktlich zu Weihnachten hat die Westpommersche digitale Bibliothek (ZBC Pomerania) heute noch etliche schöne historische Pommernkarten veröffentlicht.

Pommern 1792 - Guessefeld
Pommern 1792 – Guessefeld

Herzogthumb Pommern von Nicholas Sanson, Paris 1654

Pomeraniae ducatus Tabulam von Nocolaes II Visscher 1682

Ducatus Pomeraniae Tabula Generalis von Peter Schenk, 1715

Ducatus pomeraniae novissima Tabula  von Johann Baptist Homann 1724

Charte von dem Herzogthum Pommern, sowohl Schwedisch als Preussischen Theils Franz Ludwig Güssefeld 1792 (aus dieser Karte die obige Abbildung)

Ravensteins Spezialkarte der Provinz Pommern, Verlag Ludwig Ravenstein, 1927

Alle Karten sind hochauflösend gescannt und lassen sich problemlos herunterladen.

Wir wünschen allen Mitgliedern und Freunden des Vereins frohe Festtage.

Schulprogramme der Universitätsbibliothek Düsseldorf komplett digitalisiert

Was sind Schulprogramme?
„Schulprogramme – genauer gesagt: historische Schulprogramme – wurden vornehmlich im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert im deutschen Sprachraum von Lehrerinnen und Lehrern höherer Schulen verfasst und publiziert. Es handelt sich dabei im Prinzip um Jahresberichte der Schulen und wissenschaftliche Abhandlungen im Umfang von etwa 4 bis 50 Seiten, die entweder zusammen in einem Heft mit den Jahresberichten erschienen oder als eigener – gegebenenfalls als „Beilage zum Jahresbericht“ gekennzeichneter – Teil veröffentlicht wurden.“
Genealogisch sind sie von Bedeutung, da sie in der Regel Listen der Schüler enthalten, die von der Schule abgehen mit Geburtsdatum, Berufswunsch, Angaben zum Vater etc. sowie – in unterschiedlichem Umfang – über personelle Veränderungen bei den Lehrer berichten, z.T. mit biographischen Angaben.
Gerade bei den pommerschen Schulen war der Einzugsbereich sehr groß, so dass man auch Angaben aus weiter entfernten Orten erhält.

Manche Hefte enthielten wertvolle historische oder lokalgeschichtliche Artikel:

Das Königliche Dom-Gymnasium und Realgymnasium zu Kolberg in seinen ersten fünfzig Jahren : Festschrift zum 15. Oktober 1895, Verfasser Becker, Johannes mit Namen aller Lehrer und Abiturienten.

Pommern im Jahre 1813
ein Beitrag zur Geschichte der Befreiungskriege in einzelnen Bildern von Klaje, Hermann

Im Newsletter der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf steht:

„Die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf wird – nachdem sie ihre eigene Schulprogramm-Sammlung im Umfang von 40.000 Einheiten bereits erschlossen und digitalisiert hat – im Rahmen ihrer landesbibliothekarischen Verantwortung und in enger Abstimmung mit dem Görres-Gymnasium in Düsseldorf, die dortige umfangreiche und wertvolle Schulprogramm-Sammlung nach dem gleichen Muster erschließen, digitalisieren und in einem gemeinsamen Internet-Portal für die weltweite Forschung zugänglich machen.

Das Görres-Gymnasium in Düsseldorf besitzt eine der größten historischen Schulprogramm-Sammlungen in Deutschland. Durch die Erschließung und Digitalisierung sowie die virtuelle Zusammenführung
der Digitalisate mit den Beständen der ULB Düsseldorf im Rahmen eines Schulprogramm-Portals soll eine Digitale Sammlung entstehen, in der fast der gesamte existierende Bestand an Schulprogrammen in Deutschland für die nationale und internationale Forschung in einem überschaubaren Zeitraum von etwa drei Jahren in einer
tiefenerschlossenen Form komfortabel, leicht recherchier- und auswertbar zugänglich gemacht wird.“

Das Portal zur Sammlung der Düsseldorfer Schulprogramme finden Sie unter
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ulbdsp
und die Orte am besten über die Tag cloud (Schlagwortwolke) Orte
So gibt es dort aus Pommern z.B. Programme aus Anklam, Belgard, K(C)olberg, Deutsch Krone und Gartz/O.

Weitere Quellen für Schulprogramme sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Eine ganz grundlegende Einführung und viele weitergehende Hinweise zum Thema „Schulprogrammschriften im Internet“ gibt es auch bei der Uni Giessen. Diese sehr informative Seite weist auch Datenbanken mit noch nicht digitalisierten Programmen nach.

