Joachim Wächter zum 90sten Geburtstag

Joachim Wächter
Bildquelle: Baltische Studien NF Bd. 92 2006

Herzlichen Glückwunsch – der Schöpfer der pommerschen Geschichtsforschung nach 1945 feiert heute seinen 90sten Geburtstag.
Der Archivar und Historiker Joachim Wächter wurde 1953 Leiter des Landesarchivs Greifswald. Damit begann Wächters Tätigkeit für das pommersche Archivwesen und die pommersche Geschichtsforschung. Er gehörte 1961 zu den Initiatoren des Greifswald-Stralsunder Jahrbuchs, das der wissenschaftlichen, nicht ideologisch festgelegten landesgeschichtlichen Forschung dienen sollte. (Inhaltsverzeichnis) Alleine die Benutzung des Wortes „Pommern“ war ja in der DDR verboten, die Universitätsinstitute konnten sich nicht beteiligen, der politische Druck war immens – eine Aufgabe wie der Spaziergang in einem Minenfeld. 1982 wurde die Reihe eingestellt.
Nachdem ihn der DDR-Staat 1969 als Leiter des Landesarchivs absetzte, wechselte er in den Dienst der Evangelischen Kirche in Greifswald. Dort wurde er Referent für das kirchliche Archiv- und Bibliothekswesen und leitete das Landeskirchliche Archiv. (mehr …)

Personenstandsrecht in Polen

Mit Gesetzesänderung vom 1.3.2015 haben sich neue Fristen für die Abgabe von Standesamtregistern an die Staatsarchive ergeben.

Wie man auf http://www.lexlege.pl/akty-stanu-cyw/art-129/ nachlesen kann, bleiben die Abgagefristen für Geburtsregister unverändert, sie werden nach 100 Jahren an das zustädnige Staatsarchiv abgegeben.

Heirats- und Sterberegister sollen aber bereits nach 80 Jahren an das zuständige Staatsarchiv abgegeben werden. Man kann also jetzt in den Staatsarchiven solche Register bereits bis 1935 finden. Da die Anforderung von Kopien aus den Staatsarchiven in der Regel problemloser ist, als die Bestellung in den Standesämtern, bedeutet diese Änderung eine wesentliche Erleichterung für unsere Familienforschung.

Familienforschung am Stettiner Haff – Züssow 2016

Schön war es in Züssow: Hochkarätige Vorträge, interessante Gespräche, viele Hinweise auf Bücher und ein Traumwetter beim Ausflug nach Swinemünde mit Blick auf die Gewässer rund um das Stettiner Haff.20160226_220252

Etliche der Vorträge werden noch veröffentlicht oder näher besprochen werden, so daß ich hier und jetzt nur einen kurzen Überblick bieten möchte. (mehr …)

DJVU – keine Probleme

Viele der für unsere Forschungen wichtigen Bücher in den polnischen Bibliothken werden im DJVU-Format bereitgestellt. Um diese Bücher anzusehen, brauchte man früher ein DJVU-Plugin und Java, das reicht inzwischen wegen erhöhter Sicherheitsanforderungen oft nicht mehr aus.
Inzwischen bieten die polnischen Bibliotheken aber die Möglichkeit an, ihre Inhalte mit HTML5 fähigen Browsern ohne lästiges plug-in oder Umstellung der Sicherheitseinstellungen zu besuchen. (mehr …)

Weihnachtszeit – Familienzeit

Weihnachtsfeiertage – Zeit für die Familie.

Computer aus, Smartphone weglegen und sich begegnen und unterhalten.

Oft trifft man an diesen Tagen Verwandte, die man sonst nicht so oft sieht und hat Gelegenheit und Zeit für Gespräche.  Vielleicht eine Möglichkeit, sich auch über die Vergangenheit zu unterhalten und wieder Mosaiksteinchen für die Familiengeschichte zu sammeln?

Kirche in Rummelsburg - Miastko Foto K.F. Schwirz
Kirche in Rummelsburg – Miastko Dez. 2015 Foto K.F. Schwirz

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Sepulkralkultur

Sepulkral: das Grab[mal] oder Begräbnis betreffend
HERKUNFT: lateinisch sepulcralis = zum Grabe gehörig

Vor dem Besuch des Treffens der Stolper Familienforscher in Kassel hatte ich mir einen Besuch der neueröffneten Grimm-Welt vorgenommen [Bericht in der FAZ]. Mehr aus Zufall entdeckte ich daneben das „Museum für Sepulkralkultur“ das ich jedem Familienforscher wirklich empfehlen möchte.

Museum für Sepulkralkultur
Museum für Sepulkralkultur
Zentralinstitut für Sepulkralkultur
Weinbergstraße 25–27
34117 Kassel

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Reilly Karten

Franz Johann Joseph von Reilly * 18.8.1766 Wien, † 6.7.1820 Wien war Verleger, Kartograph und Schriftsteller.
Nach dreijähriger unbezahlter Tätigkeit im Staatsdienst begann R. 1789 aufgrund des von seinem Vater geerbten Vermögens mit der Herausgabe kartographischer Kupferstichwerke. Vorbild dürfte Franz Anton Schrämbl (1751–1803) gewesen sein, der seit 1786 zunächst in Troppau, dann in Wien einen großformatigen Weltatlas veröffentlichte. Im Unterschied zu Schrämbl wählte R. für seinen „Schauplatz der fünf Theile der Welt“ ein handliches Kartenformat, das den Käuferwünschen eher entgegenkam und dementsprechend zu einem großen Verkaufserfolg wurde. Nachdem der Atlas bis Ende 1802 auf fast 700 Kartenblätter angewachsen war, kam es infolge der Napoleonischen Kriege zu Verzögerungen und 1806 zum Abbruch des Unternehmens. So umfaßt der „Schauplatz“ letzten Endes nur Europa, zählt jedoch mit 830 Karten bis heute zu den umfangreichsten geographischen Atlanten weltweit.

Des Schwedischen Herzogthums Pommern Nordwestliche Aemter
Des Schwedischen Herzogthums Pommern Nordwestliche Aemter

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