Stadtarchiv Stralsund – Chance vertan?

Die Stadt Stralsund hat einen neuen Internetauftritt der sehr ansprechend aussieht.

Das Stadtarchiv hat jetzt einen eigenen Bereich auf der Internetseite. Das ist doch erfreulich, oder? Der Auftritt ist zwar von der Startseite aus nur ganz versteckt über Bürger-Bildung zu erreichen, aber über das Suchfenster findet man ihn direkt.

Stadtarchiv Stralsund - Eigene Internetseiten
Stadtarchiv Stralsund – Eigene Internetseiten

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Endlich ein Fachmann für Stralsund

 By --Dr. Pommer at de.wikipedia (Deutsch: privates Foto) [Public domain], via Wikimedia Commons
Dirk Schleinert 2006 Foto PD via Wikimedia Commons
Wie die Ostseezeitung in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, wurde Dr. Dirk Schleinert als neuer Direktor des Stadtarchivs vom Hauptausschuss der Stadt Stralsund gewählt. Der 1966 geborene Schleinert sollte – soweit es seine bisherige Stelle als Archivar in Sachsen-Anhalt zulässt, – zum 1. November beginnen. Erschwerend für die weiteren Planungen hat die ehemalige Archivdirektorin Nehmzow gerade ihren Prozess gegen die fristlose Kündigung vor dem Arbeitsgericht gewonnen. Man spricht davon, dass das Arbeitsverhältnis wohl wieder hergestellt werden müsse, aber nicht in einer leitenden Position. (mehr …)

Erschöpft, aber zufrieden in Greifswald

Schon seit Längerem stand ein Besuch im Landeskirchlichen Archiv in Greifswald auf meinem Programm. Im August war endlich ausreichend Luft in meinem Kalender und ich bekam auf meine Email-Anfrage hin eine Zusage für einen Arbeitsplatz.

Das Archiv befindet sich in einer wunderschönen Jugendstilvilla, die seit 55 Jahren Wohnort für die Bischöfe der Pommerschen Evangelischen Kirche und ihre Familien ist. ((http://www.nordelbisches-kirchenarchiv.de/sites/default/
files/mitteilungen-zum-archivwesen/mitteilungen_nr-_41.pdf, p. 5-9
)) Der Weg ins Archiv führt um die Villa herum, der Eingang befindet sich an der Rückseite des Hauses. Aufgrund ihrer Lage im Tiefparterre sind die Räume selbst im Sommer kühl, man sollte also für alle Fälle den Pullover nicht vergessen. (mehr …)

Diözesanarchiv Köslin

Hinweisschild - Foto M.Ott
Hinweisschild – Foto M.Ott

In diesem Jahr habe ich erstmalig das Diözesanarchiv in Köslin besucht und hatte auch die Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem Leiter des Archivs, Dr.Ceynowa, der ausgezeichnet Deutsch spricht.
Die Anfahrt gestaltete sich mit der ausführlichen Beschreibung, die Peter Segler letztes Jahr hier im Blog aufgeschrieben hat, sehr einfach. Das Archiv liegt wirklich mitten zwischen Wiesen und Feldern, denken Sie also nicht, sie wären falsch. (mehr …)

Sammlung Groeningianer

Gröningsches Gymnasium Stargard
Gröningsches Gymnasium Stargard

Die Welt ist ja manchmal sehr klein: Auf dem Genealogen-Tag in Altenberge kam ich mit einem Mitarbeiter des Landesarchives NRW ins Gespräch, wir kamen von der Causa Stralsund auf Pommern im Allgemeinen zu sprechen und er erzählte, das er ein Findbuch erstellt habe über den Nachlass der  „Vereinigung ehemaliger Gröningianer“. Das interessierte mich, denn wer kommt schon auf die Idee, dass so etwas in Münster im Archiv zu finden ist?

Inzwischen hatte ich Gelegenheit, dieses Findbuch einzusehen und kann jedem an der Geschichte dieser Schule interessiertem nur raten, sich diesen Bestand in Münster anzusehen. Neben den zu erwartenden Vereinsunterlagen enthält die Sammlung viele Abschriften alter Urkunden, Mitteilungen über Lehrer und Schüler, (komplette?) Schulprogramme, Fotos und auch Material über andere Schulen und deren Vereine:  Greifenberger Gymnasium, Vereinigung Ehemalige Kaiserin-Auguste-Viktoria Schule Stettin , Bund ehemaliger Schülerinnen der Königin-Luise-Schule zu Stargard/Pommern und Vereinigung ehemaliger Oberrealschüler zu Stargard. Fragen zum Findbuch können sie gerne hier in den Kommentaren stellen. (mehr …)